02.06.2014 (eh)
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Seagate übernimmt zwei LSI-Geschäftsbereiche von Avago

  • Inhalt dieses Artikels
  • Seagate bei Flash nicht so spendabel wie Konkurrent WD
  • LSI-PCIe-Linien Wharpdrive und Nitro jetzt bei Seagate

Jetzt bei Seagate: »Nytro MegaRAID«-Controller (Bild: LSI)Vor knapp sechs Monaten hat Avago Technologies angekündigt, den Storage-Chips-Spezialisten LSI für 6,6 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, um mit Storage-Systemen ins Rechenzentrum zu drängen. Da passten diverse Komponenten-Geschäftsbereiche nicht so recht dazu. Die verkaufte Avago, nachdem der LSI-Deal Anfang vergangenen Monats rechtlich durch war, nun an den Festplattenhersteller Seagate, der damit Flash sowie sein Controller-Business verstärkt.

450 Millionen US-Dollar legt Seagate für die LSI-Abteilungen »Accelerate Solution Division« (ASD) und »Flash Component Division« (FCD) hin. Seagate wird dadurch Besitzer der SandForce-Controller und aller Technologien drumherum. Die Sandforce-Controller-Chips sind vor allem für SSDs (Solid State Drives) von Bedeutung. Der ASD-Geschäftsbereich ist laut Seagate bereits zweitgrößter Marktmitspieler bei PCIe-Flash-Lösungen.

Seagate bei Flash nicht so spendabel wie Konkurrent WD

Im Flash-Bereich ist es damit eine der größten Akquisitionen für Seagate. Bisher verließ sich der Festplattenhersteller auf Eigenentwicklungen bzw. Kooperation (mit LSI und Samsung). Konkurrent WD war bei seinem Einstieg ins SSD- bzw. Flash-Segment wesentlich spendabler, und gab bislang etwas über einer Milliarde US-Dollar aus.

Sandforce wurde vor ca. zweieinhalb Jahren von LSI akquiriert, und zwar für rund 370 Millionen US-Dollar . Seither entwickelte sich das Unternehmen weiter. Der jetzige Übernahmepreis erscheint deshalb als relativ fair gepreist. Es wird aber sein zu sehen, wer der Sandforce-OEMs die Chips weiterhin bei Seagate einkauft. Die OEM-Kundenliste ist umfangreich, es sind aber auch etliche Unternehmen dabei, mit denen Seagate auf dem SSD-Endkundenmarkt konkurriert.

LSI-PCIe-Linien Wharpdrive und Nitro jetzt bei Seagate

Mit dem Deal kommt Seagate zwar auf dem SSD- bzw. Flash-Bereich einen klaren Schritt weiter. Aber der Abstand zu reinrassigen Flash-Lösungsanbietern wie Samsung, Intel, Micron, Toshiba und SanDisk – also Unternehmen, die sowohl Flash-Chips und Flash-Lösungen herstellen als auch die Controller-Technologie beherrschen – ist schon noch vorhanden. Zu den akquirierten Lösungen gehören auch die LSI-PCIe-Linien Wharpdrive und Nytro.

Seagate-CEO Steve Luczo ließ durchblicken, dass durch die Übernahme bereits im Fiskaljahr 2015 Zuwächse von 150 Millionen US-Dollar erwartet werden. Rechtlich soll der Deal im Lauf des dritten Quartals 2014 durch sein.

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