07.10.2015 (eh)
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Object-Storage-Markt: IBM krallt sich Cleversafe

  • Inhalt dieses Artikels
  • Object-Storage-Markt noch ohne klaren Marktführer
  • Unstrukturierte Daten und Big Data treiben Objektspeicher

Die Vorteile einer Object-Storage-Lösung von Cleversafe (Bild: Cleversafe)Die Vorteile einer Object-Storage-Lösung von Cleversafe (Bild: Cleversafe)Der Object-Storage-Markt wird erwachsen. Nun steigt IBM ein, und übernimmt dazu den Startup Cleversafe. Das US-Unternehmen mit rund 210 Beschäftigten hat die Softwarelösung »Dispersed Storage Network« (»dsNet«) im Programm, und verwendet diese auch in eigenen Appliance-Lösungen. IBM will mit Cleversafe vor allem bei Hybrid-Cloud-Lösungen stärker punkten.

Konkret heißt das, dass die dsNet-Lösungen und -Technologien in IBMs Infrastructure-as-a-Service, die SoftLayer-Cloud und die Softlayer-Object-Storage-Services-Plattform integriert werden sollen. Cleversafe soll wohl an das »Spectrum Storage«-Portfolio von IBM angegliedert werden.

Object-Storage-Markt noch ohne klaren Marktführer

Object-Storage-Lösungen machten sich zuletzt daran, vom Nischendasein erfolgreich hin zum Mainstream zu migrieren. Cleversafe-Konkurrenten wie Cloudian, Scality, Qstar, Nexenta oder SwiftStack sowie Quantum (in diesem Fall mit einer OEM-Lösung von Amplidata) machen zunehmend von sich reden. Cloudian findet sich bei EUROstor-Lösungen, Qstar bei N-Tec. Von den größeren IT-Unternehmen sind bereits Dell und HP (OEM von Scality) mit einer Object-Storage-Offerte unterwegs.

Von den großen Storage-Anbietern hat EMC immerhin drei Object-Storage-basierende Lösungen im Programm: »Atmos«, »Centera« und »ECS«. Eigentlich war EMC sehr früh dran, aber drei Lösungen bedeuten somit auch interne Mitkonkurrenten und Verzettelungsgefahr. NetApp hat »StorageGRID« im Programm, es scheint aber kein großer Fokus drauf zu liegen.

Unstrukturierte Daten und Big Data treiben Objektspeicher

Objektspeicher gelten vor allem als viel flexibler als Block- oder File-Storage, da sie die Metadaten von den Daten trennen, und Informationen, unabhängig in welchem Format diese ankommen, als Objekte mit einem variablen Metadaten-Satz ablegt. Das macht ein Indizieren gerade von unstrukturierten Daten einfacher und somit auch die Suche oder Analyse. Objektspeicher-Systeme offerieren großen Datenumgebungen eine kosteneffiziente, skalierbare und selbstheilende Datenvorhaltung, insbesondere von unstrukturierten Daten.

Finanzielle Einzelheiten zum IBM-Cleversafe-Deal wurden nicht genannt. IBM geht davon aus, dass die Übernahme rechtlich noch im Laufe des vierten Kalenderquartals durch ist.

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