24.03.2015 (eh)
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WD stellt »Arkeia«-Backup-Produktlinie ein

  • Inhalt dieses Artikels
  • Alternative Backup-Anbieter bringen sich in Stellung
  • SEP zeichnete bereits zwei neue Abkommen mit WD-Arkeia-Distributioren

Die wesentlichsten Leistungsmerkmale der letzten Arkeia-Version 10.2 (Bild: WD)Die wesentlichsten Leistungsmerkmale der letzten Arkeia-Version 10.2 (Bild: WD)Es war ein heißes CeBIT-Gerücht: WD stellt die »Arkeia«-Backup-Produktlinie ein. Am WD-Stand auf dem »Planet Reseller« war rein gar nichts von der WD-Arkeia-Linie zu sehen. Mittlerweile bekamen wir eine Bestätigung von der deutschen WD-Pressestelle, dass das CeBIT-Gerücht den Tatsachen entspricht. Pressesprecher Daniel Mauerhofer betont indes: »Wir supporten die Arkeia-Produktlinie aber weiterhin.«

WD hatte das französische Unternehmen Arkeia Software Anfang 2013 übernommen. Etwas mehr als ein Jahr lang gab es auch noch Neuheiten und Weiterentwicklungen. Doch seit der Vorstellung der Version »Arkeia 10.2« im Februar letzten Jahres tat sich nichts mehr. Sie ist auch laut der Arkeia-Homepage das letzte verfügbare Release.

Alternative Backup-Anbieter bringen sich in Stellung

So ärgerlich die Einstellung der Arkeia-Produktfamilie für Anwender ist – für alternative Backup-Anbieter ist die Situation dagegen hochinteressant. SEP und NovaStor ließen noch auf der CeBIT verlauten, dass sie Arkeia-Kunden entgegen kommen wollen.

Am weitesten ist hier das oberbayerische Backup-Softwarehaus SEP, das für Arkeia-Kunden bereits ein spezielles Trade-In-Angebot konfiguriert hat. »Wir stellen bereits seit Jahresanfang fest, dass immer mehr Distributoren und Händler von WD Arkeia eine Alternative suchen. Daher haben wir uns entschlossen, den Arkeia-Nutzern einen reibungslosen Umstieg auf unsere Hybrid Backup-Lösung ‚SEP sesam‘ anzubieten«, sagt Georg Moosreiner, Vorstand von SEP. »Durch unser großes Partnernetzwerk können wir hier zügig bei einer Umstellung behilflich sein. Backup-Lösungen über Plattformgrenzen hinaus werden in den heterogenen Umgebungen moderner Unternehmen und Organisationen immer wichtiger. Dafür gewähren wir unseren Kunden einen zuverlässigen Support.«

SEP zeichnete bereits zwei neue Abkommen mit WD-Arkeia-Distributioren

Moosreiner ließ überdies gegenüber speicherguide.de durchblicken, dass die jüngsten Distributionsabkommen mit 8Soft und das erst letzte Woche abgeschlossene mit dem Schweizer IT-Distributor Littlebit Technology allesamt von WD Arkeia getrieben wurden: »Das waren beide langjährige WD-Arkeia-Distributoren, und die brauchen jetzt schnell eine vernünftige Alternative.«

Moosreiner betont überdies, dass SEP sesam ein breiteres Spektrum an Plattformen unterstützt, als dies Arkeia-Kunden bisher nutzen konnten. So unterstützt SEP neben Linux auch Windows-Backup-Server. Auch die Enterprise-Versionen von Datenbanken und Anwendungen wie beispielsweise Microsofts DAGs bei Exchange 2013 und auch alle aktuellen Microsoft-Produkte wie SQL Server 2012/2014 können Teil der Backup-Strategie sein.

Zur SEP-Support-Matrix gehören außerdem die neuesten Linux-Enterprise-Versionen »Red Hat Enterprise Linux RHEL 7« und Suse Linux Enterprise Server (SLES) 12, Linux-Anwendungen wie Cyrus IMAP, DoveCot, Courier IMAP und Zarafa. SAP-Lösungen sollen sich über die zertifizierte SAP-HANA- und SAP-NetWeaver-Schnittstelle in allen gängigen Versionen wiederherstellen lassen. Zu den unterstützten Virtualisierungs-Plattformen zählen VMware, Microsoft (Hyper-V) und Citrix (XenServer). Insgesamt lassen sich bis zu 475 verschiedene Kombinationen aus Betriebssystemen, Datenbanken und Plattformen mit der Hybrid-Backup-Lösung SEP sesam sichern.

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