22.01.2014 (ubr)
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Qstar: Objektspeicher für optimiertes Archiv

Statt klassisch Daten als Files oder Blocks auf Speichersystemen abzulegen, lassen sie sich auch als Objekte sichern. Dazu benötigt man zu einem soliden Speichersystem auch entsprechende Software. Die Vorteile einer solchen Lösung werden genauer in einem Praxisworkshop von N-Tec und Partnern wie Qstar Technologies erläutert. Im Interview erklärt Walter Fusi, Senior VP of Sales EMEA and APJ bei QStar, wie das im besonderen Mix von Qstar-Software und N-Tec-Hardware aussieht.

Was zeichnet Objekt-Storage aus?

Walter Fusi, Senior VP of Sales EMEA and APJ, Media & Entertainment, Qstar Technologies
Fusi: In RAID-Disk-Systemen legt man die Daten klassischerweise als Block ab. Diese Blocks verfügen über keinerlei Intelligenz, und darum muss diese in der Software integriert sein. Mittels Objektspeicher hingegen lassen sich die gesicherten Daten mit zusätzlichen Funktionen versehen. Dazu gehören die Kompression und Verschlüsselung der Informationen sowie die Möglichkeit, unbegrenzt Kopien anzulegen. Darüber hinaus lässt der Objekt-basierte Speicher ein Ablegen der Daten an lokalen oder entfernten Standorten sowie quasi unbegrenzte Skalierbarkeit zu.

Ist es nicht ein wenig riskant, auf eine relativ neue Technologie zu vertrauen, obwohl Methoden wie RAID-Sicherung seit über 25 Jahren bewährt sind?

Fusi: Objekt-Speicher ist eigentlich gar nicht so neu. Jedes Cloud-System oder eben verteilte Speicherressourcen stellen bereits seit zehn Jahren diese Art von Speicher bereit. Das RAID-Verfahren kann einfach nicht die Skalierbarkeit bieten, die moderne Archivierungssysteme benötigen.

Was sind die Vorteile und Funktionen von Objekt-basiertem Speicher?

Fusi: Am Beispiel unserer Lösung »Qstar OSM« lässt sich sagen, dass diese Lösung als private Cloud konzipiert wurde, um die Anforderungen heutiger Archive zu erfüllen. Sie zeichnet sich durch verschiedene Vorzüge aus, die sich mit Objektspeicher nutzen lassen. Je nach Hardware und Preis kann der Anwender verschiedene Performance-Stufen umsetzen. Darüber hinaus erlaubt die Lösung integrierte Replikation zu anderen Technologien wie Bandspeichern. Einfache Verwaltung und Strom-Management sind weitere Vorteile.

Inwiefern ergänzt die Hardware von N-Tec das Qstar-Angebot?

Fusi: N-Tec schließt die letzte Lücke zwischen Hard- und Software mittels der Service-Level, die das Ismaninger Unternehmen gewährleistet. Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis ist einer der größten Vorteile der Qstar-N-Tec-Kollaboration.

Für wen lohnt es sich, eine solche private Cloud einzusetzen?

Fusi: Wir empfehlen eine solche Lösung insbesondere für die Langzeitarchivierung unstrukturierter Daten. OSM stellt dafür auch einen Migrationspfad zur Verfügung, da Langzeitarchive durchaus ihre Hardware überleben können. Darüber hinaus bietet es Support für andere Technologien, sei es zu optimierten Kapazitätsnutzung oder für Langlebigkeit, beispielsweise mit Blu-ray-Medien. Nicht zuletzt überwacht OSM auch den Stromverbrauch, da dies eines der Probleme rotierender Medien ist.

Wie sicher ist die OSM-Cloud/Archiv?

Fusi: Die OSM-Cloud sichert Daten verschlüsselt und/oder komprimiert. Selbst wenn jemand die Lösung hackt/angreift, so erhält er keine vollständigen Nutzer-Files. Hier würden sich nur Teile von Files zeigen, die ohne die dazugehörende Datenbank nutzlos sind.

Benötigt der Anwender einen spezialisierten Administrator, um die Lösung nutzen und verwalten zu können?

Fusi: Um OSM verwalten zu können, braucht man lediglich die Kenntnisse, ausgefallene Hardware zu bedienen bzw. auszutauschen. Die Software selbst erkennt ausfallende Komponenten, die dann ersetzt werden müssen. Natürlich sollte sich der Anwender mit den generellen Funktionen der Software vertraut machen. Wer weiteren Support benötigt, der kann diesen von uns, aber auch von N-Tec erhalten.

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