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20.07.2015 (eh)
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Buchbesprechung: Holt unser Gold heim

*** Blog von Engelbert Hörmannsdorfer, speicherguide.de-Redaktionsmitglied ***

Okay, das nachfolgend beschriebene Buch fällt nicht in unser traditionelles Thema. Aber man muss auch mal nach links und rechts schauen – und vielleicht ist das Buch »Holt unser Gold heim« eine Alternative im Sommerurlaub oder an einem verregneten Wochenende. Spannend ist es allemal, da es fast schon Tagespolitik beschreibt.

Vorab dazu, dass ich Peter Boehringer seit Jahren bei Veranstaltungen aus der Finanzszene kenne. Und seine Ansichten größtenteils absolut teile. Bekannter in der Öffentlichkeit wurde er durch seine Bemühungen zur Heimholung des deutschen Goldes aus dem Ausland: die Geschichte der Bürgerinitiative »Holt unser Gold heim«, was auch schlussendlich der Titel seines Buches wurde.

Bekanntermaßen lagert ja das deutsche Staatsgold seit Beginn der Bundesrepublik Deutschland in Tresoren von Fort Knox in den USA. Deutsche (Staats-)Banker hatten sich damit abgefunden, dass es eben so ist. Punkt.

Ist das Bundesbank-Gold wirklich noch da?

Mittlerweile fragen sich aber immer mehr Menschen, warum ist das so? Können wir in der Bundesrepublik auf unsere eigenes Gold (rund 3.700 Tonnen) nicht selber aufpassen? »Bloomberg Businessweek« schrieb mal: »Die Bundesbank pflegte zu ihrem Staatsgold im Ausland eine Kultur des Nichtwissenwollens.« Gerüchte machten vor allem seit ca. 2012 die Runde, ob das Gold physisch überhaupt noch da ist. Es gab sogar Verschwörungstheorien, ob das Gold eventuell »noch gar nicht gefördert« wurde, also nur »Papiergold« ist.

Peter Boehringer nervte die Situation auch. Aber anstatt sich an Gerüchten und Vermutungen und Verschwörungstheorien zu beteiligen, gründete er besagte Bürgerinitiative – und bewegte enormes. Überraschung: Aufgrund des öffentlichen Trubels in den letzten Jahren sagte die Bundesbank zu, das deutsche Staatsgold heimzuholen.

Peter Boehringer und Bundesbank werden wohl keine Freunde mehr

Das soll zwar in Tippelschrittchen im Laufe der nächsten Jahre passieren. Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht. Und deswegen ist das Buch so spannend, und noch auf Jahre hinaus aktuell: Ein Wirtschaftskrimi, der immer noch läuft – vor Ihren Augen, alle paar Wochen oder Monate im Wirtschaftsteil Ihrer Zeitung. Wenn Sie also immer wieder mal davon lesen, dass die Bundesbank ein paar Tonnen heimgeholt hat, dann wissen Sie jetzt wer dahinter steckt, und was die Beweggründe sind. Und so ganz nebenbei erfahren Sie in dem Buch extrem viel über den globalen Gold-Markt, der irgendwie nicht so richtig an die Öffentlichkeitsoberfläche will.

Peter Boehringer sorgt jetzt für die nötige Öffentlichkeitsaufmerksamkeit – und, seien wir ehrlich, Freunde hat er sich in der Bundesbank und beim Bundesfinanzministerium damit nicht gemacht. Macht nichts – wir als informierte Bundesbürger sollten das zu würdigen wissen.

Mit Gold-optimistischen Grüßen
Ihr Engelbert Hörmannsdorfer
(Sie sind anderer Meinung? Dann diskutieren Sie unten unter »Kommentar schreiben« mit. Ist ja schließlich ein Blog....)

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Kommentare (1)
20.02.2017 - eh

Übrigens: Die Bundesbank kommt bei der Verlagerung ihrer Goldreserven tatsächlich voran, und sogar richtig gut. Plan war, bis spätestens Ende 2020 die Hälfte der deutschen Goldbestände in Höhe von 3.378 Tonnen zurückzuholen. Mittlerweile lagern 1.619 Tonnen oder 47,9% des Goldschatzes in heimischen Tresoren. Allein 300 Tonnen ließ die Bundesbank vergangenes Jahr von der US-Fed nach Deutschland bringen. Weitere 1.236 Tonnen sollen aber auch künftig in New York verbleiben.



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