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15.09.2017 (kfr)
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Veränderungen Teil 1: Bestandsaufnahme

Karl FröhlichKarl FröhlichWir schreiben viel über den Wandel im Storage-Markt, die Digitalisierung, die digitale Transformation und die Veränderungen in der IT. Als Negativbeispiel werden quasi in allen Vorträgen dazu, gerne Fuji Film, Kodak und Nokia genannt. Zu recht. Und wenn man sich in der Verlagsbranche umschaut, kriselt es allerorten. Gab es früher PC-Zeitungen en masse, sind die meisten nur noch Geschichte. Die großen Verlage reduzieren ihre Redaktionen auf ein Minimum. Bei einigen hat man den Eindruck, dass die Redakteure bereits in der Minderheit sind. Und dies betrifft längst nicht mehr nur Papierzeitungen, sondern auch Internetpublikationen. Die Refinanzierung ist für alle ein Problem.

Wir haben uns, zum Glück, nie an dem größer, höher, schneller beteiligt. Wir waren immer mit dem zufrieden, was wir hatten. Trotzdem müssen wir uns als digitales Medium der Zukunft stellen. Darüber haben wir zuletzt immer wieder diskutiert. Wenn wir ehrlich sind, schon seit Jahren. Passiert ist nicht allzu viel, wir haben es bisher immer gerne auf das »Tagesgeschäft« geschoben. Nachdem wir ohne unseren Berti nicht so weiter machen können, wie bisher, ist es nun an der Zeit für Veränderungen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Nur, wo wollen wir hin? Wie sollen die Veränderungen aussehen?

An altgedienten Online-Zeitungen nagt der Zahn der Zeit

Sie denken sich nun eventuell, was ist das »Problem«? Problem klingt zu dramatisch, aber wir kamen 2003 alle aus der Zeitungs-Branche und haben diese Strukturen und das damalige Wissen in eine Internet-Zeitung portiert. Seinerzeit war das kein »Problem«. Wir waren nach IT-SecCity, dem TecChannel und einigen wenigen anderen, mit bei den Anfängen der Online-Schreiberei dabei und Deutschlands erstes Storage-Magazin sowieso. Waren wir damals die einzigen, die über Storage berichtet haben, haben wir heute zwei direkte Marktbegleiter und natürlich haben auch einige andere das Thema für sich entdeckt.

Rückblickend kann ich nur sagen, heute sind die Rahmenbedingungen grundlegend anders. 2003 erreichten mich fast alle Pressemeldungen per Post. Mein Redaktionsbüro war bei meinem Postboten, einer der größten Abnehmer. Heute kommt alles per E-Mail. Die gedruckte Presseinformation gibt es nicht mehr, zumindest in der IT. Mir war zwar lange, sehr lange, die gedruckte Variante lieber, mit der Mail-Version lebe ich heute aber ganz gut. Nur, wenn man die Pressemeldung nicht massiv verändert, veröffentlichen eigentlich alle Duplicate-Content. Ihnen als Leser kann dies freilich herzlich wurscht sein, die Publikationen werden von Google abgestraft.

Für wen schreiben wir, für Google oder die Leser?

Google war damals schon wichtig für uns, steckte aber 2003 selbst in den Anfängen. SEO-Maßnahmen (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung) kannten wir noch nicht. Heute habe ich den Eindruck ich schreib zuallererst für Google und nicht für den Leser. Zugegeben, wir haben das relativ lange ignoriert. Seit nicht ganz einem Jahr können wir in unserem Redaktionssystem jeden Beitrag ein sogenanntes Meta-Title und -Description mitgeben. Dies ist eine Überschrift und zwei, drei Zeilen Text, die Google in den Sucherergebnissen anzeigen soll. Gefunden wird ein Artikel vor allem, wenn man alle möglichen Google-Vorgaben berücksichtigt. Unser »Problem«: Auch wir »Ernähren« uns Großteils vom »Long Tail«. Das heißt, unsere stärksten Artikel sind alle alt und nicht Google-konform. Berti und ich haben hier schon angefangen nachzuarbeiten, sind aber noch nicht weit gekommen.

Letztendlich ist es ja nicht damit getan, den alten Beiträgen ein Titel/Description mitzugeben. Auch wenn wir dadurch mehr Leser erreichen, weil wir häufiger gefunden werden, es bleibt ein alter Artikel. Die Texte benötigen eine Generalüberholung, auch weil uns Google sonst, wegen der hohen Bounce-Rate abstraft. Zur Erklärung, wenn sie einen Beitrag anklicken, ist das gut, sehr gut. Stellen Sie aber schnell fest, dieser Artikel enthält nicht die gesuchten Informationen und klicken schnell wieder weg, merkt sich das Google und über die Zeit verschlechtert sich dadurch das Ranking.

Weniger News, mehr nachhaltiger Nutzwert

Gleichzeitig ist unser Content-Bereich – das ist auf der Startseite die mittlere Spalte – News getrieben. Darum hat sich früher vor allem der Berti gekümmert. Seit gut acht Wochen ist dies nun meine Aufgabe. Seitdem, Sie haben es eventuell bemerkt, veröffentlichen wir weniger Beiträge. Mehr ist aktuell schlicht nicht möglich. Und dabei muss man die ausführlichen, tiefgründigen Artikel suchen. An diesem Beitrag schreibe ich bereits seit zehn Tagen. Das heißt, ich habe angefangen und dann hat der Text zehn Tagen »geruht«.

Worauf ich hinaus möchte, die News bestimmen das Geschehen auf speicherguide.de, haben aber nur eine kurze Haltwertszeit. Die von uns vernachlässigten Hintergrundberichte werden dagegen häufiger aufgerufen. Jetzt gilt es einen Modus zu finden, der es mir ermöglicht, wieder mehr größere Artikel mit nachhaltigem Nutzwert zu verfassen, aber auch der Chronistenpflicht Genüge zu tun. Zudem, und auch dies ist nicht zu vernachlässigen, wir leben von Werbung und Sponsoren. Diese wollen ihre Themen ebenfalls in irgendeiner Form bei uns wiederfinden.

(Alte) Strukturen: Ohne Social-Media geht es nicht mehr

Die Texte auf speicherguide.de sind das Eine, die Optik das Andere. Ich mag unsere Webseite, so wie sie ist. Ich mag unser blau, ich mag unsere Aufteilung. Aber, bei aller Liebe, wir sind optisch nicht mehr zeitgemäß. Und, um wieder an den Anfang meines Monologs zurückzukehren, wir basieren auf Zeitungsstrukturen. Eine moderne Publikation benötigt eine enge Verzahnung mit Social-Media. Das ist bei uns nicht gegeben. Das sind alles mehr oder weniger kleine Satelliten, die in ihrem eigenen Universum kreiseln. Das gilt es alles zusammenzuführen.

Online: Entbündelung der Inhalte (Quelle/Grafik: LousyPennies.de)Online: Entbündelung der Inhalte (Quelle/Grafik: LousyPennies.de)Sie Fragen sich vielleicht, warum? Eine Zeitung hat sich früher in den Regalen präsentiert. Mitgenommen wurden die Bekanntesten, die Auffälligsten und die vermeintlich Interessantesten. Oder, die Zeitung ist über ein, wie auch immer geartetes Abonnement, automatisch im Postfach des Lesers gelandet.

Im Internet muss ich heute meine Inhalte, mehr oder weniger, direkt zum Leser bringen. Unser Newsletter ist dabei das Transportmedium Nummer eins, gefolgt von Postings via Twitter, Facebook, Google+ und Xing. Die Details erkläre ich besser in einem eigenen Artikel. Wir sind an dieser Stelle schon viel zu lang. Wir haben ja keine Zeit mehr für »Longreads«. Da werde ich mich dann darüber auslassen, warum aus meiner Sicht, »alle« Storage-Anbieter kein Social-Media können.

Bleiben Sie uns gewogen und mischen Sie sich gerne ein

Gleichzeitig möchte ich Sie mitnehmen und auf dem Laufenden halten, was wir uns so denken und wie wir speicherguide.de weiterentwickeln möchten. Mal schauen, ob ich es einmal die Woche schaffe.

Schreiben Sie mir/uns, wie Sie uns gerne sehen möchten, welche Wünsche Sie eventuell an uns haben. Da darf sich auch gerne jeder angesprochen fühlen, egal ob Admin, Einzelkämpfer, PR-Mensch, Marketeer, Stammleser oder Zufallsbesucher. Auf geht’s, mischen Sie sich ein.

Und damit Sie keinen Beitrag verpassen, abonnieren Sie unseren wöchentlichen Newsletter (falls noch nicht geschehen), folgen Sie uns auf Facebook, Google+ oder Twitter.

Kommentare (2)
18.09.2017 - Wolfgang Pschichholz

Der Wechsel bzw. Anpassung an das "moderne" Geschehen ist in einer solch schnellebigen Branche natürlich enorm wichtig - gerade wenn die wirtschaftliche Grundlage davon enorm abhängt.

Ich für meinen Teil finde praktisch nur die Longreads interessant! Die schnellebigen Kurzmeldungen/Pressemeldungen/... bekomme ich von vielen "anderen" Seiten, Quellen und Medien. Wegen denen lese ich nicht seit Jahren Speicherguide, sondern wegen den Artikeln mit dauerhaftem Wert.

Ich schließe mich meinem Vorredner an: Mehr wie 2-3 davon pro Woche bekomme ich auch nicht gebacken.

Gruß
von einem anderen Wolfgang

15.09.2017 - w.stief

Die Ausführungen, warum alle Storage-Anbieter kein Social Media können, bin ich -- als Social-Media-Junkie -- schon sehr neugierig :-) Und ich bin natürlich auch gespannt, wo *eure* Reise hin geht.

Wenn ich mal bei mir selber schaue: Zeit für Longreads ist. Aber mehr als 2-3 davon je Woche (!) kriege ich nicht unter. Dazu gibt es viel zu viel Kurzmeldungen aufzuschnappen, um -- als Technologieconsultant -- so ungefähr zu wissen, was die eigene Branche macht und was hinter dem Tellerrand so los ist.

wolfgang



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