20.11.2018 (kfr)
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Pure Cloud Data Services verbindet On-Premises-Speicher und AWS

  • Inhalt dieses Artikels
  • Flash-to-Flash-to-Cloud: Backup/Recovery neu gedacht
  • Flexible Datenverfügbarkeit durch hybride Infrastrukturen
  • Cloud und On-Premises über eine einheitliche Speicherarchitektur

Pure Cloud Data Services verbindet On-Premises-Speicher und AWS (Grafik: Pure Storage).Pure Cloud Data Services verbindet On-Premises-Speicher und AWSPure Storage kündigt mit den Cloud Data Services drei neue Cloud-Angebote an, die im ersten Schritt für den Einsatz mit Amazon Web Services (AWS) konzipiert sind. Vereinfacht gesagt, ist es das Ziel, eine hybride Cloud-Architektur einfacher zu nutzen. Für Unternehmen und Nutzer soll es in der Praxis unerheblich sein, ob Daten und Anwendungen lokal vorgehalten werden, oder über die Cloud. Pure-Kunden können künftig ihren Cloud-Speicher wie ihren lokalen Pure-Storage ansprechen. Zu Pures Cloud-Data-Services gehöre derzeit:

Cloud Block Store for AWS: Darunter versteht sich ein Enterprise-Blockspeicher, der nativ in AWS läuft. »Cloud Block Store wurde entwickelt für die reibungslose Ausführung geschäftskritischer Anwendungen in der Cloud und ermöglicht eine hybride Mobilität sowie neue Speicherdienste für Webscale-Anwendungen«, erklärt Güner Aksoy, Regional Sales Director Central Europe bei Pure, gegenüber speicherguide.de.

CloudSnap for AWS, steht für einen Cloud-basierten Datenschutz, der direkt in Pures FlashArray integriert wurde. »Cloudsnap ermöglicht es, FlashArray-Snapshots einfach an Amazon Simple Storage Service (S3) zu senden, was eine kostengünstige Sicherung in der Cloud sowie eine flexible Wiederherstellung sowohl vor Ort als auch in der Cloud ermöglicht«, erläutert Pure's Principal Systems Engineer Markus Grau.

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Flash-to-Flash-to-Cloud: Backup/Recovery neu gedacht

StorReduce: Cloud-native Deduplizierungs-Technologie, die für ein möglichst schnelles und kostengünstiges Cloud-Backup zu AWS-S3-Storage sorgen soll, und dies in Verbindung mit On-Premises-Flash-Speicher für eine schnelle Wiederherstellung der Daten.

Güner Aksoy, Pure Storage (Bild: speicherguide.de)Güner Aksoy, PureLetztgenanntes resultiert aus der jüngsten Übernahme von StorReduce. Damit kann Pure nun eine Deduplizierungs-Engine für Objektspeicher zur Verfügung stellen. Für den Hersteller entsteht hier künftig ein neuer Data-Protection-Ansatz. »Unternehmen können damit Purpose-Built Backup-Appliances (PBBA) durch Flash ersetzen«, argumentiert Aksoy. Auch wenn Flash als Backup-Medium noch als abwegig klinge, sei dies die Zukunft. Vor allem eine schnelle Wiederherstellung sei hier der entscheidende Punkt. »Viele Unternehmen stellen sich im Zuge der GDPR/DSGVO neu auf bzw. sind gezwungen neue Compliance-Anforderungen zu erfüllen«, erklärt Aksoy. »Diese neue Backup-Architektur – Flash-to-Flash-to-Cloud – modernisiert Backup- und Recovery-Prozesse, indem sie Flash und die Public-Cloud nutzt.« Dies ermögliche eine flexible Wiederverwendung von Backup-Daten mit den verschiedenen AWS-Diensten.

Flexible Datenverfügbarkeit durch hybride Infrastrukturen

Die Mobilität von Unternehmensanwendungen in Verbindung mit neuen Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Maschinelles Lernen (ML) und Deep Analytics hat die strategische Bedeutung der Infrastruktur exponentiell erhöht. Anwendungen aller Art, egal ob herkömmlich oder neuartig, erfordern flexible, ortsunabhängige Datenverfügbarkeit, was sich nachhaltig auf die Infrastruktur auswirken sollte. Moderne Firmen benötigen Echtzeitzugriff auf alle Daten, was bedeutet, dass Anwendungen frei zwischen lokalen Standorten und der Cloud wechseln können. In der Vergangenheit war ein Mangel an zweckmäßigen, strategischen Integrationen zwischen Vor-Ort-Speicher und der Cloud ein entscheidender Bremsklotz für Anwendungsmobilität.

»Heute gibt es eine Art Cloud-Kluft: Die Cloud ist nicht speziell für Unternehmensanwendungen konzipiert, und die Unternehmensinfrastruktur ist nicht so benutzerfreundlich wie die Cloud«, sagt Charles Giancarlo, Chairman und CEO von Pure. »Kunden sollten in der Lage sein, Infrastrukturentscheidungen auf der Grundlage dessen zu treffen, was für ihre Umgebung am besten ist, und nicht danach, was die Technologie leisten kann oder wo sie residiert. Die heutige Ankündigung erweitert die datenzentrische Architektur von Pure auf die Cloud und ermöglicht es unseren Kunden, hybride Anwendungen zu entwickeln, die echte Mobilität und Freiheit bieten.«

Die Kundennachfrage zeige laut Pure deutlich, dass eine einheitliche Hybrid-Cloud-Architektur das beste Modell ist, um dem modernen Unternehmen Agilität zu verleihen. »Heutzutage sind Unternehmen allzu oft gezwungen, zwischen On-Premises oder Cloud zu wählen, während der beste Weg zu Innovation und operativer Effektivität von einer hybriden Strategie ausgeht, einer Architektur, die den Zugriff auf alle Clouds ermöglicht«, sagt Aksoy. »Nichts ist für das Hybridmodell wichtiger als die richtige Datenstrategie, denn Daten sind der Schlüssel zu effizienter Entwicklung und Anwendungsmobilität. Wir vereinheitlichen die Cloud und liefern gemeinsame Datenservices für lokale und Cloud-Anwendungen.« Dies ermögliche konsistente Speicherfunktionen, APIs und Ausfallsicherheit, sodass Anwendungen einmal erstellt und überall ausgeführt werden können.

Cloud und On-Premises über eine einheitliche Speicherarchitektur

»Wir unterstützen Kunden bei der Umsetzung ihrer Cloud-Vision auf dreierlei Weise«, erklärt Pure-Manager Grau, »Beim Aufbau von Clouds, wenn Hybrid-Anwendungen überall ausgeführt und Datensicherungen standortunabhängig bereitgestellt werden sollen.« Kunden können nicht nur Anwendungen in lokalen oder gehosteten Umgebungen ausführen, sondern auch nahtlos auf Pure in AWS. Einmal erstellte Anwendungen sollen sich damit praktisch überall ausführen lassen.

»Hybrid-Anwendungen bieten uns den Vorteil, erstklassige Funktionen zu nutzen, die von der Cloud bereitgestellt werden«, sagt Pure-Kunde Pete Petersen, CTO & CISO bei Causeway Capital. »Die heutige Landschaft ist wettbewerbsintensiv. Wir können es uns einfach nicht leisten, unsere Innovationen nur auf lokale Standorte oder die Cloud zu beschränken. Jetzt können unsere Anwendungsentwickler eine einzige Speicher-API und Speicherplattform nutzen.«

Während Cloudsnap ab sofort erhältlich ist, wird Cloud-Block-Store erst ab Mitte 2019 verfügbar sein. Aktuell läuft eine limitierte aber öffentliche Beta-Phase. Interessenten können sich hier anmelden. Dies gilt auch für Storreduce, das ebenfalls zuerst als Beta-Version ausprobiert werden kann (Anmeldung hier). Die allgemeine Verfügbarkeit ist laut Pure für das erste Halbjahr 2019 geplant.

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