12.02.2016 (eh)

Schweizer Cloud-Hoster Exoscale plant Office in Berlin

  • Inhalt dieses Artikels
  • Datacenter in einem ehemaligen Schweizer Armeebunker
  • Exoscale unterliegt nicht dem »USA Patriot Act«

Hochsicher: ein Datacenter in einem ehemaligen Schweizer Armeebunker (Bild: Exoscale)Hochsicher: ein Datacenter in einem ehemaligen Schweizer Armeebunker (Bild: Exoscale)Der Schweizer Cloud-Hosting-Spezialist Exoscale hat von Swisscom Ventures eine frische Kapitalspritze bekommen. Mit dem neuen Geld aus der Risikokapitalsparte des Schweizer Telekommunikations- und IT-Anbieters will Exoscale zum einen seine Infrastruktur in der Schweiz ausbauen, und zum anderen international stark wachsen. Dazu gehört auch ein Office in Berlin. Die Eröffnung der deutschen Niederlassung soll bereits am kommenden 1. März erfolgen. Weitere Standorte in Europa und in Asien sind geplant.

Mit dem Fresh-Money des neuen Investors will Exoscale gezielt neue Angebote entwickeln, um sich vor allem als seriöse Alternative zur amerikanischen Cloud-Konkurrenz zu etablieren. Exoscale ist eine der wenigen europäischen Cloud Plattformen. Eigenen Angaben zufolge legt man besonderen Wert auf Einfachheit, Skalierbarkeit und Sicherheit. Damit ist Exoscale für den rasch wachsenden SaaS-Markt (Software-as-a-Service) hervorragend aufgestellt. Angeboten werden IaaS- und PaaS-Instanzen sowie eine Online-Objektspeicher-Plattform.

Datacenter in einem ehemaligen Schweizer Armeebunker

Ein Objektspeicher-Service aus den Schweizer Bergen (Bild: Exoscale)Ein Objektspeicher-Service aus den Schweizer Bergen (Bild: Exoscale)Besonderheit von Exoscale ist: Die unternehmenseigene Infrastruktur soll im kommenden März durch Inbetriebnahme eines zweiten Schweizer Datacenters in der Nähe von Zürich erweitert werden. Das in einem ehemaligen Armeebunker mitten in den Schweizer Alpen eingerichtete Center biete das absolute Maximum an baulichem Schutz verbunden mit hochmoderner Sicherheitstechnik (physische und biometrische Zutrittskontrolle, permanente Videoüberwachung).

Das Unternehmen plant darüber hinaus eine massive Vergünstigung der Tarife. Die aktuellen Preise sollen um bis zu zwei Drittel reduziert werden. So soll eine Cloud-Instanz mit 512 MByte Speicher und 10 GByte auf SSD-Laufwerk mit hoher Datenpersistenz gerade einmal sechs US-Dollar pro Monat kosten, während eine 32-GByte-Instanz mit 400-GByte-Laufwerk für nicht einmal 300 US-Dollar $ monatlich zu haben sein soll.

Exoscale unterliegt nicht dem »USA Patriot Act«

»Wir werden weiter expandieren«, versichert Exoscale-CEO Antoine Coetsier, »und uns mit hoch attraktiven Infrastrukturdienstleistungen noch intensiver auf die Erwartungen der SaaS-Anbieter einstellen.« Das in Lausanne ansässige Unternehmen betreibt bereits jetzt Datacenter in der ganzen Schweiz, und operiert unter dem besonders weitreichenden Schutz der Schweizer Datenschutzgesetzgebung.

Exoscale stellt sämtliche Dienste und Dienstleistungen von der Schweiz aus bereit. Damit unterliegt Exoscale nicht dem umstrittenen »USA Patriot Act«.

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