26.02.2015 (eh)
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Studie: Big Data bewegt sich aus der Nische hin zum Mainstream

  • Inhalt dieses Artikels
  • Praktische Probleme von Big Data sind eigentlich lösbar
  • Kunden schauen darauf: Wie gehen Unternehmen mit den Daten um?

Big Data hat richtig Potenzial. Denn Unternehmen, die die immer größeren Datenmengen und die neuesten Methoden und Technologien richtig nutzen, können daraus vielfältiges Wissen für die Unternehmenspraxis generieren und sind wirtschaftlich erfolgreicher. ergab eine Studie von EY (Ernst & Young).

Unternehmen, die sich mit Big Data beschäftigen, durchlaufen verschiedene Kompetenzstadien. Sie unterscheiden sich anhand strategischer und juristischer Faktoren. (Quelle: EY)Unternehmen, die sich mit Big Data beschäftigen, durchlaufen verschiedene Kompetenzstadien. Sie unterscheiden sich anhand strategischer und juristischer Faktoren. (Quelle: EY)Unternehmen stehen dem Big-Data-Trend grundsätzlich positiv gegenüber. 79 Prozent der Entscheider in Unternehmen sind der Meinung, dass sie mit Big-Data-Initiativen ihren Umsatz steigern können, ergab die Studie »Ready for takeoff? Overcoming the practical and legal difficulties in identifying and realizing the value of data« der Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young).

Noch weitere Vorteile lassen sich zum Beispiel auf dem indischen Markt feststellen: Unternehmen, die Daten erfolgreich und effizient analysieren, sind im Schnitt 20 Prozent erfolgreicher darin, ihre Wirtschaftlichkeit zu steigern als ihre Mitbewerber, die die vorhandenen Informationen nicht nutzen. Auch dies ergab die Big-Data-Studie, für die EY 110 indische Unternehmen befragt hat.

Praktische Probleme von Big Data sind eigentlich lösbar

Big Data bewegt sich mittlerweile langsam aber sicher aus seiner Nische hin zum Mainstream der täglichen Unternehmenspraxis. Aber viele Unternehmen schöpfen die Potenziale der vorhandenen Daten noch nicht effektiv aus. »Vielen mangelt es noch an einer holistischen Strategie und an geeigneten Analysemethoden«, sagt Olaf Riedel, verantwortlicher Partner für die Beratungsgesellschaft EY in der DACH-Region. »Außerdem müssen ganz praktische Probleme wie die Knappheit an geeigneten Big-Data-Spezialisten oder die Frage nach den geeigneten technischen Voraussetzungen gelöst werden, um die Möglichkeiten von Big Data voll auszuschöpfen.«

Darüber hinaus behindern nicht nur praktische Probleme die reibungslose Initiierung von Big-Data-Projekten. Gerade die Frage nach dem Datenschutz und der Datensicherheit spielt eine große Rolle. Die EY-Studie verzeichnet hier beispielsweise bei der Hälfte aller Konsumenten eine nachlassende Bereitschaft persönliche Informationen preiszugeben.

Kunden schauen darauf: Wie gehen Unternehmen mit den Daten um?

Dazu kommt, dass eine Missachtung der Persönlichkeitsrechte durch das Unternehmen zu einem großen Vertrauensverlust beim Kunden führen kann. »Gerade hier in Deutschland ist die Beachtung der Datenschutzrichtlinien für den Erfolg von Big-Data-Initiativen ausschlaggebend«, meint Riedel. »Daher erleben wir immer öfter, dass Unternehmen sich damit profilieren, datenschutzkonform zu handeln und so die Daten ihrer Kunden zu schützen.«

Aber auch die Gefahr von Cyber-Attacken und Datendiebstahl birgt weiteren Handlungsbedarf für die Unternehmen. Daher ist der Schutz der unternehmensinternen Daten heute ein wichtiges Thema, um das spezifische Know-how im Unternehmen zu halten, aber auch um rechtliche Konsequenzen und eine mögliche Rufschädigung zu vermeiden.

»Hierfür ist eine detaillierte Analyse der momentanen Big-Data-Kompetenz im Unternehmen notwendig«, betont Riedel, »um so die rechtlichen Vorgaben und die nötigen Sicherheitsstandards zu erfüllen und trotzdem von Big Data profitieren zu können.«

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