26.02.2016 (eh)

 CeBIT:  Thomas-Krenn demonstriert brandneue Serverkühlung

  • Inhalt dieses Artikels
  • »Hot Fluid Computing« kühlt Serverkomponenten direkt dort, wo die Wärme entsteht
  • »Hot Fluid Computing« für Rechenzentren sowie für Stand-Alone-Servern etwa in Büros

»Hot Fluid Computing«-Logo (Bild: Thomas-Krenn)»Hot Fluid Computing«-Logo (Bild: Thomas-Krenn)Der deutsche Serverhersteller Thomas-Krenn gewann im Februar 2015 eine bundesweite Ausschreibung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Thema »Hot Fluid Computing – Hochtemperatur-Flüssigkeitsentwärmung für RZ-Serverkomponenten«, gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi). Der Prototyp des Systems, der eine ganz neue Datacenter-Art ermöglichen soll, wird auf der kommenden »CeBIT 2016« (14. bis 18. März 2016) an einem Gemeinschaftsstand vom BMWi und demonstriert.

Neue Kühltechnik ist vonnöten. Denn: Wäre das Internet ein Land, hätte es den sechsthöchsten Energieverbrauch des Planeten, so zumindest lautet eine Beispielrechnung von Greenpeace. Laut Untersuchungen des gemeinnützigen Borderstep Instituts wandelten 2014 deutsche Server und Rechenzentren insgesamt zehn TeraWattStunden elektrische Energie in Wärme um, soviel wie der Energieverbrauch von 2,3 Millionen Privathaushalten.

»Hot Fluid Computing« kühlt Serverkomponenten direkt dort, wo die Wärme entsteht

Mit dem neuen Verfahren zur Serverkühlung können einzelne Server-Systeme und ganze Rechenzentren wesentlich energieeffizienter und leiser werden als mit herkömmlicher Kühlungen. »Hot Fluid Computing« kühlt Serverkomponenten direkt dort, wo die Wärme entsteht. Das Flüssigkühlsystem wird mit der Gebäudetechnik integriert, sodass die Abwärme der Server nahezu vollständig beispielsweise zur Heizung oder Warmwasserbereitung nutzbar wird.

Der Aufwand für zusätzliche Kühlung oder Klimatisierung soll laut Thomas-Krenn ganz entfallen, oder soll sich zumindest drastisch reduzieren lassen. Klimatisierung und Kühlung sind derzeit für den größten Teil des Energieverbrauchs von Rechenzentren verantwortlich. »Hot Fluid Computing« kann somit doppelt zur Energieeinsparung beitragen: einerseits durch das Recycling der Server-Abwärme, und andererseits durch den Wegfall zusätzlicher Kühlung.

»Hot Fluid Computing« für Rechenzentren sowie für Stand-Alone-Servern etwa in Büros

Letzteres führe auch dazu, dass die Server vollkommen lautlos arbeiten und fehleranfällige mechanische Teile eingespart werden können. Das System eignet sich sowohl für den Einsatz in Rechenzentren als auch in Stand-Alone-Servern etwa in Büros.

Thomas-Krenn auf der CeBIT 2016:
Halle 6, Stand C38 (Gemeinschaftsstand des Bundeswirtschaftsministeriums, BMWi)

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