28.01.2016 (eh)
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Zum Datenschutztag: eBlocker schützt die Privatsphäre

  • Inhalt dieses Artikels
  • Eblocker-Gerät ist problemlos ans Heimnetzwerk anzuschließen
  • So funktioniert Eblocker
  • Eblocker hilft beim anonymen Surfen via Tor-Netzwerk

Das Eblocker-Gerät und der Lieferumfang (Bild: Eblocker)Das Eblocker-Gerät und der Lieferumfang (Bild: Eblocker)Daten werden heutzutage als »das neue Öl« bezeichnet, denn die entstehenden Nutzerprofile sind für die Konzerne Gold wert und bleiben ewig gespeichert. Sie geben unter anderem Einblick in private Vorlieben bis hin zur persönlichen Krankengeschichte und Kreditwürdigkeit. Nutzerprofile sind darüber hinaus der Schlüssel dafür, dass je nach vermuteter Kaufkraft individuelle Preise in Online-Shops unterbreitet werden, um die Gewinnmarge der Händler zu maximieren. So werden beispielsweise bei Android- Nutzern andere Preise angezeigt als bei Apple-Nutzern.

Anlässlich des heute stattfindenden Datenschutztags (»Data Privacy Day«) sollten Internet-Surfer mal einen Blick auf das Hamburger Startup-Unternehmen eBlocker werfen. Das gleichnamige Produkt »eBlocker« gibt nämlich Privatpersonen die Kontrolle über ihre ungewollt während des Surfens im Internet preisgegebenen Informationen zurück. »Für mich«, sagt Eblocker-Gründer Christian Bennefeld, »ist jeder Tag ein Datenschutz-Tag.«

Eblocker-Gerät ist problemlos ans Heimnetzwerk anzuschließen

So wird Eblocker ins Heimnetzwerk integriert (Bild: Eblocker)So wird Eblocker ins Heimnetzwerk integriert (Bild: Eblocker)Mit dem stationär an das Heimnetzwerk angeschlossenen Eblocker und seiner eigens entwickelten Sicherheits-Software werden Tracking- und Werbedienstleister effektiv und mit voller Wahlfreiheit für alle Endgeräte blockiert. Das Gerät lässt sich einfach ans Heimnetzwerk anschließen: einstecken, anschließen, einschalten. Fertig. Die anschließende Konfigurierung erfolgt automatisch, ebenso die Software-Updates. Dadurch ist Eblocker auch für technisch unerfahrene Nutzer schnell und unkompliziert einsetzbar.

Das Gerät ist zwar fertig, aber für die Produktion und den Unternehmensstart sammelt Eblocker derzeit noch Geld auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein. Man ist aber gut unterwegs, das Kapitalziel von 75.000 Euro bis zum 17. Februar 2016 zu erreichen. Anlässlich des Datenschutztages gibt es nur heute 50 limitierte »eBlocker Pro LIFETIME«-Versionen.

So funktioniert Eblocker

Sobald der Eblocker am heimischen Netzwerk angeschlossen ist, konfiguriert er sich in wenigen Sekunden automatisch und sorgt dafür, dass jedes angeschlossene Endgerät zunächst mit ihm kommuniziert. Dadurch wird der gesamte Internetverkehr ausschließlich über den Eblocker geleitet und ermöglicht ihm die Datenkontrolle. Das geschieht, indem das Gerät die jeweils aufgerufene URL prüft und sie mit lokalen Filterlisten abgleicht. Diese täglich aktualisierten Filterlisten beinhalten sämtliche Dienste, die das Surfverhalten des Nutzers und damit Nutzerprofile erfassen. Dazu zählen professionelle Tracker und Datenhändler genauso wie vermeintlich harmlose Online-Werbung, über die das Nutzerverhalten ebenfalls aufgezeichnet wird. Die Filterlisten setzen sich aus Community-gepflegten Open-Source-Listen und von Eblocker gepflegten Listen zusammen.

Mit Hilfe dieser Listen erkennt das Gerät bei einem Webseiten-Aufruf, ob es sich um einen Tracking-Dienst handelt. Ist ein Tracking-Dienst als solcher erkannt, blockiert ihn das Gerät und verhindert, dass Daten an Third-Parties abfließen. Dabei werden die Filterlisten durch lernfähige Algorithmen dynamisch erweitert und sind auf diese Weise immer auf dem neuesten Stand. Ebenso ist es ganz einfach möglich, Ausnahmen hinzuzufügen und bestimmten URLs das Tracking oder Einblenden von Werbung zu erlauben (Whitelisting).

Eblocker hilft beim anonymen Surfen via Tor-Netzwerk

Das User-interface von Eblocker: mit einem Klick surft man anonym via Tor-Netzwerk (Bild: Eblocker)Das User-interface von Eblocker: mit einem Klick surft man anonym via Tor-Netzwerk (Bild: Eblocker)Auch wenn durch das Blockieren keine Tracking-Daten mehr an Dritte weitergeleitet werden, hinterlassen Internetnutzer Spuren durch ihre IP-Adresse bei der First-Party, also der ursprünglich besuchten Website. Hintergrund ist, dass die IP-Adresse oft über Monate konstant bleibt und sich dadurch ein zusammenhängender Besuchsverlauf von einzelnen Webseiten auch über längere Zeiträume exakt rekonstruieren lässt.

Deshalb bietet das Gerät die Option an, mit einem Klick das Tor-Netzwerk zu aktivieren und so die IP-Adresse des Nutzers zu anonymisieren. Erst durch die besondere Kombination aus dieser IP-Anonymisierung mit der Blockierung der Datensammler-Dienste ist die Privatsphäre beim Surfen im Internet vollständig geschützt.

»Es erschüttert mich täglich aufs Neue, wie heute mit personenbezogenen Nutzerprofilen umgegangen wird. Noch beunruhigender ist, dass viel zu wenig getan wird, um dieser Sammelwut einen Riegel vorzuschieben«, schimpft Bennefel. »Hier ist der Verbraucher quasi auf sich allein gestellt, obwohl der Gesetzgeber eine Widerspruchsmöglichkeit vorsieht.«

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