06.10.2015 (eh)
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Quantum kündigt Tape-Lösungen auf LTO-7-Basis an

  • Inhalt dieses Artikels
  • LTO-7-Systeme erreichen Datenübertragungsraten von mehr als 2,7 TByte pro Stunde
  • LTFS eignet sich für große Mengen unstrukturierter Daten
  • LTO-7 passt bestens in Tiered-Storage-Architekturen

Die aktuelle LTO-Roadmap bis LTO-10 (Grafik/Quelle: LTO Konsortium)Die aktuelle LTO-Roadmap bis LTO-10 (Grafik/Quelle: LTO Konsortium)Da Quantum Mitglied des LTO-Konsortiums (Linear Tape-Open) ist, kommt die Ankündigung freilich nicht überraschend. Trotzdem ist es schon interessant, dass man vor den anderen Konsortiumsmitgliedern, IBM und HP, vorprescht. Und man lehnt sich raus, dass man die ersten Produkte – LTO-7-Bandlaufwerke integriert in die »Scalar i6000«- und »Scalar i500«-Librarys – voraussichtlich schon im Dezember ausliefern werde.

Weitere Plattformen wie beispielsweise die »StorNext AEL«-Bandbibliotheken, die derzeit hinsichtlich ihrer Compliance-Verifizierung überprüft werden, sollen folgen. Quantum nimmt ab sofort Bestellungen an. Nutzer von LTO-6-Lösungen können jetzt schon an einem Programm teilnehmen, um bei Verfügbarkeit kostenlos auf LTO-7-Technologie umzusteigen. Die Spezifikationen der neuen LTO-7-Technologie und die neue LTO-Roadmap wurden kürzlich vom LTO Konsortium angekündigt.

LTO-7-Systeme erreichen Datenübertragungsraten von mehr als 2,7 TByte pro Stunde

Die neuen technischen Spezifikationen von LTO-7 bieten im Vergleich zur letzten Generation mehr als die doppelte Tape-Kapazität – bis zu 15 TByte komprimiert pro Cartridge – wodurch mehr Daten kostengünstig und langfristig vorgehalten werden können. Zudem werden über die LTO-7-Systeme Datenübertragungsraten von bis zu 750 MByte/s (komprimiert) bzw. mehr als 2,7 TByte pro Stunde erreicht, was einen wesentlichen schnelleren Transfer großer Dateien ermöglicht.

Quantum positioniert die LTO-7-Technologie vor allem für die Branchen Media und Entertainment, Videoüberwachung, Rechenzentrumsarchive und langfristige Datenvorhaltung. Und hier vor allem in Tiered-Storage-Architekturen.

LTFS eignet sich für große Mengen unstrukturierter Daten

Von Besonderheit innerhalb der LTO-Technologie ist auch LTFS (Linear Tape File System); es zeigt auf Tape gespeicherte Dateien genauso an wie Speicherdaten auf Disk oder anderen Wechselmedien (beispielsweise USB-Sticks). Hintergrund ist, dass mit LTO-5 eine neue LTO-Partitionierungsfunktion eingeführt wurde. Damit können Benutzer am Beginn des Tapes eine separate Partition für einen Index der auf der primären Tape-Partition gespeicherten Inhalte anlegen.

Mit LTFS lassen sich Dateien unter jedem Betriebssystem suchen, abrufen und speichern – ganz ohne Einsatz einer Backup-Anwendung. Die LTFS-Technologie eignet sich ideal für Unternehmen, die große Mengen an unstrukturierten Daten verwalten müssen, etwa Bilder, Videos oder eingescannte Dokumente. Diese Inhalte lassen sich nicht gut komprimieren oder deduplizieren, und auch die Zugriffsanforderungen durch die jeweiligen Eigentümer sind in der Regel nur schwer vorhersagbar. All das trägt dazu bei, dass die ohnehin strapazierten IT-Abteilungen noch zusätzlich belastet werden. Mit einem NAS-Tape-Archiv und LTFS erhalten Dateneigentümer eine günstige und gesicherte Lösung für den direkten Zugriff auf ihre archivierten Inhalte.

LTO-7 passt bestens in Tiered-Storage-Architekturen

»Viele Organisationen in datenintensiven Märkten wie Media und Entertainment, Videoüberwachung oder Hochschulforschung kämpfen mit den wachsenden Mengen an unstrukturierten Daten. Unsere Scalar- und Stornext-AEL-Kunden können die LTO-7 Technologie als Teil ihrer Tiered-Storage-Lösung nutzen«, erläutert Robert Clark, Senior Vice President, Product Operations bei Quantum. »Sie profitieren von den Vorteilen der verbesserten Storage-Kapazität, Dichte und Performance, und können so ihrem Datenwachstum aktiv begegnen.«

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