27.05.2015 (eh)
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Quality-of-Service (QoS) von Tintri bringt VM-Storage auf Trab

Ein Klick auf die VM, und mit Tintri sieht man, welche Komponente welche Latenzen verursacht (Bild: Tintri)Ein Klick auf die VM, und mit Tintri sieht man, welche Komponente welche Latenzen verursacht (Bild: Tintri)Eigentlich ist es der Traum eines jeden Administrators, der ein virtualisiertes Rechenzentrum verwaltet: einer jeder einzelnen VM genaue minimale und maximale IOPS zuzuweisen. Diesen Quality-of-Service (QoS) will jetzt der Spezialist für Speicherlösungen in Virtualisierungs- und Cloud-Umgebungen Tintri sogar garantieren. Und zwar mit der neuen Betriebssystemversion »Tintri OS 3.2« für seine Speicherplattform »VMstore«. Tintri geht davon aus, dass es nicht nur normalen Rechenzentrums-Administratoren gefällt, sondern auch Cloud-Service-Provider (CSP), da sie somit ab sofort unterschiedliche Speicherebenen noch einfacher anbieten können. »Außerdem lassen sich dadurch sehr einfach hunderttausende von VMs über multiple Rechenzentren hinweg verwalten«, betont Peter Mahlmeister, Country Manager DACH bei Tintri, im Hintergrundgespräch mit speicherguide.de.

Auch die Software »Tintri Global Center«, mit der sich zahlreiche VMstore-Systeme über eine zentrale Ansicht verwalten lassen, bekam ein Update. Ab sofort sollen sich nun über das Verwaltungstool 100.000 VMs anhand von Gruppendefinitionen und Richtlinien über unterschiedliche VMstores, Hypervisortypen und Standorte zentral überwachen und verwalten lassen.

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Mit »Tintri SyncVM« lässt sich zwischen verschiedenen Snapshots einer einzelnen VM wechseln

Peter Mahlmeister, Country Manager DACH, TintriPeter Mahlmeister, Country Manager DACH, TintriNeu ist auch die Software »SyncVM«, mit der es Tintri seinen Nutzern ermöglicht, zwischen verschiedenen Snapshots einer einzelnen VM zu wechseln, ohne dass andere Snapshots oder das Leistungsprotokoll verloren gehen. Außerdem sollen Administratoren diese Funktion verwenden können, um Hunderte untergeordneter VMs von einer Master-VM aus zu aktualisieren, ohne Daten physisch zu bewegen und ohne die VM oder den Speicher neu zu konfigurieren. Mit »Tintri PowerShell« oder REST-APIs können sie den Prozess sogar automatisieren. »Entwickler sind damit in der Lage, neue Anwendungen schneller zu entwickeln und zu testen«, erklärt Mahlmeister.

Die drei Softwareprodukte sollen ab sofort zur Verfügung stehen. Kunden mit einem gültigen Supportvertrag können ganz normal auf Tintri OS 3.2 und Tintri Global Center 2.0 updaten. SyncVM wird als separate lizenzierte Software an VMStore-Kunden vertrieben.

Quality-of-Service = neues Segment im Storage-Bereich

Hintergrund des OS-3.2-Update ist laut Mahlmeister vor allem, dass in virtualisierten Rechenzentren die Agilitätsanforderungen und Unvorhersehbarkeit deutlich zunimmt: »Dies mit einen konkreten Quality-of-Service abzufangen, kreiert mittlerweile ein vollkommen neues Segment im Storage-Bereich.«

Denn mit anderen Lösungen musste und müsse laut Mahlmeister immer noch »viel überprovisioniert werden«. Tintri dagegen analysiere ständig, was in einem Rechenzentrum passiert, wo die Latenzen herkommen, und welche störenden VM-Nachbarn unberechtigerweise Performance an sich ziehen. »Indem Anwender mit uns jetzt Leistungsgarantien auf VM-Ebene festlegen können, erreichen sie eine ganz neue Art von Servicequalität«, erläutert Mahlmeister.

Tintri bekämpft die Latenzzeiten auf VM-Ebene

Zu dieser differenzierten Funktionalität des neuen Betriebssystem-Release gehöre auch eine leistungsstarke Visualisierung an der Benutzeroberfläche, damit Administratoren die Auswirkungen dieser Änderungen auf die Latenzzeiten auf VM-Ebene anzeigen können. Die Visualisierung zeige die gesamte Infrastruktur – einschließlich Latenzzeiten, die durch Host, Netzwerk, Speicherkonkurrenz und Drosselung anhand von Servicequalitäts-Richtlinien entstehen.

»VM Storage« ist laut Mahlmeister dafür prädestiniert, zu Verstopfungen mittels Latenzen im VMware-Umfeld zu führen. Viele Storage-Konkurrenten würden dieses Problem mit Flash angehen. »Aber dann beseitigt man nicht die Ursache des Engpassen, man kann also mit Flash wieder auf die Verstopfung der Leitung treffen«, sagt Mahlmeister. Deshalb also der QoS-Ansatz von Tintri auf VM-Level. »Unser Firmengründer hat ESX mitentwickelt, der weiß schon, wie man die VM-Storage-Verstopfung umgeht.«

Tintri unterstützt zwar ursprünglich in erster Linie VMs von Vmware-Umgebungen, aber seit einigen Monaten auch VMs von Microsoft Hyper-V und von Red Hat.

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