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IBM »FlashSystem«: Drei neue All-Flash-Arrays mit KI-Agenten

IBM »FlashSystem«: Drei neue All-Flash-Arrays mit KI-AgentenIBM erweitert seine »FlashSystem«-Serie mi KI-gestützte Funktionen, um Routineaufgaben stärker zu automatisieren. Dies soll den manuellen Aufwand reduzieren und Reaktion auf Störungen beschleunigen. Für einen besseren Schutz vor Cyberangriffen sorgt das »FlashCore«-Modul der fünften Generation, das Ransomware in unter 60 Sekunden erkennen soll.

IBM stellt eine neue Generation seiner FlashSystem-Speicher vor und ergänzt die Plattform um agentenbasierte KI. Die KI-Agenten sollen administrative Aufgaben übernehmen, Betriebsdaten auswerten und bei Diagnose sowie Fehlerbehebung mitarbeiten. IBM verknüpft das mit dem Ziel, den manuellen Aufwand in der Speicherverwaltung deutlich zu senken, das Unternehmen nennt bis zu 90 Prozent.

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Drei neue Modelle für unterschiedliche Umgebungen

Zum Portfolio gehören FlashSystem 5600, FlashSystem 7600 und FlashSystem 9600. IBM gibt für die All-Flash-Systeme gegenüber der Vorgängergeneration eine bis zu 40 Prozent höhere Daten-Effizienz an, kombiniert mit mehr Kapazität und Leistung. Zudem sollen optimierte Platzierung und Konsolidierung den benötigten Platz im Rechenzentrum je nach Modell um 30 bis 75 Prozent reduzieren.

Die drei Arrays zielen auf klar abgegrenzte Einsatzprofile:

  • IBM FlashSystem 5600 adressiert kompakte Umgebungen mit Enterprise-Funktionen auf engem Raum. IBM nennt bis zu 2,5 PByte effektive Kapazität in 1U sowie bis zu 2,6 Millionen IOPS. Als typische Szenarien nennt IBM Randstandorte, Außenstellen und kleinere Rechenzentren.

  • IBM FlashSystem 7600 richtet sich an wachsende, leistungs- und skalierungsorientierte Workloads. IBM gibt bis zu 7,2 PByte effektiv in 2U und bis zu 4,3 Millionen IOPS an. Im Fokus stehen große virtualisierte Umgebungen, Analytics-Plattformen und konsolidierte Anwendungen.

  • IBM FlashSystem 9600 ist für unternehmenskritische Anwendungen und maximale Skalierung vorgesehen. IBM nennt bis zu 11,8 PByte effektiv in 2U und bis zu 6,3 Millionen IOPS. Als Beispiele führt IBM Kernbank, ERP und KI-getriebene Anwendungen an. Im Vergleich zur Vorgängergeneration sollen KI und Konsolidierung die Betriebskosten um bis zu 57 Prozent senken.

Flashsystem.ai als Co-Admin für Betrieb und Compliance

Mit FlashSystem.ai führt IBM eine Reihe Datendienste ein, die Verwaltung, Monitoring, Diagnose und Störungsbehebung entlang des Datenpfads unterstützen sollen. Der Hersteller beschreibt Flashsystem.ai als Self-Service-Ansatz, der manuelle und fehleranfällige Tätigkeiten automatisiert und aus Telemetrie- sowie Betriebsdaten lernt. Feedback von Administratoren soll in die Optimierung einfließen.

Ein weiterer Punkt ist Compliance: Für Audit- und Compliance-Dokumentation nennt IBM eine Halbierung des Zeitaufwands durch KI-generierte, nachvollziehbare Begründungen für operative Entscheidungen. Außerdem soll die Plattform Workloads proaktiv optimieren und intelligent platzieren, inklusive unterbrechungsfreier Datenmobilität über verschiedene Speichergeräte hinweg, auch über Speicherarrays von Drittanbietern.

Flashcore Gen5: Ransomware-Erkennung unter 60 Sekunden

Alle neuen Modelle enthalten das FlashCore-Modul (5. Generation). IBM beziffert die Laufwerkskapazität auf bis zu 105 TByte. Die Hardware soll pro I/O-Vorgang zusätzliche Analysen berechnen, um Anomalien und Ransomware schneller zu erkennen, ohne die Systemleistung zu belasten. IBM spricht von weniger als 1 Prozent False Positives, basierend auf Telemetrie-Analysen über mehrere Jahre. Die Ransomware-Erkennung und Warnung soll in weniger als 60 Sekunden erfolgen, ergänzt um autonome Wiederherstellungsmaßnahmen auf Hardwareebene.

»Das IBM Flashsystem der nächsten Generation hebt die Speicherung auf eine intelligente, stets verfügbare Ebene, auf der autonome KI-Agenten Leistung, Sicherheit und Kosten kontinuierlich optimieren, ohne dass menschliches Eingreifen erforderlich ist«, meint Sam Werner, GM von IBM Storage

Natalya Yezhkova, Research Vice President bei IDC, betont den Fokus auf automatisierte Workload-Platzierung und proaktives Erfüllen von Compliance-Anforderungen: »Diese Funktionen ermöglichen es Unternehmen, schnell auf sich ändernde Geschäftsanforderungen durch adaptive SLAs zu reagieren, ohne die IT-Administratoren zusätzlich zu belasten.«

IBM Flashsystem Gen5: Support & Verfügbarkeit

Ergänzend verweist IBM auf Technology Lifecycle Services (TLS) mit KI-gestützter Überwachung, automatisierter Problemerkennung über Call-Home, Pre-Code-Health-Checks und priorisiertem Support für kritische Themen, um Ausfälle zu vermeiden. Das neue Flashsystem-Portfolio soll ab 6. März 2026 allgemein verfügbar sein.