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05.05.2016 (kfr)
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re:publica: Zum 10-jährigen wird die Netzgemeinde erwachsen

#rpTEN: Rund 8.000 Besucher kamen zur 10. re:publica nach Berlin (Foto: Karl Fröhlich).#rpTEN: Rund 8.000 Besucher kamen zur 10. re:publica nach Berlin.Die re:publica (2.-4. Mai 2016) feiert in Berlin ihr 10-jähriges. War es in den Anfängen mehr oder weniger ein Bloggertreffen – mit immerhin 700 BloggerInnen – hat sich die Veranstaltung zu einem Gesellschaftstreff für die Netzgemeinde entwickelt. 2015 zählte man rund 7.000 TeilnehmerInnen und rund 700 akkreditierte, internationale JournalistInnen und dieses Jahr waren es 8.000 Besucher und 770(!) Redner. Für mich war die #rpTEN meine erste re:publica. Nachdem wir mit speicherguide.de nun auch schon im 13. Jahr unterwegs sind und durchaus behaupten dürfen, zu Deutschlands ersten selbstbestimmten (Internet-)Puplizierern zu gehören, hatten wir Anfang des Jahres beschlossen, wir bringen uns jetzt mehr ein.

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Sascha Lobo: The Age of Trotzdem

»Die re:publica ist erwachsen geworden«, sagt Sascha Lobo, Blogger, Autor, Journalist und einer der prominentesten Internet-Erklärer Deutschlands. Eine Art digitales Erwachsenwerden. Die Lage der (Internet-)Welt aus seiner Sicht: »Es ist so mittel. Im Sinne von total scheiße, aber immerhin bin ich nicht tot.« Lobo schont niemanden, sich eingeschlossen, und auch nicht einstige Sichtweisen. Vor sieben, acht Jahren glaubte die Internetgemeinde nicht wirklich an Terrorismus, gegen den es sich zu schützen gilt. Leider wissen wir, dass sich die Behörden doch nicht nur in die eigene Tasche gelogen haben.




Markus Beckedahl: Fight for your digital rights

Trotzdem ist man selbstverständlich nach wie vor gegen eine pauschale Überwachung aller Art. Und obwohl die re:publica mittlerweile sehr breit aufgestellt ist, von der Bastel-Area über Virtual Reality bis hin zur Sauna, ist und bleibt die Netzpolitik das zentrale Thema. Allen voran legte Markus Beckedahl, Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org, in seiner Keynote Fight for your digital rights den Finger in so manche Wunde. Er spricht darüber, dass wir das offene Netz zu verlieren drohen und was wir dagegen machen können. Ich bin eher zufällig in seine Rede gestolpert, zum Glück möchte ich sagen. Schaut Euch seine Rede an.



Über die Vorratsdatenspeicherung wird seit 2007 diskutiert. Mit dem Internet der Dinge erhält das Thema noch einmal neuen Zündstoff: Alles ist miteinander vernetzt, alles hat eine IP-Adresse und alles wird mit der Vorratsdatenspeicherung gespeichert, ob wir es wollen oder nicht«, mahnt Beckedahl. Wichtig: Auch wenn »Siege« errungen wurden, egal ob es sich um Netzsperren, ACTA, wovon Teile nun in TTIP wieder auftauchen, die Netzgemeinde darf nie aufhören zu kämpfen, weil es die anderen auch nicht tun. Gefordert sind Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Rechtstaatlichkeit. Seine Forderung: Es dürfen keine Standards gesetzt werden in einem intransparenten Prozess, die später von nationaler Politik nicht mehr geändert werden können. Wenn wir dann beispielsweise andere Verbraucherrechte wünschen, ist dies unser Problem, nicht das von TTIP oder TISA.

Positive und vielseitige #rpTEN

Die #rpTEN war eine unglaublich vielseitige Veranstaltung. Die Themen reichten, wie gesagt, von Netzpolitik, technologischen Innovationen bis hin zu Kultur und Medien, Musik, Gesundheit, Bildung und wie die digitale Gesellschaft die Arbeitswelt verändert. Was mir besonders aufgefallen ist, ist die positive Stimmung. Die re:publica ist keine Verkaufsveranstaltung, das merkt man. Hier läuft niemand im Anzug herum und die paar unentwegten Sakko-Träger fallen echt auf. Man ist eigentlich mit jedem per »Du«. Das mag nicht immer sinnvoll oder erwünscht sein, trägt aber irgendwie zum guten Ton bei. Für Missstimmung sorgte eigentlich nur das langsame WLAN, der ein oder andere überforderte Türsteher und wenn der Vortrag mal wieder heillos überfüllt war. Zum Teil hatte man die »Qual« zwischen 15 bis 20 verschiedenen Vorträgen, die gleichzeitig stattgefunden haben. Die meisten davon waren sehr gut besucht. Entspannt war es eigentlich nur am Tagesanfang und am Abend.

Mein eigentlich einziger Kritikpunkt ist, neben dem schlechten Internet, dass die Vorträge im Vorfeld besser erklärt und dargestellt werden könnten. Auf die Plakate mit allen Slots passt natürlich nicht viel drauf, aber auch im Web waren mir die meisten Ankündigungen zu nichtssagend. Vielleicht sollten wir mal darüber referieren, warum ein vernünftiger Teaser sinnvoll ist…

Zudem würde ich am Preis mäkeln. Ein 3-Tages-Ticket hat 265 Euro gekostet. Da bin ich mir nicht sicher, ob es mir das am Ende Wert gewesen wäre. Man trifft wirklich viele Leute und kann gute Kontakte knüpfen. Ob die von Bestand sind und als wie wertvoll sich diese herausstellen, wird die Zukunft zeigen. Es ist nicht sicher, dass man seinen Wunschvortrag auch zu sehen bekommt, weil einfach so viele Leute sich für die gleichen Themen interessieren. Und, nicht alle Vorträge haben gehalten was sie versprachen. Ich hatte mich vorher als »Helfer« registriert. Das heißt, ich habe acht Stunden (in der Sponsorenbetreuung) mitgeholfen und durfte die Veranstaltung dafür kostenlos besuchen. Eine 8-Stundenschicht ist relativ lang, vor allem, wenn man sich vorher oder nachher noch auf der Konferenz herumtreibt. Die jungen Leute stecken das etwas leichter weg. Es war aber insgesamt ein fairer Deal.

Ob ich nächstes Jahr wieder dabei sein werde, kann ich heute noch nicht sagen. Versuchen möchte ich es auf jeden Fall. Das, als Klassentreffen der Netzgemeinde verschriene, Event ist schon eine Reise wert. Auch weil hier nicht der Business-Gedanke im Vordergrund steht, sondern das Netzwerken und die Inspiration.


Fotos von der #rpTEN (Bilder 24)
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Impressionen von der re:publica (#rpTEN) vom 02. bis 04. Mai 2016 in Berlin (Foto: Karl Fröhlich/speicherguide.de)



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