28.06.2016 (eh)
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Docker auf Bare-Metal-Server mit EMC {code}-Treiber möglich

  • Inhalt dieses Artikels
  • Serververkabelung kann nun voll automatisiert ablaufen
  • Container spielen bei Cloud-native-Apps eine Schlüssel-Rolle

Der Storage-Marktführer EMC engagiert sich schon seit längerem auch bei Open-Source-Projekten, eines davon nennt sich »EMC {code}«. Aus diesem Projekt heraus hat EMC einen neuen Maschinentreiber für die Hardware-Management- und Orchestrierungs-Plattform »RackHD« entwickelt; mit diesem Treiber können Entwickler Docker-Lösungen unmittelbar auf beliebigen, per RackHD verwalteten Hardware-Servern (»Bare Metal«) bereitstellen.

Der »RackHD Docker Machine Driver« genannte Treiber verbindet sich mit Docker Machine und ermöglicht so die Nutzung der Server über die Docker-Engine oder aus anderen Docker-Lösungen heraus. Das wiederum mache das schnelle und einfache Bereitstellen von Container-Anwendungen auf physikalischer Hardware möglich, ohne dass diese zuvor per Hypervisor oder einem Betriebssystem vorbereitet werden muss – ein Vorgehen, das von Docker selbst bisher so laut EMC nicht unterstützt wird.

Der EMC {code}-Treiber unterscheidet sich von anderen Treibern vor allem dadurch, dass er die Bereitstellung auf beliebiger Hardware beschleunigt. Bisherige Treiber unterstützen meist entweder nur Bereitstellungen auf virtuellen Maschinen oder auf ganz bestimmter, meist proprietärer Hardware. Hierfür nutzt der RackHD Machine Driver die Management- und Orchestration-Features von RackHD sowie deren offene Schnittstellen.

Serververkabelung kann nun voll automatisiert ablaufen

Für Systemadministratoren bedeutet dies, dass nun nach der Verkabelung des Servers (Strom und Netzwerk) alle weiteren Schritte voll automatisiert ablaufen. Das ermöglicht es Systemadministratoren und Entwicklern, die Vorteile von Container-Plattformen direkt auf Hardware nutzbar zu machen – ein weiterer Schritt auf dem Weg zum voll automatisierten Software-definierten Rechenzentrum mit herkömmlicher Hardware.

Die Nachfrage nach Container- und Anwendungsplattformen für die Unternehmens-IT wächst laut EMC beständig; im Zuge der Entwicklung neuer Verfahren wie etwa DevOps steigen aber auch die Anforderungen an Betriebsinfrastrukturen weiter an. Mit dem neuen Treiber können IT-Verantwortliche und Entwickler die Flexibilitätsvorteile von Docker nutzen, und den in Unternehmen üblichen Betriebsanforderungen entsprechen. EMC erwartet, dass dies den Treiber zu einer hervorragenden Grundlage für den Einsatz von Docker in Private- Clouds macht.

Container spielen bei Cloud-native-Apps eine Schlüssel-Rolle

»Container spielen gerade bei der Entwicklung von Cloud-native-Apps eine Schlüssel-Rolle. Und Open-Source-Projekte bilden für mich einen der zukunftsweisendsten Wege in der Software-Entwicklung«, sagt Matthias Zastrow, Senior Director Sales Strategy bei EMC Deutschland. »Mit dem neuen Treiber verbindet EMC {Code} beide Verfahren und zeigt so einmal mehr, welche Innovationen in der Unternehmens-IT möglich sind.«

EMCs Open-Source-Entwicklergruppe EMC {code} hat bereits eine Reihe anderer Anwendungen rund um Docker veröffentlicht, darunter REX-Ray, Polly und libStorage. Der neue RackHD Machine Driver ist bereits auf GitHub verfügbar.

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