12.10.2015 (eh)
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Bitkom-Leitfaden: Storage ist Energiefresser im Rechenzentrum

  • Inhalt dieses Artikels
  • Speichersysteme werden zum Energiefresser im Rechenzentrum
  • Smartphones, Big Data oder Cloud-Computing treiben Rechenzentren

Storage braucht mehr: Aufteilung des Stromverbrauchs eines typischen Rechenzentrums (ca. 1.000 m2 Rechenzentrumsflache) im Jahr 2008 und 2015 (Grafik/Quelle: Bitkom)Storage braucht mehr: Aufteilung des Stromverbrauchs eines typischen Rechenzentrums (ca. 1.000 m2 Rechenzentrumsflache) im Jahr 2008 und 2015 (Grafik/Quelle: Bitkom)Mit fortschreitender Digitalisierung wachsen auch die Datenmengen bzw. die erforderlichen Rechenzentrumskapazitäten – und damit auch der Energiebedarf. Laut Borderstep Institut hat sich die Zahl der physikalischen Server alleine in deutschen Rechenzentren zwischen 2010 und 2014 um zirka 50 Prozent auf 1,7 Millionen erhöht. Setzt sich der Trend fort, steigt die Zahl bis 2020 weiter um 35 Prozent auf rund 2,3 Millionen. Grund genug also für den Digitalverband Bitkom einen »Leitfaden Energieeffizienz in Rechenzentren« herauszubringen.

Wie können Rechenzentren möglichst leistungsfähig und dabei energieeffizient arbeiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Leitfadens. Denn der Energiebedarf der Server und Rechenzentren in Deutschland soll von rund zehn Milliarden Kilowattstunden (kWh) im Jahr 2014 auf rund 12 Milliarden kWh im Jahr 2020 steigen.

Speichersysteme werden zum Energiefresser im Rechenzentrum

»Große Rechenzentren verbrauchen viel Strom, meist im Megawatt-Bereich. Um die Umwelt zu schonen und die Kosten für die Betreiber überschaubar zu halten, müssen Rechenzentren effizient organisiert sein«, sagt Christian Herzog, Bereichsleiter IT-Infrastruktur beim Bitkom. Dabei biete der Bitkom-Leitfaden konkrete Hilfestellungen – etwa zum Energiemanagement oder zur Optimierung der IT-Hardware und Software sowie der Rechenzentrumsinfrastruktur.

Trotz steigender Rechenlast konnte der Energiebedarf der Rechenzentren mithilfe von Effizienzmaßnahmen bei IT-Hardware und Rechenzentrumsinfrastruktur in den vergangenen Jahren konstant gehalten werden. »Das zeigt, dass Effizienzbemühungen fruchten«, betont Herzog. Oft reichten schon einfache Maßnahmen, zum Beispiel die Messung und Auswertung des Verbrauchs, um gute Effekte zu erzielen. Eine interessante Verschiebung gab es aber innerhalb des Rechenzentrums: Speichersysteme beanspruchen mehr Energie – von neun Prozent Anteil in 2008 auf 22 Prozent in 2015 –, die Klimatisierung dagegen weniger, und zwar von 33 Prozent runter auf 22 Prozent im gleichen Zeitraum.

Smartphones, Big Data oder Cloud-Computing treiben Rechenzentren

Durch die zunehmende Nutzung von Smartphones, Technologien wie Big Data oder Cloud-Computing sowie neue Anwendungsbereiche von digitalen Technologien, etwa in der Industrie, werde es jedoch schwieriger, den Stromverbrauch konstant zu halten, so Herzog: »Deshalb braucht es kontinuierliche Anstrengungen, um größtmögliche Effizienz zu gewährleisten.

Der kostenlos abrufbare Leitfaden beschreibt den aktuellen Stand der Technik bei Infrastruktur, Rechnern, Speichern und Netzwerken, und gibt einen realistischen Überblick, mit welchen Maßnahmen welche Effizienzeffekte erreichbar sind.

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