12.11.2013 (ubr)
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HGST »Travelstar 5K1500« Hands-on-Test

  • Inhalt dieses Artikels
  • 5K1500 mit 1,5 TByte im Hands-on-Test
  • Fazit
HGST »Travelstar 5K1500«
HGST »Travelstar 5K1500«
HGST, früher besser bekannt als die Festplatten-Sparte von Hitachi und nun eine Western Digital-Abteilung, stellt mit der »Travelstar 5K1500« eine günstige Ablagemöglichkeit für Massendaten vor allem für den mobilen Bereich vor. Die Platte enthält drei Medien und passt mit ihren 9,5 mm Bauhöhe in fast jeden Einschub.

Der Markt für 2,5-Zoll-Festplatten hat sich in den letzten Monaten in drei Hauptzweige gespalten. Zum einen in den der ultraschnellen SSDs mit SLC-Medien, zum zweiten in den der Consumer- und Low-Cost-Flashlaufwerke mit MLC-Speichern und zum dritten in die immer noch weithin benötigten Massenspeicher mit rotierenden Platten. Eben diesen dritten Zweig bedient HGST mit seiner Travelstar 5K1500 und 1,5 TByte Kapazität, so lange die erste MLC-Lösung mit über einem TByte noch auf sich warten lässt. In der 5K1500 rotieren drei Medien mit jeweils 500 GByte Speicherplatz mit 5.400 Umdrehungen pro Minute. Dies macht sie nicht gerade zu einem Hochleistungs-Medium, hierfür ist diese Serie aber auch nicht vorgesehen.

5K1500 mit 1,5 TByte im Hands-on-Test

In unserem Testsystem erfüllte die Travelstar alle zu erwartenden Leistungswerte, zum Teil lag sie auch signifikant darüber. Über die 6-Gbit/s-SATA-Schnittstelle schrieb unser Server zwischen 277 und 315 MByte/s, lesend erreichte das Laufwerk zwischen 471 und 492 MByte/s. Diese muten zwar deutlich weniger an als die theoretisch über SATA möglichen und vom Hersteller angegebenen 600 MByte/s, liegen aber fast im Bereich der zuletzt von uns getesteten 2,5-Zoll-Platten mit 7.200 Umdrehungen und sind damit mehr als befriedigende Werte. Auch die Zugriffszeiten lagen mit 11,7 ms im Schnitt, 0,9 ms Spur-zu-Spur und 22,5 ms für die volle Strecke über die Platte durchschnittlich 10 Prozent unter den Angaben von HGST.

Einziges negatives Kriterium bei diesem Test war die Leistungsaufnahme des Laufwerkes. Während HGST 5 Watt für den Start, 1,6-1,8 Watt für den Normalbetrieb und 0,5-0,8 Watt für den Leerlauf angibt, ergab unser Test mit 5,2 Watt für den Start, 1,9-2,1 Watt für den Normalbetrieb und 0,6-1,0 Watt für den Leerlauf ein Viertel bis ein Drittel höhere Werte. Dieses Manko wird allerdings durch wesentlich niedrigere Geräuschentwicklung als von HGST angegeben wieder ausgeglichen. Während der Hersteller 25-27 dB angibt, konnten wir lediglich 18-21 dB messen.

Fazit

Mit der Travelstar 5K1500 hat HGST die Latte für 2,5-Zoll-Platten nochmals ein kleines Stück höher gelegt. Mit 1,5 TByte Kapazität und einer durchaus ansehnlichen Leistung empfiehlt sich das Laufwerk überall dort, wo Massendaten auf kleinem Raum abgelegt werden müssen. Laptop-Besitzer werden hierfür als Zweitlaufwerk genauso dankbar sein wie Betreiber von 2,5-Zoll-Arrays, für die HGST ein besonderes Modell für den 24-Stunden-Betrieb bereithält.

Leider ist die 5K1500 mit ihren drei Medien und 9,5 mm Bauhöhe so dick, daß sie in manchen Schacht eines Laptops nicht mehr hineinpaßt. Dann muß wohl oder übel auf externe Lösungen wie USB-3.0-Adapter ausgewichen werden. Hier sollte der Hersteller das Medium vielleicht auf Diät setzen. Dafür kann sich der Endanwender aber über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis freuen.

Kurzinfo

Hersteller: HGST, a Western Digital company
3403 Yerba Buena Road
San Jose, California 95135
Tel. +1 408 717 6000
Web:
www.hgst.com
Direkter Link zum Produkt:
Travelstar 5K1500
Preis:
ca. 90 Euro
Garantie:
3 Jahre

Technische Details
Schnittstelle:
SATA-III (6 Gbit/s)
Kapazität:
1.500 GByte
Geschwindigkeit Lesen/Schreiben:
315/492 MByte/s
Speichertyp:
Magnetplatten, 3 x 2,5 Zoll, jeweils 500 GByte
Bauform:
2,5 Zoll, Höhe 9,5 mm
Leistung:
1,0 Watt (Leerlauf), 2,1 Watt (gemessen im Betrieb)
Lieferumfang:
Laufwerk, Kurzanleitung

Plus
+ gute Leistungswerte
+ leiser Betrieb
+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus
- mit 9,5 mm Höhe zu dick für manchen Einschub
- im Test höhere Leistungsabnahme als angegeben

Kommentare (2)

13.11.2013 - Diskman

scheint ein richtiges Mops-Laufwerk zu sein. ;)

13.11.2013 - griemert

Ein Laufwerk kann zu dick sein? Was es nicht alles gibt.