04.01.2019 (ch)
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So gelingt‘s mit den (Work-Life-Balance) Neujahrsvorsätzen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Warnung
  • Der Prozess zur Vision

Bild: CanvaBild: Canva»Die Jahresendpause war dringend nötig!«, so der Beginn eines Gespräches mit einem guten Freund vor ein paar Tagen. Bei näherem Nachfragen kam ans Licht, dass jedes Jahr quasi gleich aussieht: Der Jahresanfang ist gut. Dann wird die To-do-Liste immer länger, die Projekte immer mehr und die Urlaubszeit einfach irgendwann nicht mehr genug, sich zu erholen. Speziell, weil es in dem Fall für den geschiedenen Vater auch hiess, Urlaub mit den Kindern zu verbringen…und wer Kinder hat, weiss, dass das unter Umständen ganz schön anstrengend sein kann!

Er ist nicht der Einzige, dem das so geht. Jahresende heisst oft, an die eigenen Grenzen der Belastbarkeit zu kommen, weil sich alles Mögliche kumuliert hat und noch schnell mal erledigt wurde.

Luft raus. Energie am Ende. Erholen und sich vornehmen, dass es im nächsten Jahr besser wird: weniger essen, mehr schlafen, mehr Sport und weniger arbeiten.

Laut diversen Statistiken die häufigsten Neujahrsvorsätze.

Jedes Jahr.

Hmmm. Heisst im Klartext, dass die einfach nicht eingehalten werden. Spätestens nach irgendwelchen 30 Tagen ist das alles wieder vergessen und die meisten von uns sind einfach wieder im »alten Trott« drin – dazu gibt’s sicher auch irgendwo schlaue Statistiken.

Wenig zuträglich für unser Wohlbefinden, für unsere Familie und unsere Karriere – kurzum: für unser Leben.

Genauso oft haben wir uns wahrscheinlich schon alle mal gefragt, wie wir das ändern können. Wie wir denn ENDLICH mal diese schönen (und wichtigen) Vorsätze einhalten können.

Ich habe eine Lösung für mich gefunden.

Im Business-Umfeld machen wir in aller Regel jedes Jahr fleissig unsere Businesspläne, die planen die Details und wissen normalerweise relativ genau, wo die Reise hingeht.

Spannenderweise macht das kaum einer im Privatleben. Mal von den Neujahrsvorsätzen abgesehen. Und dann sind die, die wissen, dass es mit den letzteren eh nicht hinhaut und sparen sich auch das. Mit dem Ergebnis, dass wir relativ mechanisch durchs Leben gehen, sprich, einfach so in die Tage, Wochen und Monate reinleben ohne eine wirkliche Richtung.

Im schlimmsten Fall merken wir am Ende des Jahres, dass das ja genauso aussah wie das vorherige. Und dann nochmal. Und nochmal.

Ich weiss ja nicht, wie es Dir geht – ich habe auf jeden Fall keine Lust darauf.

Also habe ich irgendwann angefangen, ausser meinem Business auch andere Bereiche meines Lebens genauer anzuschauen: Gesundheit, Beziehungen, Finanzen, meine Energie, meine persönliche Entwicklung und Mindset (Geisteshaltung für die, die’s gerne deutsch mögen), Lernen, Spass, Klarheit (darüber wo ich überhaupt hinwill).

Ich nenne das meine Vision.

Dann stellte sich schnell raus, dass das richtig Mühe und Zeit kostet. Das war nämlich nur der Anfang. Ich habe schnell gemerkt, dass da eine ganze Menge dranhängt, wenn wir erstmal anfangen uns Gedanken zu machen, was wir denn überhaupt wollen und was wichtig ist – im Einzelnen und in der Tiefe und nicht einfach die Standardantwort »die Familie« oder »die Karriere«.

Warnung

Unter Umständen kann das auch ganz schön unbequem sein. Und braucht Mut. Weil wir nämlich vielleicht feststellen, dass wir schon lange irgendwas machen, was überhaupt nicht wichtig für unser Leben ist. Oder etwas vergessen haben, was uns sehr wichtig ist und wir das mal eben seit Jahren ignoriert haben.

Und dann auf einmal unser Leben verändern. Manchmal sogar radikal.

Also – wer sich drauf einlässt – sag mir nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt. 😉

Der Prozess zur Vision

Einfach nur mal aufschreiben, was wichtig ist, reicht allerdings nicht. Da wären wir ja wieder bei den simplen Neujahrsvorsätzen. Und die funktionieren ja bekannterweise nicht (ich sag’s einfach nochmal, falls Du es bis hierhin wieder vergessen hast.)

Speziell, wenn wir das erste Mal eine Vision machen, ist der Prozess vielschichtiger: es fängt mit drei (vermeintlich) simplen Fragen an. Nämlich, dass wir überhaupt erstmal definieren, wie wir uns denn fühlen möchten. Kein esoterischer New-Age-Kram. Ja, ich wiederhole mich, wir sind einfach emotionale Wesen, und daher ist es extrem wichtig, dass wir uns ehrlich mit der Frage beschäftigen.

Frage 2 ist, was wir tun möchten und Frage 3, was wir haben möchten.

Erst dann geht’s zu den Wichtigkeiten, Wertigkeiten (oder auch nice-to-have’s), den Gründen (warum wollen wir überhaupt, was wir wollen) und den Grenzen. Die gehören unabdinglich dazu. Nämlich, was für uns o.k. ist und was eben nicht in den einzelnen Gebieten unseres Lebens.

Und zu guter Letzt ist es relevant, wer und wie wir denn in den einzelnen Rollen, als Lover, Vater, Mutter, Sohn, Arbeitnehmer oder Manager sein wollen.

Man-oh-man, magst Du jetzt denken, viel zu kompliziert. Da geh’ ich doch lieber zu meinen paar Neujahrsvorsätzen zurück. Sind ganz einfach zu finden, zu sagen und naja, nicht einzuhalten. Und viel bequemer.

Stimmt. Absolut.

Wenn Du allerdings irgendwann doch fitter, glücklicher, leichter und erfolgreicher (was auch immer Erfolg für Dich ist) sein möchtest – sprich, wachsen und besser werden möchtest, dann lohnt sich die Mühe, damit anzufangen.

Dann wirst Du nämlich sowas wie eine Karte haben, die dich dahinführt, wo du wirklich sein möchtest. Und das ist bitter nötig in Zeiten, in denen wir soviel Optionen und Ablenkungen haben wie nie zuvor. Dann zu wissen, wo’s hingeht, ist ganz schön beruhigend. Und die Vision anpassen geht immer.

Für mich selber hatte es das Resultat, dass ich seit Jahren nicht krank war, mein Körper und Geist so viel Kraft und Energie hat wie nie zuvor, dass ich (meistens) im Einklang und in Kongruenz mit mir selber lebe und genau das mache, was mich erfüllt. Ziemlich klasse. Und ohne meine persönliche Vision wäre ich da nicht hingekommen.

PS: Wenn Du genau wissen möchtest, wie Du deine Vision für 2019 erstellen kannst – Schritt für Schritt im Detail genau erklärt, dann komm’ doch in die PERSONAL LEADERSHIP ACADEMY MONTHLY. Dort machen wir in der Live Mastermind (Webinar) im Januar genau das.

Und so ganz nebenbei gibt’s dort noch eine ganze Masse an anderen nützlichen Tipps und Tools in der Leadership-Library.