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02.08.2019 (ch)
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Wie zum Teufel bin ich hier gelandet?

Wenn wir ehrlich zu uns selber sind, kennen wir alle diesen Moment, in dem wir uns fragen, wie es passieren konnte, dass wir da sind, wo wir gerade sind: im falschen Job, in der falschen Beziehung, vielleicht umgeben von Drama oder einer Situation, von der wir am liebsten wegrennen wollen.

Oder wir werden durch äußere Umstände in eine Krise gestürzt – Arbeitsplatzverlust, Scheidung, Verlust eines Angehörigen oder finanzielle Krise. Situationen, auf die wir oft keinerlei Einfluss haben und die jeden unvermittelt treffen können. Momente, die uns erstmal umhauen, dann innehalten lassen und die Frage aufkommen lässt:

»Wie zum Teufel bin ich hier gelandet?«

Es muss gar nicht nicht so dramatisch sein – manchmal haben wir in einem ruhigen Moment einfach das Gefühl, dass irgendwas in unserem Leben oder Job nicht passt. Dass wir keine echte Freude an irgendeinem Teil unseres Lebens haben. Dass unsere Energie und Motivation gegen Null tendiert – mehr oder weniger jeden Tag – und wir quasi auf einem Fleck stehen geblieben sind. Oder wir fühlen uns permanent gestresst und überfordert. Oder gelangweilt. Und bekommen nicht mehr wirklich etwas gebacken.

Und meistens schieben wir es einfach weg. Wir können schließlich nicht alles haben, richtig? Das haben wir ja alle schon mal gehört – dann muss es ja stimmen… 😉

Dann machen wir einfach so weiter wie bisher, obwohl wir tief drinnen wissen, dass wir nicht glücklich sind. Und unsere Effektivität und Motivation im Job ist dann in aller Regel auch im Eimer – egal aus welchem Bereich die Unzufriedenheit kommt.

Bei mir war es in diesem Sommer eine persönliche Krise. Noch ist es zu nah, um ins Detail zu gehen. Irgendwann werde ich sicher mit Euch teilen, was ich gerade schmerzvoll lerne.

Aber zurück zum Thema: Die neue Lebenssituation hat mich dazu veranlasst, wieder ganz genau hinzuschauen. Nämlich darauf, wie ich denn überhaupt leben will.

Bestandsaufnahme – und Neuausrichtung

Starte doch einfach mal mit einem Rating. Geht ganz einfach: Wo siehst Du Dich auf einer Skala von 1-10 in Sachen Motivation, Energie und lebendiger Ausstrahlung? 0 wäre quasi halbtot – 10 fantastisch, voller Lebensenergie, Freude und ausgeglichen. Betrachte einfach mal die letzten ein bis zwei Monate. Und ich rede hier nicht darüber, permanent gut drauf zu sein, sondern über das generelle Lebensgefühl.

Dann schau mal genauer hin: Weißt Du überhaupt was Du willst oder wer Du bist (oder sein willst). Bist Du glücklich im Job oder hängt er Dir schon lange zum Hals heraus? Was ist mir überhaupt wichtig und warum?

Der Sommer, in dem es in den meisten Büros ein wenig langsamer läuft, viele Menschen Urlaub haben, ist eine ideale Zeit, sich mal ganz auf sich selber zu konzentrieren. Mal genau diese Bestandsaufnahme zu machen, bzw. eine Neuausrichtung in Angriff zu nehmen, Dinge zu hinterfragen und richtige ehrlich mit mir selber zu sein (was manchmal richtig schwierig und schmerzhaft sein kann).

Schwierig?

Ja. Unter Umständen. Weil viele von uns nämlich gar nicht wirklich wissen, was wir wollen und uns an gesellschaftlichen Normen, am Partner, dem Freundes- oder Kollegenkreis ausrichten, als an uns selber. Tief in sich selber stöbern ist nichts für Feiglinge. Weil manchmal Wahrheiten ans Licht kommen, die wir doch lieber ignorieren möchten. Wer will schon zugeben, dass er im falschen Job gelandet ist oder von dem ganzen »Spiel« von mehr, weiter, höher die Nase voll hat.

Keine Zeit für solchen Kram?

Wir Menschen tendieren uns immer dafür Zeit zu nehmen, was wir wirklich für wichtig erachten. Beobachte Dich mal selber, dann kannst Du das wahrscheinlich bestätigen. Manchmal weichen wir Dingen aber auch einfach aus, weil sie uns Angst machen. Und »keine Zeit« ist einfach eine klasse Entschuldigung.

Frag Dich einfach, welchen Preis Du bereit bist zu zahlen, wenn Du alles so weiterlaufen lässt wie bisher. Eine tolle Studie, die vor einigen Jahren publiziert wurde, beschäftigt sich mit der Frage, was Menschen am Ende ihres Lebens bereuen. Die Antwort: Die Dinge, die sie NICHT gemacht haben, nicht die, die sie gemacht haben. Ich habe auf jeden Fall keine Lust, am Ende meines Lebens zu sagen: »Hätte ich doch mal…«. Ist natürlich voll und ganz Deine Entscheidung, ob Du Dir Zeit nehmen willst.

Brauch‘ ich nicht?

Ach ja, warum liest Du dann noch? 😉 Ein Re-Alignement muss im Übrigen gar nicht immer eine dramatische Situation sein oder aus solch einer erwachsen – es kann auch einfach eine prima Übung sein, zu überprüfen, ob Du noch auf dem Weg bist, mit dem Du wirklich zufrieden bist. Und die Erfahrung zeigt, dass sich unsere Vorstellungen, wie unser ideales Leben aussieht, über die Jahre verändern.

Gerade wenn wir schon lange an einem Arbeitsplatz oder einer Beziehung sind, macht es Sinn, immer mal wieder reinzuschauen, wo wir stehen. Wo wir mit unseren Projekten im Leben (der fittere Körper, den Garten neu anlegen, die schon lange geplante Reise in das Land, wo wir schon immer sein wollten, das neue Hobby endlich anfangen) stehen – oder checken, ob sie überhaupt noch Gültigkeit haben.

Das geht übrigens auch prima, mit dem Partner oder der Familie über die Ausrichtung zu sprechen. Sobald wir anfangen, ein wenig in die Tiefe zu gehen, ist es ganz erstaunlich, was da an die Oberfläche kommen kann. Vielleicht fährst Du ja zum x-ten Mal ans Meer und wärst viel lieber in den Bergen (oder zuhause). Oder die (halbwüchsigen) Kinder haben gar keinen Bock mehr auf Ferien mit den Eltern und haben sich bisher nicht getraut es zu sagen.

Langfristig denken… und loslassen

Wo will ich denn in drei bis fünf Jahren sein in meinem Leben? Hilft mir mein aktuelles Leben, tatsächlich dort hinzukommen oder bin ich permanent damit beschäftigt, irgendwelche Feuer auszutreten, Drama zuhause oder am Arbeitsplatz zu schlichten? Bin ich eher der Typ, der ständig anderen hilft und deren Lasten trägt und sich selber dabei vergisst und will ich es jedem recht machen?

Was kannst Du loslassen, weil es Dir im Weg steht? Vielleicht einzelne Projekte, vielleicht die ein oder andere Beziehung oder im Zweifelfall sogar den Job. Falls Du bei der Neuausrichtung genau das denkst: »Wie zum Teufel bin ich hier gelandet!«.

Veränderung macht Angst

Ich weiß, ich weiß. Das macht Angst. Immerhin haben die meisten von uns ja ein doch relativ komfortables Leben und mit drastischen Veränderungen gehen wir unter Umständen auch das ein oder andere – vielleicht nach außen hin - unkalkulierbare Risiko ein. Weil wir nicht jeden Schritt vorhersehen können oder kennen, wenn wir grundlegende Dinge verändern im Leben. Es könnte ja schief gehen.

Korrekt. Es könnte aber auch gutgehen – und was für ein anderes Leben könnten wir dann führen!

Wichtig ist an der Stelle, sich selber zu vertrauen. Auf unser Herz zu hören und einfach davon auszugehen, dass wir das schaffen. Wenn Du bis hier gelesen hast, weiß ich, dass es Dinge in deinem Leben gibt, von denen Du tief drinnen schon länger weißt, dass Du sie »eigentlich« ändern möchtest oder die nicht für Dich passen. Stimmt’s?

Dann nimm Dir die Zeit. Geh tiefer und ins Detail und schau genau in die einzelnen Bereiche deines Lebens.

Ich habe zwölf identifiziert – angefangen bei Karriere, Finanzen, Gesundheit bis hin zu Beziehungen und Emotionen und diverse mehr.

Puh – ganz schön umfangreich! Korrekt. Die Krux ist nämlich, dass alle Bereiche zusammenhängen und Einfluss aufeinander haben. Es nützt also nur bedingt, sich nur einigen wenigen Bereichen des Lebens zu widmen.

Wie wir wissen, ist es immer leichter, einen Prozess zu etablieren, um einen Job zu erledigen, so auch im Bereich persönliche Entwicklung. Daher folge ich einem 4-stufigen Prozess für jede Kategorie.

Ich bin fast durch – in zwei Wochen werde ich mein »Buch für mein Leben« mit vielen Details in der Hand halten. Ich entdecke, dokumentiere, stelle meine Vorstellungen auf und designe tatsächlich auch – ein »Buch«, in das ich jederzeit reinschauen kann.

Für mich die perfekte Weise, einen Teil meines Sommers zu verbringen. Weil ich dafür sorge, dass ich klarer, energiereicher, motivierter und glücklicher werde – und davon profitieren alle anderen Menschen in meinem Leben – meine Familie UND meine Kunden. Und an allererster Stelle ich selber. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun.

PS: Wenn Du auch gerne durch diese Übung gehen möchtest, lass es mich einfach wissen – ich helfe Dir gerne bei dem Prozess und verrate dir, wie genau die vier Schritte aussehen. Schick mir einfach eine Mail an claudia@thebetterworkplace.com und lass uns reden.



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