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29.11.2018 (kfr)
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Cebit-Aus: Für die Storage-Branche kein Verlust

Ein Bild aus 2013: Da sag einer, wir hatten keine Weitsicht... ;)Ein Bild aus 2013: Da sag einer, wir hatten keine Weitsicht... ;)

Es juckt mich sehr zu schreiben, wir haben es ja gewusst – die Cebit wird eingestellt. Jedenfalls waren wir hier schon länger nicht mehr von der Cebit überzeugt. Ich war zuletzt 2013 in Hannover. 2014 bis 2016 übernahm der Kollege Engelbert Hörmannsdorfer. Aus Storage-Sicht war da einfach nichts mehr geboten. Was aus meiner Sicht auch für Datacenter-Themen generell galt. Deswegen konnte eine Verlegung in den Sommer der Veranstaltung keine Impulse mehr verleihen. Die Jahreszeit war nicht das Problem!

Mit am treffendsten formuliert es Sascha Lobo: »Die Geschichte vom Ende der Cebit … handelt davon, wie man im Wasser schwimmend verdursten kann. Genauer: Wie man trotz größter Nähe zur Digitalisierung glauben kann, irgendwie nicht so richtig davon betroffen zu sein.«

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Die Zeichen der Zeit nicht erkannt...

Karl Fröhlich, Chefred speicherguide.de und zertifizierter DatenschutzbeauftragterKarl Fröhlich Dass der Veranstalter Geld verdienen muss, ist legitim. Ich hatte aber schon lange den Eindruck, es geht nur darum Veranstaltungsfläche zu verkaufen – egal wie. Die Besucher wurden außen vorgelassen. Hinzukommen einige strategische Fehlentscheidung. Gut, heute zu sagen, das Übel nahm seinen Lauf, als man Anfang der 2000er Jahre die Spielkonsolen vom »Hof jagte«, ist heute zu einfach. Fakt ist aber, 1998 und 1999 boomte die IT wie nie zuvor. Grund war der Y2K-Wechsel und sicherheitshalber haben sich die meisten Unternehmen komplett neu ausgestattet. In dieser ganzen Euphorie fehlte es der kompletten Branche inklusive aller IT- und Computer-Medien an Weitsicht und Zukunftsvisionen. Weil alle neues Zeug hatten, brachen die Geschäfte im Jahr 2000 sowas von ein. Das bekamen zeitverzögert zuerst die ganzen PC-Zeitungen zu spüren. Weil das Internet noch nicht den Status von heute hatte, liefen Cebit & Co noch ganz gut weiter.

Wir hatten in unserem Gründungsjahr 2003, auf der Cebit unseren ersten großen Sponsor an Land gezogen, daher blicken wir schon mit Wehmut zurück. Aber, als Ende der 2000er-Jahre immer mehr große Hersteller der Cebit fernblieben, wurden die Warnsignale nicht erkannt, es blieb beim »weiter so«. Als 2008 die Systems eingestellt wurde, ficht dies die Cebit nicht an.

Das Publikum aus den Augen verloren...

Natürlich trägt die Messegesellschaft nicht die alleinige Schuld. Die richtigen Experten wurden auf Ausstellerseite immer weniger. Das bleibt irgendwann auch den Besuchern nicht verborgen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keine Gespräche zwischen dem Veranstalter und den Ausstellern gegeben hat. Was auch immer besprochen wurde, der Niedergang war nicht aufzuhalten.

Und nun ist es auch gut so. Wie vermutet kehrt die Cebit zumindest in Teile zur Hannover Messe zurück. In der Pressemeldung heißt es: »Die industrienahen Digitalthemen der CEBIT werden in die Hannover Messe integriert.«

Und: »Neue inhaltlich spitze Fachmessen für die digitale Wirtschaft sollen vorbereitet werden.« Wobei dies scheinbar vor allem das Auslandsgeschäft betrifft. Hier soll auch die Marke Cebit weiter Verwendung finden.

Wie sehen Sie das Aus der Cebit?

Schade, wir hatten mit der Cebit die größte und bedeutendste ITK-Messe weltweit. Nun ist sie Geschichte. Wir waren nicht fähig, sie in die Neuzeit zu transformieren. Reiht sich die Cebit nun in die Beispielliste zu Nokia und Kodak ein? Was meinen Sie oder taugt der Vergleich an dieser Stelle nicht?

Wie eingangs erwähnt ist das Cebit-Aus für die Storage-Branche kein Verlust. Trotzdem bin ich der Meinung, dass uns ein unabhängiger Storage-Event fehlt. Es gibt einige wirklich empfehlenswerte Veranstaltungen, die aber immer von einem Hersteller getrieben sind. Wie sehen Sie das?




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