01.06.2016 (eh)
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Samsung: Massenfertigung von NVMe-SSDs im BGA-Format beginnt

Bis zu 512 GByte Flash-Speicher auf einem Chip im BGA-Format (Bild: Samsung)Bis zu 512 GByte Flash-Speicher auf einem Chip im BGA-Format (Bild: Samsung)Flash-Speicher, also SSDs, müssen nicht unbedingt mittels Stecker steckbar sein. Beispielsweise für Ultra-Slim-Notebooks macht es Sinn, auf den Stecker zu verzichten, und den Flash-Chip gleich auf die Hauptplatine (Motherboard) aufzulöten. Eine solche SSD im BGA-Gehäuse (Ball Grid Array) hat Samsung im März vorgestellt. Nun kündigt der Hersteller an, in die Massenproduktion zu gehen.

Der Chip mit der Bezeichnung »PM971-NVMe« beinhaltet alle erforderlichen SSD-Komponenten einschließlich NAND-Flash-Memory, DRAM sowie Controller. Die Speicherkapazität des nur 20 x 16 x 1,5 mm großen Chips umfasst 128, 256 oder 512 GByte. Das Volumen der Single-Package-SSD entspricht etwa einem Hundertstel einer 2,5-Zoll-SSD oder -Festplatte; die Chip-Oberfläche entspricht etwa einem Fünftel eines M.2-SSDs. Das Gewicht beträgt nur rund ein Gramm.

Mit NVMe-Schnittstelle schaltet eine SSD noch einen zusätzlichen Turbo ein

Abmessungen von nur 20 x 15 x 1,5 mm und nur ein Gramm schwer: die »PM971-NVMe«-SSD (Bild: Samsung)Abmessungen von nur 20 x 15 x 1,5 mm und nur ein Gramm schwer: die »PM971-NVMe«-SSD (Bild: Samsung)Angesprochen wird der SSD-Chip über eine NVMe-Schnittstelle (Non-Volatile Memory Express). Diese Schnittstelle und ihr Befehlssatz wurde speziell für SSDs und Halbleiterspeicher optimiert. Dadurch erhöhen sich die Random-Read- und -Write-IOPS auf bis zu 190.000 bzw. 150.000 für die einfache Handhabung von High-Speed-Operationen. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Festplatte verarbeitet nur bis zu 120 IOPS in Random-Reads. Dies macht das neue Samsung-Halbleiterlaufwerk somit über 1.500 Mal performanter als eine schnelle Festplatte. Hier wird auch der Vorteil der Kombination schneller Flash-Halbleiterspeicher plus speziell optimierte NVMe-Schnittstelle deutlich. Und gegenüber einer SSD mit SATA-Schnittstelle ist die NVMe-SSD immer noch rund dreimal schneller.

Die neue SSD ermöglicht sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1.500 MByte/s bzw. 900 MByte/s bei Nutzung der von Samsung entwickelten TurboWrite-Technologie. Die Leistungsdaten sind direkt vergleichbar mit der Übertragung eines 5 GByte großen Full-HD Spielfilms in etwa drei Sekunden oder dem entsprechenden Download in etwa sechs Sekunden. Auch hier ein Vergleich: Samsungs SSD »850 Pro« mit 6-Gbit/s-SATA-Interface schafft nur Transferraten von bis zu 550 MByte/s bzw. 520 MByte/s sowie bis zu 100.000 bzw. 90.000 IOPS.

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