it-sa 2026: Über 1.000 Aussteller und 430 Fachsessions

it-sa 2026: Über 1.000 Aussteller und 430 FachsessionsVom 27. bis 29. Oktober trifft sich die IT-Sicherheitsbranche in Nürnberg. Die it-sa 2026 erwartet erstmals mehr als 1.000 Aussteller; fünf Hallen sind ausgebucht. Rund 430 Sessions in sechs offenen Foren behandeln KI, Identitätsschutz, Cyberabwehr und regulatorische Anforderungen. Auch Krisenmanagement steht auf dem Programm.

Für IT-Verantwortliche geht es bei der it-sa 2026 vor allem um konkrete Sicherheitsfragen: Wie lassen sich digitale Identitäten schützen, Angriffe erkennen und Cybervorfälle bewältigen? Die Messe verbindet dazu die Ausstellung mit Fachvorträgen über Security Operations, KI, Resilienz und Regulierung.

Die 17. it-sa Expo&Congress findet vom 27. bis 29. Oktober 2026 in Nürnberg statt. Laut Veranstalter werden erstmals mehr als 1.000 Aussteller erwartet, nach 993 im Vorjahr. Mit der fünften Halle ist die Messefläche gewachsen. Alle fünf Hallen sind nach Angaben der NürnbergMesse ausgebucht. Rund 30 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland.

Im vergangenen Jahr kamen laut Veranstalter 28.267 Fachbesucher aus 65 Ländern. Nach seinen Angaben waren 82 Prozent an Investitions- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt oder entschieden selbst. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt übernimmt 2026 die Schirmherrschaft.

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Sechs Foren behandeln KI, Cyberabwehr und Regulierung

Zum Rahmenprogramm gehören rund 430 Sessions in sechs offenen Foren. Vorgesehen sind Fachvorträge, Praxisberichte und Diskussionen über Identitätsmanagement, Angriffserkennung, Security Operations, Awareness und den Umgang mit regulatorischen Vorgaben. Auch der Schutz kritischer Infrastrukturen und digitale Souveränität zählen zu den Themen.

»Cybersicherheit ist heute kein Spezialthema einzelner IT-Abteilungen mehr«, erklärt Thimo Holst, Head of Brand Strategy der it-sa. »Wir zeigen welche strategische Bedeutung Cybersicherheit heute für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft hat und unterstreicht die Rolle Europas als Innovations- und Wirtschaftsraum für digitale Sicherheit. Die it-sa bringt die relevanten Akteure zusammen und schafft den Rahmen für den Austausch, aus dem neue Ideen, Partnerschaften und Lösungen entstehen.«

Neben Anbieterpräsentationen sind produktneutrale Beiträge unter der Bezeichnung it-sa insights geplant. Ein Panel von Women4Cyber Germany behandelt am 28. Oktober, wie KI sowohl Angreifer als auch Verteidiger unterstützt.

Cyberangriff als Entscheidungssimulation

Bei der »Cyber Incident Simulation« am 29. Oktober im Forum D in Halle 7 schlüpfen die Teilnehmenden in die Rolle einer Geschäftsleitung während eines Cyberangriffs. Prof. Dr. Marco Gercke vom Cybercrime Research Institute leitet die Simulation. Unter Zeitdruck treffen die Teilnehmenden Entscheidungen, die den Verlauf des Szenarios verändern.

Dabei geht es um die Zusammenarbeit zwischen IT-Sicherheit und Management. Im Ernstfall müssen Unternehmen technische Maßnahmen, Zuständigkeiten und Prioritäten schnell abstimmen.

Vorträge vor Ort und ausgewählte Inhalte online

Weitere Programmpunkte sind die Startup-Flächen in den Hallen 6 und 8 und die Verleihung des ATHENE Startup Award am 28. Oktober. Ausgewählte Inhalte sind über it-sa@home auch digital zugänglich. Der Digital Guide hilft bei der Planung mit Hallenplan, Ausstellerübersicht und Programm.

it-sa 2026: Aussteller und ihre Messethemen

Acronis: Cyber Protection für IT und OT

Acronis zeigt Lösungen für den Schutz von IT- und OT-Systemen. Cyber Protect Cloud verbindet laut Anbieter Backup, Cybersecurity, Disaster Recovery und Endpoint-Management. Cyber Frame richtet sich an Service-Provider, die eigene Cloud-Dienste anbieten. Weitere Themen sind Backups für Produktionssysteme und der Umgang mit nicht genehmigter generativer KI. MSPs sollen solche Anwendungen erkennen und sensible Daten besser schützen können. Am Stand sind Live-Demos und Gespräche über Automatisierung und Datensouveränität geplant.
Acronis – Halle 9, Stand 510

Beyondtrust: Privilegierte Zugriffe und Identitäten

Bei BeyondTrust stehen Identitätssicherheit und privilegierte Zugriffe im Mittelpunkt. Dazu gehören auch maschinelle Identitäten und KI-Agenten. Geplant sind Fachvorträge über sicheren Fernzugriff auf industrielle OT-Systeme, die Übersicht über Identitäten und typische Angriffswege. IT-Verantwortliche können am Stand besprechen, wie sich administrative Rechte begrenzen, Zugriffe überwachen und Risiken in der Identitätsinfrastruktur erkennen lassen.
Beyondtrust – Halle 9, Stand 328

Claroty: Schutz cyber-physischer Systeme

Claroty konzentriert sich auf cyber-physische Systeme. Dazu zählen Industrieanlagen, vernetzte Gebäudetechnik, medizinische Geräte und Rechenzentrumskomponenten wie Kühlung und unterbrechungsfreie Stromversorgung. xDome soll solche Systeme erfassen, Schwachstellen sichtbar machen und Risiken anhand ihrer möglichen Folgen priorisieren. Auch der Cyber Resilience Act und Software-Stücklisten (SBOM) sind Themen. Der Stand ist für Betreiber interessant, die IT-, OT- und IoT-Systeme gemeinsam absichern müssen.
Claroty – Halle 7, Stand 7-538

Commvault: Backup und Recovery für KI-Agenten

Commvault zeigt neue Ansätze zur Sicherung lokal genutzter KI-Werkzeuge. Geplant sind Funktionen, die Konfigurationen, Prompt-Bibliotheken und weitere lokale Daten von Claude Cowork, Claude Code und OpenClaw auf verwalteten Endgeräten erkennen, sichern und wiederherstellen sollen. IT-Teams sollen damit auch nicht genehmigte KI-Anwendungen besser erkennen. Die Erkennung der ChatGPT-Desktop-App ist laut Anbieter bereits verfügbar. Weitere Funktionen sollen in den kommenden Monaten folgen. Das Thema betrifft Backup, Endpoint-Schutz und KI-Governance.
Commvault – Halle 6, Stand 6-125

Fast LTA: Lokale KI-Agenten mit Silent AI Pro

FAST LTA zeigt mit Silent AI Pro eine KI-Arbeitsumgebung für das eigene Rechenzentrum. Die Appliance verbindet semantische Suche mit Projekten, wiederverwendbaren Skills und Agenten. Diese sollen auch mehrstufige Aufgaben übernehmen. Antworten enthalten nach Anbieterangaben Quellenverweise; bestehende Zugriffsrechte werden übernommen. Das System lässt sich ohne Cloud-Verbindung betreiben. Außerdem sind Silent Bricks für Backup und Recovery sowie Silent Cubes für die WORM-Archivierung zu sehen.
Fast LTA – Halle 8, Stand 8-308

Intrafind: Generative KI mit Zugriffskontrolle

IntraFind zeigt generative KI für den Zugriff auf internes Unternehmenswissen. Die Software soll vorhandene Berechtigungen beachten. iFinder durchsucht verteilte Datenbestände, iAssistant erstellt Antworten per Retrieval Augmented Generation (RAG) mit Quellenangaben und iHub bindet KI in Arbeitsabläufe ein. Die Systeme lassen sich laut Anbieter lokal, hybrid oder in souveränen Cloud-Umgebungen betreiben. Das ist vor allem für Behörden und Unternehmen mit sensiblen Dokumenten interessant.
Intrafind – Halle 7, Stand 7-456

Novastor: Backup für Proxmox und Hyper-V

Bei NovaStor steht DataCenter 11 im Mittelpunkt. Die neue Version der Backup- und Restore-Software soll Proxmox VE nativ unterstützen, einschließlich der Wiederherstellung einzelner Dateien. Dazu kommen Instant Restore für Hyper-V und deduplizierte Exchange-Backups. Für Managed-Service-Provider (MSP) und Systemhäuser sind Funktionen zur Betreuung mehrerer Kundenumgebungen vorgesehen. Interessant ist der Stand vor allem für IT-Teams, die unterschiedliche virtuelle Maschinen und Anwendungen mit begrenzten Ressourcen sichern müssen.
Novastor – Halle 7, Stand 7-140

Sysob: Security-Portfolio für Systemhäuser

Der Distributor sysob versammelt 17 Hersteller- und Vertriebspartner. Zu sehen sind Lösungen für Multi-Faktor-Authentifizierung, Identitätsmanagement, Firewalls, Endpoint- und E-Mail-Sicherheit sowie Managed File Transfer und KI-Governance. Auch Infrastruktur und Storage sind vertreten, etwa mit Infinidat. Netwrix, Stormshield und Clavister haben eigene Präsentationsbereiche. Systemhäuser und Reseller können Produkte vergleichen und über NIS-2, digitale Souveränität und konkrete Kundenprojekte sprechen.
Sysob – Halle 7, Stand 512