05.11.2013 (ubr)
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Violin Memory: Viel Potenzial für die Zukunft

  • Inhalt dieses Artikels
  • Violin hat Wettbewerber EMC fest im Visier
  • Flash-Technologien haben mehr Vorteile bei Clouds, Echtzeitanalysen oder Big Data
Don Basile, CEO Violin Memory
Don Basile, CEO Violin Memory
Der Börsengang des Flash-Anbieters Violin Memory Ende September verlief alles andere als problemlos: Vom Ausgangspreis von 9 US-Dollar pro Aktie blieben letztlich noch 7,02 US-Dollar pro Aktie übrig, ganze 22 Prozent unter Einstiegsangebot. Trotzdem blickt Donald Basile, CEO bei Violin Memory, äußerst optimistisch in die Zukunft. »Wir sind sehr erfreut über den Börsengang und die neugewonnen Investoren«, sagt Basile in einem Gespräch mit speicherguide.de. »Wir sind dabei, unsere Anstrengungen auf verschiedenen Märkten zu verstärken, um unsere Chancen zu nutzen und unsere Erfolgsstory weiter zu schreiben. Dazu haben wir zum Beispiel das Engagement mit Fujitsu im asiatischen und nordamerikanischen Bereich verstärkt.«

Darüber hinaus gibt es zusätzliche Bestrebungen, die Violin Memroy nach vorne bringen sollen. »Wir haben kürzlich das Team in Deutschland verdreifacht, um präsenter zu sein«, erklärt der Geschäftsführer. »Darüber hinaus suchen wir nach weiteren Partnern in der DACH-Region, beispielsweise nach Distributoren für unsere PCIe-Karten. Ebenso sind wir offen für Partner in Spezialgebieten, da Flash-Speicher vielen vertikalen Märkten enorme Vorteile bringt. Die Zusammenarbeit mit großen Software-Herstellern setzen wir weiter fort, um Perfrmance-Verbesserungen i viele Speicherumgebungen zu bringen.«

Violin hat Wettbewerber EMC fest im Visier

Mit den aktuellen Produktneuheiten zeigt Violin deutlich, dass sie ihre Marktposition nicht nur stärken, sondern signifikant ausbauen wollen. Immer im Visier dabei ist Wettbewerber Nummer eins: EMC. »Mit den neuen Produkten Force Memory und Maestro Software sowie einer optimierten Preisstrategie wollen wir klar das EMC-Portfolio treffen, aber auch konkurrenzfähig zu HP oder anderen Anbietern sein«, sagt Basile. »Violin-Lösungen offerieren große ökonomische Vorteile. Sie sind flexibler und skalierbarer, machen Konsolidierungen einfacher und bieten geringere Betriebskosten. Wir können mit unserem Produktangebot Flash-Technologie auf unterschiedlichen Ebenen anbieten und somit Infrastrukturen optimal ausstatten, um Performance-Anforderungen zu erfüllen.«

Die »Maestro Memory Services Software« ist eine Suite, die Anwendungsdaten in Rechenzentren beschleunigen, optimal auf Tiers verteilen, zügig migrieren und umfassend schützen soll. In Verbindung mit der »Force 2510 Memory Appliance« ist es so möglich, die Vorteile von Flash-Medien mit bestehenden Speichersystemen und existierenden Infrastrukturen zu nutzen. Die Ressourcennutzung und -verteilung soll sich laut Basile einfacher gestalten, ebenso die Skalierbarkeit und Flexibilität von Prozessen im Unternehmen. Zusammen mit Microsoft erfolgte zudem eine Optimierung auf »Windows Server 2012 R2«, um Cloud- und NAS-Szenarien in diesen Umgebungen schneller, effizienter und optimal nutzbar zu machen.

Flash-Technologien haben mehr Vorteile bei Clouds, Echtzeitanalysen oder Big Data

»Wir sehen, dass proprietäre Speicherlösungen an den neuen Anforderungen scheitern bzw. diese nicht optimal bedienen können«, betont Basile. »Wir sehen viele Einsatzgebiete wie Clouds, Echtzeitanalysen oder Big Data, in denen Flash-Technologien eindeutig mehr Vorteile bieten. Wir werden weiterhin in unsere Entwicklung investieren, um das Momentum von Flash aufs höchste auszunutzen und dem Kunden zur Verfügung zu stellen.«

Violin Memory hat sicherlich eines der umfangreichsten Flash-Produktportfolios am Markt, welches zudem von vornherein aufs Medium optimiert ist und keine Krücke darstellt, die bestehende Hardware einfach punktuell mit SSDs ausstattet. Der etwas missglückte Börsengang zeigt allerdings, dass bei all dem Hype um Flash, noch kein bedingungsloses Vertrauen in die Technologie da ist. Dazu tummeln sich mittlerweile auch zu viele der alten Platzhirsche auf dem Markt. Nur ein langer Atem sowie weiterhin solide Lösungen und mehr Partner können Violin hier vorantreiben. Dabei kann das Unternehmen darauf setzen, dass mit wachsender Erfolgszahlen der Flash-Technologie auch die eigene Erfolgsstory weiter geschrieben wird.


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