Qnap TS-h1077AFU: 10-Bay All-Flash-NAS für 1U-Racks

Qnap TS-h1077AFU: 10-Bay All-Flash-NAS für 1U-RacksMit dem TS-h1077AFU bringt Qnap ein kompaktes 1U-All-Flash-NAS für Unternehmen, die Virtualisierung, Datenbanken, Medien-Workflows oder die Konsolidierung von Backups beschleunigen wollen. Das System kombiniert zehn SATA-SSD-Einschübe mit ZFS, Ryzen-Prozessoren, ECC-DDR5 und 10GbE-Netzwerk.

QNAP positioniert das TS-h1077AFU als kompaktes All-Flash-NAS im 1U-Format für Unternehmen, die Flash-Leistung mit hoher Packungsdichte suchen. Das Gerät bietet zehn Einschübe für SATA-SSDs und läuft mit dem ZFS-basierten Betriebssystem QuTS hero. Laut Hersteller ist das System vor allem für Virtualisierung, hochperformante Medien-Workflows, Datenbanken und die standortübergreifende Backup-Konsolidierung gedacht.

Bei der Hardware setzt Qnap auf Prozessoren der AMD-Ryzen-Pro-7000-Serie. Genannt wird eine 8-Core-/16-Thread-CPU mit integrierter Radeon-Grafik. Dazu kommen bis zu 192 GByte DDR5-ECC-Arbeitsspeicher. Diese Kombination spricht für Umgebungen, in denen nicht nur Speicherplatz, sondern auch konsistente Performance und Datenintegrität gefragt sind, etwa in virtualisierten Infrastrukturen oder bei parallel laufenden Workloads.

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Netzwerk und Hochverfügbarkeit gehen über das Basis-NAS hinaus

Bei den Netzwerkanschlüssen bringt das System zwei 10GbE-Ports und zwei 2,5GbE-Ports mit. Wer mehr Bandbreite braucht, kann über zwei PCIe-Gen4-x8-Steckplätze optional 25GbE nachrüsten. Dazu kommt die Möglichkeit, einen Dual-NAS-Failover-Cluster aufzubauen. Zusammen mit redundanten Netzteilen, Enterprise-Kühlung und den ZFS-Selbstheilungsmechanismen zielt das TS-h1077AFU damit klar auf geschäftskritische Dienste und nicht nur auf ein schlichtes SSD-NAS für den Fileshare im Serverschrank.

SATA-Flash soll Leistung und Kosten besser ausbalancieren

Interessant ist die Positionierung als SATA-basiertes All-Flash-System. Das deutet darauf hin, dass Qnap hier nicht primär auf maximale NVMe-Spitzenwerte setzt, sondern auf ein Verhältnis aus Flash-Leistung, Speicherdichte und kalkulierbaren Kosten. Unterstützt werden soll das durch ZFS-Funktionen wie Deduplizierung und Kompression sowie durch QSAL, das laut Hersteller Haltbarkeit, Performance und Datensicherheit der SSDs verbessern soll. Für viele mittlere Unternehmensumgebungen dürfte genau diese Mischung praxisnäher sein als ein deutlich teureres NVMe-Setup.

Backup-Konsolidierung und Außenstellen gehören zur Zielgruppe

Spannend ist das System vor allem dort, wo mehrere Aufgaben in einem kompakten Gerät zusammenlaufen sollen. Dazu zählen virtualisierte Umgebungen mit begrenztem Rack-Platz, Datenbank-Workloads mit niedriger Latenz, Medien-Workflows mit hohem Durchsatz sowie zentrale Backup-Ziele für mehrere Standorte. Per JBOD lässt sich die Kapazität laut Hersteller bis in den Petabyte-Bereich erweitern. Außerdem nennt QNAP eine langfristige Verfügbarkeit bis 2030, was für Rollouts über mehrere Standorte hinweg oder für länger geplante Infrastrukturzyklen relevant sein kann.

Qnap TS-h1077AFU: All-Flash-NAS ab ca. 4.200 Euro

Das TS-h1077AFU ist ab sofort erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beginnt bei rund 4.200 Euro netto. Damit zielt Qnap nicht auf das Einstiegssegment, bewegt sich für ein kompaktes All-Flash-System mit 10 Bays, ECC-DDR5, 10GbE und HA-Option aber in einem Preisbereich, der für ambitionierte Mittelstands- und Abteilungsumgebungen realistisch sein dürfte.