02.09.2015 (eh)
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Neuigkeiten von »VMworld 2015« (I): Vmware, HDS und Lenovo

Die Software-Architektur von »EVO SDDC« (Bild: Vmware)Die Software-Architektur von »EVO SDDC« (Bild: Vmware)In San Franzisko haben sich in dieser Woche über 23.000 IT-Experten aus 88 Ländern eingefunden, denn es tagt die VMworld, die Hausmesse von VMware. Es geht um Neues rund um die Themen Cloud-Computing, Virtualisierung und Container.

Natürlich will Vmware mit den Neuheiten ihre Vision des Software-Defined Data-Center (SDDC) zementieren. Kunden, die bei einem SDDS auf Vmware setzen, will man den Aufbau und Betrieb von Rechenzentren mit tausenden von virtuellen Maschinen erleichtern.

Zu den Neuvorstellungen wird deshalb seitens Vmware »EVO SDDC« und die Version 6.1 des »Virtual SAN« hervorgehoben. Das Konzept EVO:RAIL war bereits ein Thema auf der letztjährigen Vmworld. Aber so richtig zum Fliegen kam es nicht. Wie man hört, habe es sich nicht wegen der hohen Kosten der damit verbundenen Lizenzen sowie der Ressourcenansprüche durchsetzen können.

EVO SDDC, sozusagen als der Nachfolger von EVO:RAIL, soll nun hyperkonvergente Strukturen schaffen, die Netzwerk, Rechner, Speicher und Management zusammenfassen. Kern ist der »EVO SDDC Manager« nebst diversen ergänzenden Softwarepaketen. Vmware geht davon aus, dass die Partner die Erstversion von EVO SDDC im ersten Halbjahr 2016 ausliefern. Virtual SAN 6.1 soll weitgehend im dritten Quartal 2015 generell verfügbar sein.

Ob Vmware es nun schafft, endlich auf dem Markt für hyperkonvergente Systeme Fuß zu fassen, wird spannend. Denn der bescheidene Erfolg von EVO:RAIL beflügelte Konkurrenten wie Nutanix, Simplivity oder Tintri außerordentlich. Auch Datacore Software schnürt mit ihrem Server-Partner Huawei mittlerweile interessante Lösungen.

Vmware kündigt »vSphere Integrated Container« und Photon-Plattform an

Es geht um die Beschleunigung von Cloud-nativen Anwendungen in Unternehmen – dazu wurden zwei neue Vorabversionen vorgestellt: »vSphere Integrated Container« sowie die Photon-Plattform. Damit soll es IT-Abteilungen ermöglicht werden, Container in lokalen Produktionsumgebungen und in der Vmware-Public-Cloud »vCloud Air« bereitzustellen.

vSphere Integrated Container biete IT-Teams die Möglichkeit, jede Anwendung, einschließlich in Containern gebündelte Anwendungen, in einer gemeinsamen Infrastruktur zu unterstützen. Die Technologie könne Container-Initiativen beschleunigen. Entwickler würden ebenfalls von der Flexibilität, Portabilität und Geschwindigkeit, die Container liefern, profitieren. Die Lösung soll sich leicht in andere Container-Ökosystem-Lösungen wie CoreOS Tectonic, Docker, Kubernetes, Mesospheres-Betriebssystem für Rechenzentren sowie Cloud Foundry integrieren lassen.

vSphere Integrated Container stelle ein ergänzendes Set Cloud-nativer Technologien dar, die sich durch »Project Bonneville«, »Project Photon OS« (früher Project Photon) und die Instant-Clone-Technology von Vmware (eine Funktion von vSphere 6) auszeichnen und laut Vmware »das Beste von vSphere mit Containern verbindet«.

Für DevOps- und Software-as-a-Service-Organisationen (SaaS) erfordert der Betrieb skalierbarer Cloud-nativer Anwendungen eine containeroptimierte Plattform, die für hohe Workloads und Fluktuation optimiert wird und durch ein API-First-Modell gekennzeichnet ist. Dazu ist die neue Photon-Plattform konzipiert. Sie wurde speziell dafür entwickelt, um dem größer werdenden Bedarf gerecht zu werden und Funktionen für skalierbare Cloud-native Anwendungen anzubieten. Die Photon-Plattform, die für DevOps – Teams, die große Pools von Standard-Rechenleistung, die ausschließlich Cloud-native Anwendungen nutzen – konzipiert wurde, wurde auf der Vmworld als Vorabversion vorgestellt.

DevOps-Teams haben die Wahl, Open-Containe-Orchestrierungs-Frameworks, wie die Nutzung von Docker Swarm, Kubernetes, Mesos und Cloud Foundry auf der Plattform zu verwenden. Die Technologie – von der einige Komponenten quelloffen sein sollen – unterstütze auch dynamische, durchgängige Integrationsumgebungen, den Einsatz von Plattform-as-a-Service (PaaS) oder SaaS sowie Datenanalyse-Cluster, die mit Hadoop oder Spark betrieben werden.

HDS setzt weiterhin auf EVO:RAIL

Während andere Unternehmen mittlerweile eher skeptischer sind, setzt Hitachi Data Systems (HDS) weiterhin auf EVO:RAIL. Vorgestellt wurde dazu auf der Vmworld die neue »Hitachi Unified Compute Platform (UCP) 1000 for VMware EVO:RAIL«. Dabei handelt es sich um ein vorgefertigtes und voll optimiertes hyperkonvergentes Gerät, das für die schnelle und kostengünstige Einrichtung von Zweigstellen, Test- und Entwicklungsumgebungen, virtuellen Desktops und ähnlichen virtualisierten Lösungen entwickelt wurde.

Für einen kostengünstigen Datenschutz bietet die Hitachi für die UCP 1000 for VMware EVO:RAIL optional die Integration mit der »Hitachi Data Ingestor«-Software, die ein »Bottomless Backup« ermöglicht, On-Premise mit der Hitachi Content Platform (HCP) oder in der Cloud mit »Hitachi Cloud Service for Content Archiving«.

Hitachi hat außerdem für seine »Virtual Storage Platform (VSP) G1000« die Unterstützung durch die neuen »VMware vSphere Virtual Volumes« angekündigt. Mit dessen Implementierung sollen Kunden von granularer Kontrolle ihrer virtuellen Maschinen (VM) und der richtlinienbasierten Verwaltung des VM-Wachstums profitieren und so die Effizienz ihres Rechenzentrums steigern können.

Eine neue Version des »Hitachi Virtual Infrastructure Integrator 3.0« hatte HDS ebenfalls auf der Vmworld mit dabei. Die Lösung ermöglicht Datenschutz und -management speziell für vSphere, wobei das Datenmanagement für File- und Block-Storage vereinfacht werden soll. Die Lösung erlaube zeitgesteuerte und unmittelbare Backups, Wiederherstellung und Services zum Klonen.

HDS bietet jetzt auch ausgedehnte Storage-Cluster-Fähigkeiten auf VSP-Systemen und nutzt dazu weltweit aktive Gerätetechnologie in Verbindung mit dem »VMware vCenter Site Recovery Manager«. Kunden erhalten dadurch unterbrechungsfreie Anwendungsmobilität, verbesserte Ziele für Wiederherstellungspunkte (Recovery Point Objectives, kurz RPO) und Wiederherstellungszeiten (Recovery Time Objectives, kurz RTO) im Desaster-Fall.

Lenovo mit neuer Enterprise-Software

Lenovo nimmt die Vmworld zum Anlass, eine Reihe an ISV-Unternehmenssoftware-Paketen sowie Angebote für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), inklusive Red Hat OpenStack und Vmware Software-Defined Data-Center (SDDC) vorzustellen. Diese leistungsstarken Lösungen helfen Anwendern die Leistung ihrer Systeme zu erhöhen und die Inbetriebnahme von Unternehmensanwendungen zu beschleunigen, um den Herausforderungen von Cloud, Big Data und Datenbankanwendungen begegnen zu können.

Lenovo geht es mit seinen Cloud-Solutions vor allem darum, um Kunden einen einfachen und effizienten Weg bei der Inbetriebnahme von Cloud-Plattformen aufzuzeigen. Die Red-Hat-Enterprise-Linux-OpenStack-Plattform, kombiniert mit einem Lenovo-System x3650/x3550 M5 oder ThinkServer RD650/RD550 Rack-Server biete die Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit, die benötigt wird, um ein Maximum an Verfügbarkeit von unternehmenskritischen Cloud-Anwendungen zu gewährleisten und damit auch einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Die Lenovo Cloud-Reference-Architektur für Vmware SDDC biete eine erschwingliche und interoperable Cloud-Architektur, um alle virtuellen Workloads zu verwalten. Lenovo System x3650 M5 Rack Server, Lenovo Networking und IBM-Storwize-V3700-Speicher sollen laut Lenovo in allen Bereichen bis zu 61 Prozent verbesserte Virtualisierungsperformance im Vergleich zur Vorgängerversion liefern.

Lenovo baut auch künftig auf Big-Data-Lösungen mit aktualisierter Hadoop-Reference-Architektur für Cloudera, MapR und IBM. Hierfürü werden Referenzarchitekturen mit Lenovo System x3650 und x3550 M5 Rack-Servers mit Intel-Xeon-E5-2600-V3-Prozessoren empfohlen.

Mit dem exponentiell ansteigenden Datenvolumen stellt Lenovo auch neue Datenbankanwendungen vor, um Big Data voll auszuschöpfen. »Lenovo Database Configuration« für »EnterpriseDB Postgres Plus« bietet eine Kombination aus Lenovo System x3850 X6-Server und einer mainframegleichen Zuverlässigkeit. Die Open-Source-Datenbank »Postgres Plus Advanced Server« von EnterpriseDB stellt laut Lenovo eine sehr ökonomische Datenbanklösung dar.

Lenovo Database Configuration gibt es aber auch für MongoDB Enterprise; dies kombiniert die populärste NoSQL-Datenbanksoftware mit dem Lenovo System x3850 X6 Server für einen neuen Ansatz im Scale-Up-Computing. Die Kombination aus Lenovo-System und den Funktionen von MongoDB liefere herausragende Systemperformance, Verfügbarkeit und Systemstabilität, und führe damit zu noch schnelleren Ergebnissen und geringeren Ausfallzeiten.

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