10.10.2013 (eh)
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Syncsort forciert Big-Data-Strategie mit Akquisition

  • Inhalt dieses Artikels
  • Syncsort wertet jetzt IBM-Mainframe-Daten noch intensiver aus
  • 80 Prozent der Unternehmensdaten stammen vom Mainframe
  • Syncsort will weiter auf Akquisitionskurs bleiben

Das Softwarehaus Syncsort, früher bekannt unter anderem für seine Backup-Lösungen, richtet sich immer massiver auf den Big-Data-Trend aus. Selbst positioniert man sich mittlerweile als Spezialist für Big-Data-Integrations-Lösungen; diese Strategie wird stark seit Anfang des Jahres vom neuen CEO Lonne Jaffe vorangetrieben. In diesem Zusammenhang wird nun auch mit der in Großbritannien beheimateten Circle Computer Group die erste Akquisition unter Dach und Fach gebracht. Syncsort erweitert damit sein Lösungsangebot für Mainframe- und Hadoop-Big-Data-Anwendungen.

Circle eröffnet laut Syncsort Organisationen mit seinem Software-Portfolio die Möglichkeit, für neue, unternehmensweite Big-Data-Initiativen sicher auf wertvolle, bisher unter Verschluss gehaltene Mainframe-Daten zuzugreifen. Gleichzeitig sollen sich die Softwarekosten für diese Prozesse reduzieren, da bestehende Applikationen nicht angepasst oder verändert werden müssen.

Syncsort wertet jetzt IBM-Mainframe-Daten noch intensiver aus

»DL/2«, die Flaggschiff-Lösung von Circle, verfügt eigenen Angaben zufolge über eine Software-Engine, die eine rasche, transparente Migration von Applikationen und damit den zugriffsfreien Übertrag großer Datenmengen von IBMs »Information Management System« (IMS) auf DB2 unter z/OS ermöglicht – und das ohne jegliche Änderung der Applikationen. Mithilfe der bestehenden »DMX-h«-Produktlinie von Syncsort können diese geschäftskritischen Mainframe-Daten für Big-Data-Plattformen, wie Apache Hadoop, sicher zugänglich gemacht werden. Außerdem bietet Circle ähnliche Features für den Umzug von IBMs »Virtual Storage Access Method«-Daten (VSAM).

Circle unterstütze viele Organisationen mit seiner Technologie bei der Bewahrung des nötigen Know-hows - eine echte Herausforderung angesichts schwindender Fachkenntnisse in den Bereichen IMS und VSAM. Mehr als 90 Prozent der Fortune-1000-Unternehmen würden IMS für die Verarbeitung ihrer geschäftskritischen Daten nutzen, und dabei täglich insgesamt mehr als 50 Milliarden Transaktionen durchführen. Das entspricht einer täglichen Datenmenge von über 14 PByte.

80 Prozent der Unternehmensdaten stammen vom Mainframe

»Viele Großunternehmen mit umfangreichen Hadoop-Projekten haben uns verraten, dass bis zu 80 Prozent ihrer Unternehmensdaten aus dem Mainframe stammen«, erklärt Geoff Cooke, General Manager bei der Circle Computer Group. »Mainframe-Daten sind entscheidend für die Big-Data-Strategie der Unternehmen. So überzeugen Syncsort und Circle durch eine eindrucksvolle Kombination ihres Fachwissens. Unsere Mainframe-Kunden setzen großes Vertrauen darin, dass wir ihnen einen messbaren Mehrwert bringen.«

Auch Syncsorts technologische Partnerschaften im Bereich Big Data sollen von der Übernahme von Circle profitieren. So haben Cloudera und Syncsort vor kurzem eine technologische Partnerschaft bekannt gegeben, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Mainframe-Daten in Hadoop zu unterstützen. Überdies gab Syncsort eine neue Partnerschaft mit Tableau Software bekannt.

Syncsort will weiter auf Akquisitionskurs bleiben

»Die Early-Adopters von Hadoop, also konsumentenorientierte Unternehmen wie Google, Facebook, Amazon und Twitter, hatten keine Mainframes«, erklärt Syncsort-CEO Jaffe. »Während des nächsten Jahrzehnts werden immer mehr große Unternehmen und Organisationen wie Banken, Regierungen, Einzelhändler oder Krankenhäuser die Big-Data-Technologie übernehmen. Im Zuge derartiger Umstellungen wird es für diese ‚Next-Generation Platforms’ immer wichtiger, eine leistungsfähige Software zu haben, die ihnen weltweit einen sicheren Zugang auf die riesigen Mengen an Mainframe-Daten ermöglicht.«

Finanzielle Einzelheiten zur Übernahme von Circle Computer Group wurden nicht gemacht. Es sollen aber weitere Akquisitionen folgen. »Wir möchten schnell wachsende Unternehmen mit großem Potenzial und sehr differenzierter Software akquirieren, mit denen wir unsere Strategie vorantreiben können und die sich bestens in unsere vorhandene Technologie einfügen«, lässt Jaffe durchblicken. »Wir sind sehr froh, mit Circle so ein Unternehmen gefunden zu haben.«

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