25.05.2016 (eh)
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EMC bekämpft Kopien-Wildwuchs mit »Copy Data Management«

  • Inhalt dieses Artikels
  • EMC will endlich den Kopien-Wildwuchs eindämmen
  • »Copy Data Management« findet überflüssige Kopien
  • EMC ergänzt Copy-Data-Management um »Enterprise Copy Data Analytics« (eCDA)

Einordnung der Copy-Data-Management-Lösungen von EMC (Bild: EMC)Einordnung der Copy-Data-Management-Lösungen von EMC (Bild: EMC)Mit »Enterprise Copy Data Management« (eCDM) nimmt sich EMC nun den Copy-Management-Markt vor. Auf diesem Marktsegment haben sich bislang nur Firmen wie Actifio und Catalogic Software getummelt, wobei eine nennenswerte Marktbedeutung eigentlich nur dem Softwarehaus Actifio mit ihrer Philosophie der »goldenen Kopie« zukommt. Aber die Marktnachfrage steigt offensichtlich, und so erkennen nun auch etablierte Storage-Anbieter wie EMC das Potenzial hinter dem Problem der oft unzähligen Kopien von einer einzigen Datei in einem Unternehmen.

Auch wenn sich EMC diesem Problem jetzt annimmt muss man dies vor dem Hintergrund bedenken, dass Storage-Spezialisten – wie eben EMC – bislang gut davon lebten, sich dem Problem nicht anzunehmen. Denn die Masse der ausufernden Kopien einer einzigen Datei in den Unternehmen belegte auf jeden Fall teuren Speicherplatz in den Speicher-Arrays. Alle Storage-Verwaltungs-Tools nahmen sich dem Verwalten der Datenmengen an – aber nicht dem Reduzieren der mehrfach vorhandenen Kopien. Deswegen auch der Siegeszug eines Softwarehauses wie Actifio.

EMC will endlich den Kopien-Wildwuchs eindämmen

Die Schmerzpunkte der Anwender beim Copy-Data-Management (Bild(Quelle: EMC)Die Schmerzpunkte der Anwender beim Copy-Data-Management (Bild(Quelle: EMC)Doch wie kommt der Kopien-Wildwuchs zustande? Wichtige Geschäftsprozesse benötigen mehrere Kopien jeder Datenbank und der Anwendungsdaten für Aufgaben wie Entwicklung, Analyse, Betriebsabläufe und Datensicherheit. Zur Verbesserung der organisatorischen Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit ist »mehr immer besser«: mehr Kopien in häufigeren Abständen und mehr betrieblicher Selfservice in allen Prozesszyklen.

EMC sieht eCDM als eine Erweiterung ihres Copy-Data-Management-Portfolios an. Die Anwendungen dieses Portfolios soll nun Anwender endlich dabei unterstützen, das Entstehen von Daten-Bergen zu verhindern und die Kosten für das Speichern und Verwalten mehrerer Kopien reduzieren. eCDM soll Anwender aus Großunternehmen befähigen, Speicher- und Sicherheits-Strategien um Discovery-, Automations- und Optimierungsroutinen für Datenkopien zu ergänzen.

»Copy Data Management« findet überflüssige Kopien

Beth Valen, SVP & GM, Data Protection & Availability Solutions, Core Technologies bei EMC, kündigt auf »EMC World 2016« die Copy-Data-Management-Lösungen an (Bild: speicherguide.de)Beth Valen, SVP & GM, Data Protection & Availability Solutions, Core Technologies bei EMC, kündigt auf »EMC World 2016« die Copy-Data-Management-Lösungen an (Bild: speicherguide.de)Die Anwendung, so versprach Beth Phalen, SVP & GM, Data Protection & Availability Solutions, Core Technologies bei EMC, gegenüber speicherguide.de kürzlich auf der »EMC World 2016« in Las Vegas, ermögliche einen konzernweiten Überblick über sämtliche Dateikopien: »Damit wird dann Monitoring und Management der Datenkopieren erheblich vereinfacht.« eCDM trage damit dazu bei, die Verschwendung zu begrenzen, die entsteht, wenn selten genutzte Kopien auf dem falschen Storage-Tier gespeichert werden. Zudem erleichtere die Lösung das Identifizieren und endgültige Löschen nicht mehr benötigter Kopien.

Recherchen der Marktforscher von IDC zufolge entfallen auf überflüssige Kopien rund 45 bis 60 Prozent des Speicherplatzes in Unternehmen. In einer Umfrage hätten 82 Prozent der Befragten eingeräumt, dass von einer einzigen Datei bis zu zehn und mehr Kopien im Unternehmen existierten. »Die Datenkopiererei läuft bei den Unternehmen aus dem Ruder«, erklärt Beth Phalen.

EMC ergänzt Copy-Data-Management um »Enterprise Copy Data Analytics« (eCDA)

Datenkopien laufen in den Unternehmen aus dem Ruder (Bild: EMC/speicherguide.de)Datenkopien laufen in den Unternehmen aus dem Ruder (Bild: EMC/speicherguide.de)Neben eCDM gibt es auch noch »Enterprise Copy Data Analytics« (eCDA); dies erlaubt Analysen der Enterprise-Klasse, die nützlichen Überblick über die Unternehmensdaten geben und zeitnahe Entscheidungen ermöglichen soll. Beth Phalen sieht in eCDA in Kombination mit eCDM denn auch das wichtigste Unterscheidungsmerkmal gegenüber der Actifio-Lösung: »Da sind wir disruptiv.«

Weiterhin verfügbar in der Familie ist »Integrated Copy Data Management« (iCDM); dies ist eine Art Einstiegs-CDM, das effizientes Kopieren und Copy-Management erlaubt. iCDM ist bereits mit den XtremIO-Lösungen von ECM verfügbar. XtremIO darf hier durchaus als Vorreiter für das iCDM-Konzept angesehen werden. Die Fähigkeit, sowohl Primärdaten als auch die zugehörigen Kopien auf demselben Scale-out-All-Flash-Array zu konsolidieren, bietet eine außergewöhnliche Flexibilität und Effizienz.

eCDM und eCDA sollen in der Version 1.0 auf den Systemen VMAX, XtremIO und Data Domain unterstützt werden. Weitere Systeme sollen später dazu kommen. Noch ist nicht sicher, wann die Lösungen allgemein verfügbar sind. Auf der EMC World wurde meistens »in ca. einem halben Jahr« genannt. Und auch mögliche Preise werden noch nicht kommuniziert. »Stay tuned« (Bleiben Sie dran), meinte Beth Phalen vielsagend zum Preisthema.

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