21.11.2016 (eh)
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Pure Storage ermöglicht kostenlose Upgrades auf NVMe-Flash

  • Inhalt dieses Artikels
  • NVMe löst den Bremsklotz der SATA-/SAS-Schnittstelle
  • Problemloses Aufrüsten mit dem »Evergreen Storage«-Programm von Pure Storage

Ab 2017 setzt Pure Storage voll auf den NVMe-Trend bei All-Flash-Arrays (Bild: Pure Storage)Ab 2017 setzt Pure Storage voll auf den NVMe-Trend bei All-Flash-Arrays (Bild: Pure Storage)Mit dem Upgrade-Programm »Evergreen Storage« ist der All-Flash-Spezialist Pure Storage schon seit rund drei Jahren dabei, die Storage-Branche umzukrempeln. Da sich nun die NVMe-Technologie langsam daran macht, die Flash-Storage-System zu erobern, erweitert Pure Storage nun sein Evergreen-Storage-Programm eben auf NVMe.

Doch was ist NVMe eigentlich? Es steht kurz für Non-Volatile Memory Express. Es ist ein Kommunikationsprotokoll zwischen Flash-Speicher und der CPU. NVMe ist also nicht ein neues Speichermedium, ndern räumt mit dem größten Problem bisheriger Flash-Medien auf: dem viel zu schmalen Bus. Herkömmliche SSDs verfügen entweder über einen SATA- oder einen SAS-Anschluss, beide bieten einen Datendurchsatz von maximal 6 bzw. 12 Gbit/s, also rein rechnerisch 768 MByte/s (landläufig und der Einfachheit halber auf 600 MByte/s reduziert).

NVMe löst den Bremsklotz der SATA-/SAS-Schnittstelle

Dieser Wert liegt jedoch weit unter den theoretisch machbaren Durchsätzen des Mediums und stellt damit einen erheblichen Flaschenhals dar. Denn die SATA- bzw. SAS-Schnittstelle spricht die SSD wie eine Festplatte an – und dieser Festplatten-Befehls-Overhead im SATA-/SAS-Stack bremst ungemein. Das neue Kommunikationsprotokoll NVMe ermöglicht dagegen die parallele Nutzung einer Unmenge an Verbindungen – 64.000 parallele Queues über einen seriellen Kanal! Dies wird bei zukünftigen Entwicklungen wie Multi-Core-CPUs und Super-Dense-SSDs eine wichtige Rolle spielen. Hinter NVMe steht bereits das Gros der Flash-Branche, und natürlich auch Intel als CPU-Dominator. SSD-Hersteller wie Samsung, Toshiba und Micron Technology haben die Produktion von NVMe-Flash-Medien angekündigt, oder fahren gerade die Produktion hoch.

Pure Storage setzt in seinen »FlashArray//M«-Arrays bereits jetzt NVMe-NV-RAM-Module sozusagen als Cache für die »normalen« Flash-Speichermodule ein. Doch der nächste Flash-Turbo wird erst gezündet, wenn auch die Flash-Speichermodule nicht mehr mit SAS oder SATA ausgestattet sind, sondern eben mit NVMe.

Problemloses Aufrüsten mit dem »Evergreen Storage«-Programm von Pure Storage

Pure Storage betont nun, dass Kunden, die seit Anfang November ein »FlashArray//M«-Array gekauft haben, dieses im Rahmen des Evergreen-Storage-Programms demnächst kostenlos auf ein NVMe-Array aufrüsten können – sobald dieses natürlich seitens Pure Storage zur Verfügung steht. Laut der NVMe-Ready-Garantie dürfte dies voraussichtlich im Jahr 2017 soweit sein.

»Unsere Systeme haben bereits heute das NVMe-Protokoll integriert«, erläutert Markus Grau, Principal Systems Engineer EMEA – Central Region von Pure Storage, im Hintergrundgespräch mit speicherguide.de. »Auch die entspechende Schnittstelle ist bereits vorhanden. Der Technologiewechsel ist also bereits für unsere Kunden eingeplant, und problemlos machbar.« Es sei »die letzte technologische Altlast« aus den Festplatten-Array-Zeiten, die nun mit NVMe »über Board gekippt« wird.

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