09.08.2016 (eh)
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Mit neuen Kaspersky-Paketen gerüstet gegen Ransomware & Co

  • Inhalt dieses Artikels
  • »Software Updater« sorgt für aktuellste Anwendungsprogramme
  • »Software Cleaner« weist u.a. auf Programme hin, die ohne Wissen der Anwender installiert wurden

Die 2017er Produktgeneration von Kaspersky: vom Antivirus-Basisschutz bis zur umfassenden Internet-Sicherheit (Bild: Kaspersky Lab)Die 2017er Produktgeneration von Kaspersky: vom Antivirus-Basisschutz bis zur umfassenden Internet-Sicherheit (Bild: Kaspersky Lab)Bei dem Antiviren-Spezialisten Kaspersky Lab stehen die neuesten Versionen seiner Heimanwenderprodukte unmittelbar vor der Veröffentlichung. Ab dem 7. September 2016 sind die aktualisierten Releases »Kaspersky Anti-Virus 2017«, »Kaspersky Internet Security 2017« und »Kaspersky Total Security 2017« in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Die beiden Flaggschifflösungen sind konzipiert für universellen und einfach zu verwaltenden Premiumschutz für Anwender von Windows, Mac und Android. Schützen sollen sie vor aktuellen Schädlingen wie Viren, Trojanern, Spy- und Ransomware, sowie vor gefährlichen Internetseiten, Online-Tracking, Cyberbetrug und Gelddiebstahl.

Der Basisschutz Anti-Virus 2017 ist nicht für Mac-Anwender verfügbar. Für iOS-Anwender ist das Angebot ebenfalls magerer als für Android, erlaubt doch Apple keine Antiviren-Software für iOS. Aber auf iOS wäre ein Antiviren-Paket ohnehin fast überflüssig, da rund 99 Prozent der mobilen Malware eh nur auf Android zielt.

Neu für Windows-basierte Geräte ist die Funktion »Sichere Verbindung«, mit der Daten der Anwender nicht über unsichere Internetverbindungen abgefangen werden können. Dies ist vor allem bei Online-Banking oder -Shopping, bei der Autorisierung gegenüber Internetdiensten und für die Übertragung vertraulicher Daten wichtig, weil hier das Abfangen des Datenstroms durch Unbefugte größere Schäden bis hin zum Geldverlust verursachen kann. Da viele Anwender unterwegs auch unsichere WLAN-Netze nutzen, zeigt sich der Vorteil dieser Funktion besonders außerhalb geschützter Netzwerke.

»Software Updater« sorgt für aktuellste Anwendungsprogramme

Die Preisstaffelungen in Euro für die neuen 2017er Kaspersky-Heimanwenderversionen (Bild: Kaspersky Lab)Die Preisstaffelungen in Euro für die neuen 2017er Kaspersky-Heimanwenderversionen (Bild: Kaspersky Lab)Neu ist auch die Funktion »Software Updater«. Hintergrund ist, dass ein üblicher Verbreitungsweg von Malware die Software-Schwachstellen der auf einem Gerät installierten Anwendungsprogramme sind. Zwar aktualisieren die Anbieter ihre Produkte regelmäßig, doch nicht alle Anwender haben die neuen Versionen auf ihrem Rechner.

Der Software-Updater kann automatisch alle veralteten Anwendungsprogramme finden und installiert nach Zustimmung des Anwenders deren neueste Versionen. Bei Bedarf können Nutzer bestimmte Anwendungen weiterhin auch manuell aktualisieren. Außerdem können Anwendungen festgelegt werden, für die keine Aktualisierungen vorgenommen werden.

»Software Cleaner« weist u.a. auf Programme hin, die ohne Wissen der Anwender installiert wurden

Ganz neu ist auch die Funktion »Software Cleaner«. Hier ist der Hintergrung, dass nach einer Untersuchung von Kaspersky Lab 37 Prozent der Anwender viele Programme auf ihren Geräten haben, die gar nicht genutzt werden. Das belastet nicht nur die Speicherkapazität, sondern gibt Cyberkriminellen zusätzliche Möglichkeiten, in das System einzudringen. Der Software-Cleaner überprüft alle installierten Programme und markiert die gegebenenfalls riskanten Applikationen.

Besonders hilfreich dürfte dabei auch sein, dass die Funktion daneben über Programme informiert, die ohne Wissen oder explizite Zustimmung der Anwender installiert wurden, zum Beispiel zusätzliche Software bei der Installation anderer Anwendungen. Außerdem wird den Nutzern mitgeteilt, ob bestimmte Programme die Leistung des Rechners negativ beeinflussen, unvollständige oder falsche Informationen über ihre Funktionalität geben, im Hintergrundmodus arbeiten, unberechtigt Banner oder Meldungsfenster (zum Beispiel zu Werbezwecken) anzeigen, oder gar nicht genutzt werden.

Die Endkundenpreise der neuen Versionen reichen von 29,95 Euro (Anti-Virus 2017, Einplatzlizenz) bis 99,95 Euro (Total Security 2017, Fünfplatzlizenz). Preisbeispiele für die Schweiz: 52 Schweizer Franken kostet die Einzelplatzlizenz für Internet Security 2017 bzw. 91 Schweizer Franken sind für Total Security 2017 Dreiplatzlizenz zu berappen.

Exklusives Video-Interview mit Holger Suhl von Kaspersky

Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab, im speicherguide.de-Video-Interview (Bild: speicherguide.de)Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab, im speicherguide.de-Video-Interview (Bild: speicherguide.de)»Für Kaspersky Lab ist IT-Sicherheit nicht nur eine Frage der Effektivität unserer Sicherheitslösungen. Entscheidend ist auch das vorhandene Cybersicherheitsbewusstsein der Anwender«, erklärt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. »Sicherheitsbewusste Anwender nutzen das Internet sorgfältiger und aufmerksamer. Sie sind eher bereit, für ihre Sicherheit die neuesten Technologien einzusetzen. So schützen sie das, was ihnen am wichtigsten ist: ihre persönlichen Daten, ihre Privatsphäre, ihre Geräte und ihre Familienmitglieder. All diese Cyberschutzmöglichkeiten wollen wir mit den neuen Versionen unserer Lösungen anbieten.«

Exklusiv für speicherguide.de-Leser hat uns Holger Suhl im Rahmen eines Video-Interviews die neuen Features noch etwas ausführlicher erklärt. Suhl weist auch darauf hin, dass es in »Total Security 2017« noch eine Backup-Funktion gibt, um für den schlimmsten Fall einer Verschlüsselung durch Ransomware gerüstet zu sein.


Video-Interview mit Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab

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