11.03.2014 (eh)
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Kaum Unterschiede: HPI verglich Cloud-Storage-Anbieter

  • Inhalt dieses Artikels
  • Großes Problem: Was passiert bei Insolvenz des Cloud-Storage-Providers?
  • Größere Unterschiede bei den Zeiten für die Antwort auf eine Anfrage
Cloud-Storage-Anbieter im Vergleich: Lösung für Insolvenzfall hat keiner (Quelle: HPI Hasso-Plattner-Institut)
Cloud-Storage-Anbieter im Vergleich: Lösung für Insolvenzfall hat keiner (Quelle: HPI Hasso-Plattner-Institut)
Cloud-Computing nebst »Datability« ist eines der ganz großen Themen auf der derzeit laufenden CeBIT in Hannover. Doch welcher Cloud-Storage-Anbieter ist am besten für die Ansprüche von Unternehmen geeignet? Dies untersuchte das Hasso-Plattner-Institut (HPI) letztes Jahr, und legt nun die Ergebnisse vor. Die Potsdamer Informatikwissenschaftler verglichen etablierte Cloud-Storage-Provider wie Amazon S3, Google Cloud Storage, Microsoft Windows Azure BLOB Storage, HP Cloud Object Storage und Rackspace Cloud Files.

Interessant dabei: Keiner dieser Anbieter könne pauschal als der für alle Einsatzmöglichkeiten am besten geeignete identifiziert werden, heißt es in dem Technischen Bericht Nr. 84 (ISBN 978-3-86956-274-2, Universitätsverlag Potsdam) des HPI. Die Wahl des Dienstes sei stark von dem Standort und den spezifischen Bedürfnissen des Nutzers abhängig. Eine sichere Speicherung großer Mengen ist jedoch allen gemein.

Großes Problem: Was passiert bei Insolvenz des Cloud-Storage-Providers?

In seinem Technischen Bericht macht das HPI unter anderem darauf aufmerksam, das bei keinem der Anbieter vertraglich geregelt sei, was im Fall der Insolvenz des Providers mit den Daten geschehe. Das ist insofern bemerkenswert, da in die HPI-Untersuchung noch der Anbieter »Nirvanix Public Cloud Storage« einbezogen wurde, der mit 99,999 Prozent die höchste Verfügbarkeit garantierte. Allerdings meldete Nirvanix im Herbst 2013 überraschend Insolvenz an. (Das HPI hat die entsprechenden Untersuchungsreihen von November 2012 bis Juli 2013 durchgeführt.

Beim Aspekt Sicherheit weisen die Potsdamer Wissenschaftler darauf hin, dass Google und Rackspace im Gegensatz zu allen anderen untersuchten Anbietern nach Vertragsende keinen Zugriff auf die Daten erlauben und auch keine Verschlüsselung der Daten selbst anbieten.

Größere Unterschiede bei den Zeiten für die Antwort auf eine Anfrage

Die Kosten pro GByte und Monat liegen nach dem Bericht bei den allermeisten Anbietern zwischen 0,04 und 0,09 US-Dollar, je nach Speicher-Menge und -Standort. Bei der Untersuchung der Leistungsfähigkeit gab es nach Angaben des Instituts große Unterschiede bei den Zeiten für die Antwort auf eine Anfrage und für das Herunter- und Hochladen von Daten. Der 84-seitige Technische Bericht enthält dazu eine Reihe von Tabellen und Diagrammen.

Die ausgewählten Anbieter weisen alle eine eigene physikalische Infrastruktur auf. Diese Basic-Storage-Provider kommen für die Einsatzszenarien Primärspeicher, Backup, Archiv und Content-Delivery in Frage. Die Kriterien, welche die HPI-Wissenschaftler bei der objektiven Gegenüberstellung anlegten, stammen aus den Bereichen Recht, Sicherheit, Verfügbarkeit, Kosten, Zertifikate, genutzte Standards, Zugriffsmöglichkeiten und Leistungsfähigkeit.

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