04.06.2014 (eh)
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WD überrascht mit Demonstration erster SATA-Express-Festplatten

Technologie-Demonstration der ersten SATA-Express-Festplatte (Bild: WD)2013 wurde die Spezifikation für »SATA Express« angekündigt. Die Kerntechnologie hinter der neuen Schnittstelle wird hierbei mit dem PCI-Express-Computer-Interface (PCIe) verschmolzen. Auf der »Computex« in Taiwan überrascht nun der Festplattenhersteller WD mit der Demonstration eines Festplatten-Prototypen, der die nächste Generation der Speichertechnologie einläutet.

Bis Laufwerke mit der neuen Interface-Technologie in die Läden kommen, wird es aber noch etwas dauern. Denn es bedarf neuer Motherboards mit den Intel-Chipsätzen der brandneuen 9er-Serie. Immerhin demonstrierten auch Asus und Gigabyte darauf basierende Motherboards.

»SATA Express« soll schneller und energiesparender sein

SATA-Express-Stecker an der Festplatte (Bild: WD)Als Vorteil des SATA-Express-Interfaces werden höhere Geschwindigkeit und gesenkter Energieverbrauch angegeben, außerdem werde den Herstellern mehr Freiheit in der Komponentengestaltung geboten. Die höhere Geschwindigkeit ist aber zunächst eher theoretischer Natur. Denn bereits das aktuelle 6-Gbit/s-SATA-Interface reicht eigentlich allemal für handelsübliche Festplatten. Die neue Schnittstelle ist denn auch eher für extrem schnelle Festplatten mit großem Cache-Speicher bzw. für SSDs gedacht. WD demonstrierte die Schnittstelle deshalb auch mit ihrer »WD Black«-4-TByte-Festplatte in Verbindung mit einer 128-GByte-SSD.

Wer bislang eine Festplatte direkt an den PCIe-Bus anstecken wollte, brauchte dazu eine »PCI Express Sync Line via SRIS«-Adapterkarte. Diese lässt sich zukünftig einsparen.

»SATA wird noch für viele Jahre ein Standard in vielen Anwendungsbereichen bleiben«, bekundet Matt Rutledge, Vice President für Speichertechnologien bei WD. Er sieht die SATA-Express-Demonstration auf der Computex eher als Investition in die Zukunft. WD stehe bereit, mit Partner die Zukunft dieser neuen Speichertechnologie durchzudiskutieren.

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