16.04.2014 (eh)
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Nutanix trimmt »NOS 4.0« für Web-Scale-Infrastrukturen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Einige der neuen Funktionen in Nutanix NOS 4.0
  • Betriebssystem-Upgrade erfolgt unterbrechungsfrei
Features von NOS 4.0 (Bild: Nutanix)
Features von NOS 4.0 (Bild: Nutanix)
Für ihre »Virtual Computing Platform« hat Nutanix die Version 4.0 ihres Betriebssystems »Nutanix Operating System (NOS)« angekündigt. »Aufgrund vieler Kundenerfahrungen haben wir NOS 4.0 noch intensiver für Web-Scale-Infrastrukturen optimiert«, erläutert Greg Smith, Senior Director of Product Marketing bei Nutanix, im Hintergrundgespräch mit speicherguide.de. Es werde im Allgemeinen fälschlicherweise angenommen, dass sich die Vorteile einer Web-Scale-Infrastruktur nur in Umgebungen mit gewaltigen Datenmengen und Millionen von gleichzeitig aktiven Anwendern einstellen. Vielmehr haderten oftmals bereits mittelgroße Unternehmen mit den Skalierungsmöglichkeiten ihrer Server- und Storage-Infrastruktur.

NOS 4.0 beinhalte deshalb eine Vielzahl an neuen Funktionalitäten und Verbesserungen, um den neuen Skalierungsanforderungen in Rechenzentren zu begegnen. Dazu zählen insbesondere End-to-End-Systemanalysen und Multi-Cluster-Management auf der Steuerungsebene sowie konfigurierbare Ausfallsicherheitsniveaus und leistungsstarke verteilte Datendienste auf der Datenebene. Diese Erweiterungen sollen die schnelle Anpassung an geschäftliche Veränderungen, operative Effizienz sowie die Fähigkeit ermöglichen, auf unerwarteten Erweiterungsbedarf von Unternehmensumgebungen reagieren zu können, in denen geschäftskritische Anwendungen laufen.

Die neuen Funktionen in NOS 4.0 gruppieren sich hauptsächlich in zwei Bereiche: Bei der Gruppe »Data Fabric« geht es hauptsächlich um die Technologie rund ums Skalieren, und bei der Gruppe »Control Fabric« geht es vor allem um Management-Tools für Administratoren.

Einige der neuen Funktionen in Nutanix NOS 4.0

? Neu ist die Funktion »Prism Central«, mit der Administratoren mehrere Nutanix-Cluster über viele verschiedene Standorte hinweg zentral verwalten können. Die Administratoren eines weltweit agierenden Einzelhändlers sind dadurch beispielsweise in der Lage, die IT-Ressourcen in hunderten Filialen zentral zu managen. Prism Central bietet Administratoren zudem eine Gesamtübersicht der Betriebszustände und Ressourcen über alle Cluster hinweg, während gleichzeitig die individuelle Verwaltung der einzelnen Cluster möglich bleibt.
? Das neue Prism-Modul »Cluster Health« macht den Systemzustand eines Clusters für Administratoren transparent. Es ermöglicht es Administratoren die aktive End-to-End-Überwachung von Systemressourcen. Diese können mit Hilfe der intuitiv bedienbaren grafischen Navigationsoberfläche mögliche Probleme in einem Bruchteil der Zeit diagnostizieren und beheben, die dazu in einer traditionellen Infrastruktur notwendig wäre. »Ein Administrator kann damit viele Probleme selbst beheben, wo er früher oft den Support bemüht hätte«, erläutert Smith.
? Die bestehende Source-Deduplizierungstechnologie wird nun um die neue »MapReduce«-Deduplizierung erweitert. Dabei handelt es sich um eine Funktionalität zur Post-Process-Deduplizierung, welche die effektive Speicherkapazität eines gesamten Clusters erhöht. Im Gegensatz zur Deduplizierung auf klassischen Storage-Arrays sei die Mapmeduce-Deduplizierung hochgradig verteilt und läuft automatisch auf allen Knoten im Cluster, wodurch sich seine Funktionalität mit dem Wachsen des Clusters skaliert. Durch die Mapreduce-Deduplizierung in Kombination mit der Deduplizierung in Echtzeit, die bereits im System verfügbar ist, eigne sich die Virtual Computing Platform ideal für persistente Virtual-Desktop-Infrastructure-Implementierungen (VDI), virtualisierte Server-Workload-Umgebungen sowie Backup- und Archivierungsumgebungen.
? Zu den weiteren Verbesserungen gehört unter anderem »Tunable Redundancy«, eine Suite an Funktionen, mit denen Administratoren unterschiedliche Fehlertoleranzniveaus für Applikationen einrichten können. Indem Anwendungen im selben Cluster unterschiedliche Redundanzniveaus erlaubt werden, entfalle durch NOS 4.0 die Notwendigkeit, mehrere Cluster zu erstellen. Getreu dem dahinterstehenden Prinzip einer Software-gesteuerten Infrastruktur werden die Systemrichtlinien, die bestimmen, welche Applikation welches Redundanzniveau erhält, zur Laufzeit (»late-bound«) und dynamisch angewendet, um unterschiedliche Niveaus an Ausfallsicherheit und Fehlertoleranz zu erreichen.

Betriebssystem-Upgrade erfolgt unterbrechungsfrei

Zusätzlich zu diesen Funktionalitäten ermöglicht NOS 4.0 eingriffs- und unterbrechungsfreien Betriebssystem-Upgrade für Cluster beliebiger Größe. »Administratoren können das Upgrade übernacht machen, während sie schlafen«, meint Smith. Weitere Verbesserungen integrierte Funktionen für zentrales Backup und Notfallwiederherstellung von einer einzigen Kontrolloberfläche aus, sowie »Windows PowerShell Cmdlets« auf Basis der REST-API-Schnittstellen von Nutanix, die es Windows-Nutzern ermöglichen, ihre Nutanix-Cluster zu verwalten.

Nutanix OS 4.0 soll Ende des Monats für Kunden mit laufenden Wartungsverträgen verfügbar sein.

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