04.03.2015 (eh)
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Sandisk fasst mit All-Flash-System Infiniflash Big Data ins Auge

  • Inhalt dieses Artikels
  • »InfiniFlash«-Basisystem: 512 TByte in 3U-Bauhöhe
  • Infiniflash entkoppelt Computer-, Switching- und Storage-Funktionalitäten
  • Infiniflash für Hyperscale- und Enterprise-Workloads

Beachtlich: »InfiniFlash«-3U-Rack speichert bis zu 512 TByte (Bild: Sandisk)Beachtlich: »InfiniFlash«-3U-Rack speichert bis zu 512 TByte (Bild: Sandisk)Flash hat zwar einen Siegeszug in den Rechenzentren angetreten. Aber trotzdem: die installierten Kapazitäten im Vergleich zu Festplatten-Arrays, vor allem in Enterprise-Organisationen, könnten noch deutlich besser sein. SanDisk steigt nun in das All-Flash-Array-Segment mit einem brandneuen System ein – und man ist sich sicher: Das »InfiniFlash«-System ist das »Missing Link«, um endlich richtig im Rechenzentrum aufschlagen zu können.

Da es sich vor allem für Big-Data-Applikationen eignet, wird die neue Produktkategorie von den Marktforschern von IDC als »Big Data Flash« bezeichnete. Infiniflash wurde von Sandisk eigenen Angaben zufolge von Grund auf für enorme Kapazitäten, eine extrem hohe Leistung und maximale Zuverlässigkeit für Big-Data- und Hyperscale-Workloads konzipiert.

»InfiniFlash«-Basisystem: 512 TByte in 3U-Bauhöhe

Das »Missing Link«, um Flash im Rechenzentrum endgültig zum Durchbruch zu verhelfen (Bild: Sandisk)Das »Missing Link«, um Flash im Rechenzentrum endgültig zum Durchbruch zu verhelfen (Bild: Sandisk)Die technischen Eckdaten sind wirklich beeindruckend: Sandisk bringt im Infiniflash-Basisystem IF100 erstaunliche 512 TByte in einer 3U-Bauhöhe unter. Dieses System ist ohne besondere Schnörkel als reines kostengünstiges Flash-Array konzipiert. Es gibt noch die Versionen IF500, auf denen entweder das Sandisk-eigene Betriebssystem »InfiniFlash OS« läuft – oder das Open-Source-Dateisystem »Ceph« als Option. Dann gibt es noch die Version IF750 mit Infiniflash-OS und zusätzlicher »ION Accelerator«-Beschleunigerkarte für Workloads mit NoSQL-Datenbanken (»Cassandra« oder »MongoDB«). In das Beschleuniger-Board floss natürlich Know-how von der Fusion-io-Übernahme ein.

Für die reine Hardware- Lösung verspricht Sandisk, die Barriere von weniger als einem US-Dollar pro GByte zu knacken. Die mit Software ausgestatten Arrays werden laut Sandisk immer noch unter zwei US-Dollar/GByte erreichen – und wie betont wird: ohne Komprimierungs- oder Deduplizierungs-Technologien.

Infiniflash entkoppelt Computer-, Switching- und Storage-Funktionalitäten

64 dieser hot-swappable 8-TByte-Flash-Boards passen in ein 3U-Rack (Bild: Sandisk)64 dieser hot-swappable 8-TByte-Flash-Boards passen in ein 3U-Rack (Bild: Sandisk)Besonderheit von Infiniflash ist die Entkoppelung von Computer-, Switching- und Storage-Funktionalitäten. Dadurch kann es als Flash-Array von primären oder sekundären Speicher mit neuen Leistungsmerkmalen hinsichtlich der Anschaffungskosten und einer außerordentlich geringen Total-Cost-of-Ownership (TCO) eingesetzt werden. Die Infiniflash-Arrays mit bis zu 64 speziell hierfür entwickelten, hot-swappable Karten ausgestattet – eine Art SSDs –, wovon jede Einzelne eine bisher unerreichte Flash-Kapazität von 8 TByte aufweist. Ein 512-TByte-Arary kann mit bis zu acht Standard-Servern verbunden werden.

Das modulare Design der Infiniflash-Lösung unterstützt verschiedene Betriebssysteme und Storage-APIs. ION Accelerator ist für die Blockanbindung gedacht. Für die blockbasierte und/oder objektorientierte (wie beispielsweise »Swift«) Scale-Out-Anbindung greift InfiniFlash auf die Open-Source-Ceph-Plattform zurück, die für die Infiniflash-Lösung »flash-optimiert« wurde. Diese Services beinhalten die Bereitstellung von Bibliotheken sowie ein Software-Development-Kit (SDK), das Unternehmen die Optimierung ihrer Anwendungen erlaubt, um eine noch bessere Performance, Effizienz und TCO zu erreichen.

Infiniflash für Hyperscale- und Enterprise-Workloads

Sandisk adressiert mit Infiniflash vor allem diese Hyperscale- und Enterprise-Workloads:
► Big Data Analytics: InfiniFfash liefert sowohl die Kapazität als auch die Leistung, um aufschlussreiche Informationsmuster erkennen zu können, wie es die Workloads von Anwendungen wie Hadoop, Cassandra und MongoDB erfordern. Zeitnahe Analysen in »In-Memory«-Datenbanken gehören ebenso dazu.
► Content-Repositories: Speicherintensive Content-Repositories wie Social-Media-Webseiten benötigen extrem schnelle Lesekapazität. Und hierfür sieht Sandisk Infiniflash bestens positioniert.
► Media-Streaming: Die hohen Datenübertragungsraten kommen Applikationen, wie Rich-Media-Content wie Filme, Musik und Videoüberwachung, entgegen.

Die Marktchancen für die neue »Big Data Flash«-Speichermedium-Kategorie (Bild: IDC/Sandisk)Die Marktchancen für die neue »Big Data Flash«-Speichermedium-Kategorie (Bild: IDC/Sandisk)»Die Entwicklung der neuen Speicherkategorie für Big-Data-Flash wird Kunden aus dem Bereich des 3rd-Platform-Computing weiter voranbringen, die Schwierigkeiten damit haben, ihre Hyperscale-Umgebungen mit bisherigen Festplatten-Technologien zu bewältigen«, sagt Eric Burgener, Research Director bei IDC Storage Practice. »Big-Data-Flash-Lösungen liefern Latenzzeiten von weniger als einer Millisekunde, skalieren hunderte von Petabyte und glänzen mit Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Bedienbarkeit. So bringen sie sekundäre wirtschaftliche Vorteile in Big-Data-Anwendungen – und das zu einem US-Dollar/GByte-Preispunkt, der vergleichbar ist mit einem 15-U/min-Festplattensystem. Wir glauben an den Erfolg einer Lösung wie Infiniflash, weil sie eine preislich extrem attraktive Alternative zu derzeitigen Scale-Out-basierten Festplatten-Architekturen in Big-Data-Anwendungen bietet.«

Sandisk betont, dass die neue Lösung ab sofort verfügbar ist.

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