01.02.2016 (eh)
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 CeBIT:  Bei IBM gehts um Industrie 4.0, Big Data, Cloud, Security

  • Inhalt dieses Artikels
  • Bei IBM gehts um Industrie 4.0, Big Data, Cloud, Security
  • Cognitive-Computing: Was »denken« Sie darüber, Watson?
  • IBM Cloud: Be agile – be innovative – be mobile!
  • Big Data & Analytics: Datenauswertung neu gedacht
  • Mit IBM-Security Sicherheitsrisiken einen Schritt voraus
  • Vom Internet der Dinge bis Industrie 4.0
  • IBM-Infrastruktur für die Hybrid-Cloud

Impression von IBMs CeBIT-2015-Stand (Bild: IBM)Impression von IBMs CeBIT-2015-Stand (Bild: IBM)Wir befinden uns inmitten der digitalen Transformation. Und so hat sich die CeBIT 2016 in diesem Jahr das Topthema »d!conomy: join – create – succeed« auf die Fahnen geschrieben. IBM will Unternehmen genau dabei unterstützen: mitmachen, gestalten, erfolgreich sein auf ihrem Weg zum Cognitive-Business. Um das zu veranschaulichen, hat sich IBM auf der kommenden CeBIT das Motto »Welcome to the cognitive era – outthink your limits« auf die Fahnen geschrieben.

Gemeinsam mit Geschäftspartnern und Startups präsentiert IBM in Hannover vom 14. bis 18. März 2016 Technologien und Lösungsansätze, mit denen Unternehmen kundenorientierter und schneller agieren können. Im Bereich des Cognitive-Computing positioniert sich IBM in einer Vorreiterstellung auf dem Markt. Außerdem zeigt IBM Lösungen für aktuelle Markttrends wie Industrie 4.0, Big Data & Analytics, Cloud, Engagement, Security und Systems.

Cognitive-Computing: Was »denken« Sie darüber, Watson?

»Watson Analystics« ermöglicht fundiertere Datenanalyse und Vorhersage (Bild: IBM)»Watson Analystics« ermöglicht fundiertere Datenanalyse und Vorhersage (Bild: IBM)Die Natur als Inspiration und Ansporn für zukunftsweisende Technologien: IBM Forscher arbeiten an einem neuartigen Chip, der sich an dem leistungsstärksten und effizientesten Informationsverarbeitungssystem orientiert, das es gibt – dem menschlichen Gehirn. Der neuromorphe TrueNorth-Chip verbraucht mit 70 Milliwatt nur einen Bruchteil der Energie herkömmlicher Prozessoren. Seine Stärke ist die Bild- und Musterkennung, die ihn für den Einsatz im sensorischen Umfeld – Stichwort »Internet of Things« – oder Supercomputing Anwendungen prädestiniert.

Neben futuristischen Kühl- und Energiekonzepten für IT-Systeme plant IBM auch eine Demo zu einem umfangreichen Projekt, in dessen Zentrum eine Technologieplattform steht, die es blinden Menschen mit Hilfe von Smartphone Apps erlaubt, sich besser in fremden Umgebungen zurecht zu finden. »NAVCog« nutzt bestehende Sensordaten und kognitive Technologien, um Blinden über Kopfhörer oder durch die Vibrationen ihres Smartphones Informationen über ihre Umgebung zu vermitteln.

Für IBM bedeutet Cognitive-Computing generell eine neue Ära im Einsatz und der Funktionsweise von Computersystemen. Bestimmte Fähigkeiten werden ihnen nicht mehr explizit anprogrammiert, sondern sie lernen und bilden ihr Verständnis aus Interaktionen und Erfahrungen, die sie mit ihrer Umgebung machen. »IBM Watson« ist ein solches kognitives – lernendes – System. Es wurde so konzipiert, dass es Daten, egal woher sie kommen und in welcher Form sie vorliegen, verarbeiten kann. Ein Meilenstein: Denn rund 80 Prozent aller Daten sind unstrukturiert – also digitale Informationen wie Bilder, Videos oder Ton –, und sind deshalb für Computer nicht verwertbar. Watson ist laut IBM in der Lage, Millionen dieser Daten in Sekunden zu lesen, zu bewerten und zu verstehen. Muster und Verbindungen werden erkannt und so zu neuen Erkenntnissen.

Hinter Watson stehen 28 Cloud-basierte APIs. Mit diesen APIs können kognitive Technologien in neue Applikationen, Produkte und Prozesse integriert werden – und so die Basis für ein digitales, kognitives Unternehmen schaffen. Auf der CeBIT wird IBM diese APIs präsentieren. Des Weiteren wird es möglich sein, eine breite Auswahl an Apps, Anwendungsbeispielen und Demos basierend auf Watson-Technologie zu sehen, beispielsweise aus Branchen wie Finanzdienstleistung, Einzelhandel und Telekommunikation.

IBM Cloud: Be agile – be innovative – be mobile!

Blick auf IBMs Cloud-Marktplatz (Bild: IBM)Blick auf IBMs Cloud-Marktplatz (Bild: IBM)Der Markt folgt heute neuen Regeln: Unternehmen müssen sich Wettbewerbern mit völlig neuen Geschäftsmodellen stellen. Ihre Chance liegt im Einsatz von innovativen Technologien wie Cognitive-Computing auf der technologischen Basis von Cloud-Computing. Anhand der Treiber Innovation, Mobilität und Agilität stellt IBM neue Kundenprojekte und Lösungen vor. Dazu zählt der IBM-Cloud-Marktplatz als digitaler Zugang zu den innovativen Technologien von IBM und Partnern. So haben Kunden beispielsweise Zugang zum Bluemix-Service »Watson Analytics« für eine fundierte Datenanalyse und Vorhersage.

Erstmals gezeigt werden die Lösungen des kürzlich übernommenen Unternehmens Clearleap, einem Anbieter von cloudbasierten Video-Content-Management-Diensten. Einer dieser Dienste ist die Verteilung von Videos auf alle Arten von Endgeräten als Teil einer mobilen Geschäftsstrategie.

Zu den Unternehmen, die IBM-Cloud-Lösungen für ihre Wettbewerbsfähigkeit nutzen, zählen Mittelständler wie Qundis oder Großunternehmen wie Lufthansa oder Panasonic. Fokus liegt dabei auf der Umsetzung hybrider Cloud-Konzepte. Sie helfen insbesondere beim Spagat zwischen den Anforderungen bestehender Geschäftsmodelle und der notwendigen Innovationsfähigkeit.

Big Data & Analytics: Datenauswertung neu gedacht

Die Möglichkeiten, die Big Data Analytics Unternehmen heute durch die Verknüpfung polystrukturierter, unverbundener Daten bieten, sind immens. IBM Big Data Analytics soll die effiziente Nutzung der Ressource »Daten« im Tagesgeschäft jeder Branche ermöglichen. Im Industry-Hub wird IBM dieses Jahr Einsatzszenarien für die Telekommunikations-, Banken- und Versicherungsbranche, den Einzelhandel, die öffentliche Verwaltung oder Automobilindustrie zeigen. Mit der neuesten Version von »IBM Cognos Analytics« wird eine Lösung gezeigt, die benutzergeführte Self-Service-Funktionen bietet und deren Plattform einen persönlichen Analyseansatz bereitstellt.

Mit »IBM Watson Analytics« wird ein auf natürlicher Sprache basierendes, kognitives Business-Analytics-Instrument präsentiert, das schnellen und einfachen Zugang zu leistungsfähigen Predictive- und grafischen Analyse-Tools bietet. Die Aufbereitung von Daten oder die Visualisierung von Ergebnissen laufen bei Watson Analytics automatisch ab.

Im IBM Data Science Lab werden Lösungen für die Entwicklung analytischer Anwendungen auf Basis von IBM Cloudant, IBM DashDB oder Apache Spark gezeigt sowie Analysebeispiele basierend auf Hadoop mit IBM BigInsights.

Mit IBM-Security Sicherheitsrisiken einen Schritt voraus

Unternehmen auf der ganzen Welt sind jeden Tag der Gefahr eines Angriffs ausgesetzt. Die Anzahl der Cyberkriminellen und die Komplexität der Angriffe wachsen, wodurch traditionelle Absicherungen und Firewalls machtlos gegenüber den heutigen fortgeschrittenen Bedrohungen sind. Und wenn es um IT-Sicherheit geht, sind Zeit und Flexibilität von entscheidender Bedeutung.

Wo Daten, Mobile, Social und Cloud die Industrien rasch transformieren und oft mehrere, unterschiedliche Einzelprodukte verwendet werden, ist es komplex, das System sicher zu halten. Mit Hilfe von Security-Intelligenz und Analysetools erkennen Unternehmen Angriffe frühzeitig. Kunden erfahren auf der CeBIT mehr darüber, wie sie mit IBM-Security-Software und Services potenziellen Sicherheitsrisiken einen Schritt voraus sein können.

Vom Internet der Dinge bis Industrie 4.0

Jede Anwendung basierend auf dem Internet der Dinge (IoT) oder einem Industrie-4.0-Konzept ist so individuell wie der Bedarf und das Geschäftsmodell des Unternehmens. IBM unterstützt Kunden mit einem umfassenden Lösungsangebot bei der individuellen Strategie, Planung, Implementierung sowie dem erfolgreichen Betrieb von IoT- und Industrie-4.0-Lösungen.

»Outthink Downtime« ist das zentrale Thema für die vorausschauende Wartung in der Produktion. Das System kann autark mögliche Fehler feststellen, ihre Ursache ermitteln und Folgemaßnahmen vorschlagen, um ungeplante Stillstandzeiten in der Produktion zu vermeiden. In Sachen Asset-Management zeigt IBM eine IoT-Lösung zur Überwachung, Analyse und Optimierung der Gebäude eines gesamten Immobilienportfolios.

Mit dem Connected-Vehicle demonstriert IBM konkrete Beispiele für die Unterstützung des Fahrers und für die Fahrzeug-Diagnose. Aus dem IBM-Labor wird der weltweit erste 64-bit-Micro-Datacenter-Prototyp zu sehen sein, nicht größer als ein Smartphone. Damit wird es einfacher, Daten dort zu verarbeiten, wo sie anfallen und es am sinnvollsten ist. Besonders für die neuen Edge-Computing- und IoT-Szenarien sei dies von zentraler Bedeutung.

IBM-Infrastruktur für die Hybrid-Cloud

Die digitale Umgestaltung ist heute nicht mehr nur ein erklärtes Ziel – sie ist zu einem Muss im IT-Bereich geworden. Die Einführung einer Hybrid-Cloud bedeutet, dass die Unternehmens-IT-Infrastruktur in drei Schlüsselbereichen weiterentwickelt wird: Integration mobiler Services, Analyse von Daten und bessere Vorhersagbarkeit von Services durch intelligente Prozesse. Dies bedeutet, die APIs zu öffnen, um Innovation zu fördern und dabei die Sicherheit und Kontrolle aufrechtzuerhalten. Es geht darum, Daten zu erfassen und in Echtzeit Erkenntnisse zu gewinnen. Und darum, bei all dem die richtigen Service-Levels zu bieten.

Besucher können auf der CeBIT die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen IBM-Server-Systeme und Storage-Lösungen erleben, die Unternehmen als Fundament für eine offene und sichere Hybrid-Cloud Umgebung dienen können. Experten vermitteln, wie sich die rasant wachsenden mobilen Services in Unternehmensgeschäftsbereiche einbinden lassen.

API-Economy – Hype oder Realität: Experten wollen Besuchern zeigen, auf was es wirklich ankommt. IBM wagt auch einen Blick in die Zukunft der Informationstechnologie. Teams aus Forschung und Entwicklung präsentieren jüngste Entwicklungen aus dem Bereich Hardware der nächsten Generation.

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Fotos der CeBIT 2013 2072-Cebit-Parkplatz.jpg
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Mein Wort zur CeBIT: »d!conomy« – war da was? Immerhin: Die Besucherzahl der CeBIT 2015 lag mit rund 221.000 wieder leicht über dem Vorjahr (208.000). Den Negativtrend der letzten Jahre konnte man brechen. Nicht indes bei der Anzahl der Aussteller, die weiter schrumpfte. Sei’s drum: Die digitale Transformation scheint der Messe in Hannover gut zu tun.

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Das Wort zur CeBIT: Danke, das war's! Seit Jahren gräbt sich die Cebit Ihr eigenes Grab. Wobei die Messegesellschaft nicht der Alleinschuldige ist. Doc Storage erklärt in seiner Kolumne, dass die Aussteller die Misere großteils selbst verbockt haben. In seinem Wort zur Cebit hegt er wenig Hoffnung auf eine Besserung.

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