10.07.2014 (eh)
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Open-E greift mit ZFS-Lösung »JupiterDSS« Konkurrent Nexenta an

  • Inhalt dieses Artikels
  • Deutlich mehr Treiber und APIs für Linux
  • Lizenzmodell: nur einmal bezahlen, lebenslang benutzen
  • Vorteil ZFS: unvorstellbare Größe des adressierbaren Speichers
  • Open-E-Partner konfigurieren kundengerechte Komplettsysteme

Open-E »JupiterDSS«Open-E »JupiterDSS«»Wir wurden von vielen unserer Kunden weltweit immer wieder gefragt, wann wir unsere Features weiter ausbauen und noch größere Storage-Umgebungen unterstützen werden«, erklärt Krzysztof Franek, CEO und President von Open-E, anlässlich der Neuvorstellung des Open-E-Flaggschiffprodukts »JupiterDSS«. »Durch die sorgfältige Arbeit unseres Entwickler-Teams und den Input unserer Kunden und Partner, konnten wir ein Software-defined-Storage-System entwickeln, mit dem unsere Kunden eine vereinheitlichte SAN-Lösung ganz nach ihren Anforderungen gestalten können.«

Dass das Münchner Storage-Software-Haus Open-E mit einer brandneuen Storage-Betriebssystem-Produktlinie aufwarten wird, darüber verdichteten sich in den letzten Wochen die Gerüchte. Nun ist es soweit: JupiterDSS ist im Kern das ZFS-File-System, das Open-E in diesem Fall auf das Linux-Betriebssystem aufsetzt.

Deutlich mehr Treiber und APIs für Linux

Wizard für Installation und Bereitstellung von JupiterDSS (Bild: Open-E)Wizard für Installation und Bereitstellung von JupiterDSS (Bild: Open-E)ZFS ist auch der Kern des Konkurrenzprodukts »NexentaStor« von Nexenta, allerdings setzt dieses Unternehmen auf das »OpenSolaris«-Betriebssystem. Beide Storage-Betriebssysteme sind im Kern also somit gleich – aber der Unterschied der zugrunde liegenden Open-Source-Betriebssysteme dürfte sich beim Implementieren auswirken. Denn die Community, die Linux unterstützt, ist um Längen größer als die von OpenSolaris. Das ist alleine schon an der Auswahl an Treibern und APIs ersichtlich. (Da Oracle die Unterstützung 2010 für OpenSolaris eingestellt hat, pflegt es die Open-Source-Community unter dem Projektnamen Illumos weiter. Nexenta gibt auch neuerdings Illumos als basierendes Betriebssystem an.)

Open-E integriert in ihr JupiterDSS unter anderem viele Enterprise-Features wie Thin-Provisioning, Kompression und Deduplizierung, unbegrenzte Kapazitäten und Volume-Größen, hohe Skalierbarkeit durch fast unbegrenzte Größe von LUNs, unbegrenzte Snapshots, Daten-Integrität durch Prüfsummen zur Vermeidung von fehlerhaften Daten, sowie Tiered-RAM und SSD-Caching für zusätzliche Performance bei der Nutzung von Solid-State-Drives (SSD) mit geringer Latenz.

Lizenzmodell: nur einmal bezahlen, lebenslang benutzen

Mit JupiterDSS führt Open-E ihr Lizenz- und Preismodell fort. »Es gibt keine versteckten Kosten für Features, wie bei den meisten unserer Wettbewerber«, betont Franek. »Kunden bezahlen zudem nur die Kapazität, die sie tatsächlich nutzen – nicht für Caching, Spares oder gespiegelte Platten.« Bei einem RAID-Array wäre das die nutzbare Nettokapazität – bei Nexenta wäre hier die Bruttokapazität zu bezahlen.

Außerdem verweist Franek auf das Lizenzmodell, wonach die Software für Kunden nur einmal zu lizenzieren sei – spätere Hardware-Wechsel würden für Kunden keine Neulizenzierung bedeuten: »Wir verfolgen nicht das EMC- oder NetApp-Modell, wo man bei jedem neuen System die schon einmal lizenzierte Software wieder neu kaufen muss.«

Vorteil ZFS: unvorstellbare Größe des adressierbaren Speichers

Das auf Anhieb imponierendste Merkmal von ZFS ist die unvorstellbare Größe des adressierbaren Speichers. Während mit FAT32 beispielsweise keine Dateien mit mehr als 4 GByte möglich sind, kennt das 128-bit-ZFS-Dateisystem praktisch keine Grenzen. »Mit ZFS könnte man theoretisch alle heute verfügbaren Daten in einem Storage-System verwalten – wenn es denn so ein System gäbe«, witzelt Franek.

Vertrieben wird JupiterDSS über ausgewählte Open-E-Partner, die damit typischerweise Storage-Systeme für Kunden konfigurieren. Bei der bisherigen Open-E-Linie DSS (Data Storage Software), die aktuell draußen in der Version 7 ist, gibt es weltweit rund 600 Partner. Bei JupiterDSS wird es vorerst nur 18 Partner geben. Einer davon ist der Server- und Storage-Hersteller Boston Server & Storage Solutions, auf dessen gestrigem »Boston Solution & Technology Day 2014« die Open-E-Neuheit weltweit erstmals vorgestellt wurde.

Open-E-Partner konfigurieren kundengerechte Komplettsysteme

Partner werden von Open-E geschult, und deren Hardware von Open-E zertifiziert. Open-E bietet diverse Support-Pakete an, die von Partner um weitere Services ergänzt werden können.

Wie bei DSS V7 und V6 erfolgen auch bei JupiterDSS die Verwaltung und Monitoring der Storage-Kapazitäten über eine grafische Benutzeroberfläche, die den Rückgriff auf Kommandozeilen-Befehle überflüssig machen soll. Die Installation und Bereitstellung von JupiterDSS erfolgt zusätzlich über einen speziellen Wizard.

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Kommentare (1)
03.12.2014 - eh

Zur allgemeinen Information: Das Produkt "Jupiter DSS" wurde zwischenzeitlich in "JovianDSS" (Jovian DSS) umbenannt.


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