Netapp aktualisiert EF-Series für datenintensive Workloads

Netapp aktualisiert EF-Series für datenintensive WorkloadsMit EF50 und EF80 bringt Netapp eine neue Generation seiner EF-Series auf den Markt. Die Systeme sollen hohe Performance, Skalierbarkeit und Effizienz für KI-, HPC- und Datenbank-Workloads kombinieren und dabei Kosten sowie Betriebsaufwand im Griff behalten.

NetApp erweitert seine EF-Series um die Modelle EF50 und EF80, die gezielt auf hochperformante Block-Storage-Anforderungen ausgelegt sind. Die Systeme adressieren Workloads mit extremen Anforderungen an Durchsatz und Latenz, etwa im Umfeld von künstlicher Intelligenz, High-Performance-Computing (HPC) und transaktionsintensiven Datenbanken. Auch neue Einsatzszenarien wie Sovereign-AI-Umgebungen oder KI-gestützte Produktionsprozesse sollen sich damit abbilden lassen. Der Anbieter positioniert die Systeme als kosteneffiziente Option für Organisationen, die große Datenmengen verarbeiten und gleichzeitig ihre Infrastruktur möglichst schlank halten wollen.

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Fokus auf maximale Performance bei überschaubarer Komplexität

Im Zentrum steht der Anspruch, hohe Rohleistung ohne zusätzliche betriebliche Komplexität bereitzustellen. Laut Hersteller sollen Unternehmen damit in der Lage sein, datenintensive Anwendungen schneller bereitzustellen und zu skalieren. Sandeep Singh, Senior Vice President und General Manager Enterprise Storage bei Netapp, betont: »Stetig wachsende Datenmengen und leistungsintensive Anwendungen wie das Training von KI-Modellen, KI-Inferenzierung und HPC stellen Unternehmen vor wachsende Herausforderungen.« Die neuen Systeme seien darauf ausgelegt, hohe Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Effizienz zu liefern, ohne den administrativen Aufwand zu erhöhen.

In Kombination mit parallelen Dateisystemen wie Lustre oder BeeGFS lassen sich die Systeme vor allem im HPC-Umfeld einsetzen. Dort übernehmen sie typischerweise die Rolle eines leistungsstarken Scratch-Speichers, um GPUs kontinuierlich mit Daten zu versorgen. Das soll dazu beitragen, Engpässe in rechenintensiven Simulationen oder KI-Trainingsläufen zu vermeiden. Gleichzeitig soll die EF-Series auch Branchen wie Medienproduktion oder Neocloud-Anbieter adressieren, die große Datenmengen performant verarbeiten müssen.

Deutlich gesteigerter Durchsatz und höhere Packungsdichte

Technisch hebt Netapp vor allem die gesteigerte Performance hervor. Die Systeme sollen einen Lesedurchsatz von über 110 GByte/s erreichen sowie eine Schreibleistung von bis zu 55 GByte/s. Das entspricht einer Verbesserung von rund 250 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration. Ergänzt wird dies durch eine hohe Energieeffizienz von 63,7 GByte/s pro Kilowatt sowie eine Speicherdichte von bis zu 1,5 PByte auf zwei Höheneinheiten. Damit zielt Netapp auf Umgebungen, in denen sowohl Leistung als auch Rack-Platz und Energieverbrauch kritisch sind.

Bewährte Architektur als Grundlage für neue Leistungsanforderungen

Die neue Generation baut auf der bestehenden EF-Series-Architektur auf, die der Hersteller mit über einer Million Installationen als etabliert und erprobt ansieht. Mit der aktuelle Überarbeitung positionieren sich die EF50 und EF80 vor allem als spezialisierte Systeme für Umgebungen, in denen klassische Enterprise-Storage-Funktionen zugunsten maximaler Performance in den Hintergrund treten.