21.06.2013 (eh)
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Netapp kündigt »Clustered Data Ontap 8.2« an

  • Inhalt dieses Artikels
  • Netapp-Vision für Software-Defined Storage
  • Clustered Data Ontap 8.2 skaliert auf bis zu 69 PByte
  • Mit Clustered Data Ontap 8.2 ineffiziente Storage-Silos angehen
  • Netapp-OS eignet sich bestens für Scale-Out-NAS
Architektur von »Clustered Data Ontap 8.2« (Bild: Netapp)
Architektur von »Clustered Data Ontap 8.2« (Bild: Netapp)
Beim Storage-Systemehersteller NetApp steht ein Major-Update ihres Kernprodukts, nämlich ihres Storage-Betriebssystems an. »Clustered Data Ontap 8.2« nennt sich die neue Version, die in diesen Tagen au fden Weg gebracht wird. Neben einer Menge neuer Features und Leistungsmerkmale sieht man sich mit der neuesten Version vor allem bestens positioniert für den neuen »Software-Defined Storage«-Trend. »Wir haben jetzt das einzige reinrassige Storage-Betriebssystem, das für Software-Defined Storage prädestiniert ist«, erklärt Johannes Wagmüller, Director Systems Engineering bei Netapp, im Hintergrundgespräch mit speicherguide.de. »Und wir können liefern«, verweist er mit einem kleinen Seitenhieb auf die »ViPR«-Ankündigung von Konkurrent EMC, der seine Lösung erst im Laufe des zweiten Halbjahrs 2013 in Aussicht stellt.

Netapp-Vision für Software-Defined Storage

Die Vision von Netapp für Software-Defined Storage sieht so aus, dass man es nicht separat betrachtet, sondern als Komponente des Software-definierten Datacenter-Modells (SDDC). Kern des Modells ist die agile Bereitstellung von IT-Diensten für Applikationsverantwortliche bei gleichzeitig verbesserter IT-Effizienz. Ähnlich wie bei Virtual-Machines und Servervirtualisierung abstrahiert Clustered Data Ontap physischen Storage zu Storage-Virtual-Machines (SVM, vormals vServer). Damit liefere Netapp mithilfe von programmierbaren APIs und Applikationsintegration native mandantenfähige und richtlinienbasierte Storage-Dienste.

Besonderheit des neuen Betriebssystems im Hinblick auf Software-Defined Storage ist auch, dass auch die Storage-Controller von der eigentlichen Storage-Hardware vollkommen abstrahiert werden. Bis zu 24 Controller-Nodes verwaltet aktuell die neue Version. Und diese Controller-Nodes können – wie Rechen-Power bei virtualisierten Servern – bestimmter Storage-Hardware zugewiesen werden, oder der Storage kann von Controller zu Controller umziehen. »Damit können wir beispielsweise auch über mehrere Controller skalieren, wenn mehr Power gebracht wird«, erläutert Wagmüller. Auf diese Art und Weise würden Wartungsfenster nahezu eliminiert.

Clustered Data Ontap 8.2 skaliert auf bis zu 69 PByte

Weitere Leistungsmerkmale von Clustered Data Ontap sind beispielsweise:
? Unterbrechungsfreier Betrieb mit einer Verfügbarkeit von über 99,999 Prozent, das heißt kontinuierlicher Datenzugriff bei geplanten Ausfallzeiten und dynamische Lastverteilung bei unterbrechungsfreier Datenmigration.
? Neben den bereits erwähnten 24 Controller-Nodes gibt es überdies nahtlose Skalierbarkeit mit bis zu 69 PByte Storage, 49.000 LUNs und 12.000 NAS-Volumes für mehr als 100.000 Clients und bis zu 20 PByte Kapazität pro Container.
? Und natürlich stellt Netapp seine bewährte Storage- und Betriebseffizienz in einer mandantenfähigen Unified-Architektur heraus, die sich gleichermaßen für kleine, mittelständische und große Unternehmen eignet.

Verbessert wurde beispielsweise auch »SnapVault Disk-to-Disk-Backup«: Damit sollen jetzt Einsparungen durch Komprimierung und Deduplizierung über das gesamte Netzwerk hinweg erhalten bleiben. Restores von Daten, Applikationen und Virtual-Machines (VMs) im PByte-Bereich seien unmittelbar verfügbar. Außerdem lassen sich mit der neuen Betriebssystemversion auch kostengünstigere und flexible Einführungsmodelle konfigurieren, darunter Single-Node- und Switch-lose Konfigurationen zur unterbrechungsfreien und bedarfsorientierten Skalierung der Infrastruktur.

Mit Clustered Data Ontap 8.2 ineffiziente Storage-Silos angehen

Johannes Wagmüller, Director Systems Engineering, Netapp
Johannes Wagmüller, Director Systems Engineering, Netapp
Support für Microsoft Windows 2012 Hyper-V sowie erweiterter Support für VMware vSphere Storage APIs, Horizon-Suite und vCloud-Suite sind eigentlich fast schon selbstverständlich. Ebenso die Unterstützung für aktuelle Storage-Protokolle wie SMB 3.0, pNFS v4.1, iSCSI, FCoE und Fibre-Channel.

»Wir glauben, dass unser neues Clustered Data Ontap nicht nur ein wichtiger Baustein für Software-definierte Storage-Modelle ist, sondern dass Kunden damit nun endlich auch ineffiziente Storage-Silos angehen können«, meint Wagmüller. »Trotz zunehmender Virtualisierung sind Silo-Landschaften in Rechenzentren noch weit verbreitet.« Aber Dank verbesserter Servicequalität und Datensicherung sollen sich jetzt Applikationen gemäß Service-Level automatisiert bereitstellen lassen.

Netapp-OS eignet sich bestens für Scale-Out-NAS

Netapp ist sich sicher, dass das neue Clustered Data Ontap vor allem für Private- und Public-Cloud-Services einen großen Mehrwert bietet. Die Unified-Architektur der Software ermögliche vielfältige Workloads in virtualisierten Umgebungen, auf horizontal skalierbaren NAS-Plattformen und von Enterprise-Applikationen. Im vergangenen Jahr hätten sich Unternehmen aus den verschiedensten Branchen für die Vorgängerversion entschieden. Es seien dabei vier Mal so viele geclusterte Nodes implementiert worden, was in einem Quartalswachstum von 100 Prozent resultiert habe.

Neben virtualisierten Umgebungen sei eines der Haupteinsatzgebiete von Clustered Data Ontap auch Scale-Out-NAS: Wurde NAS bisher meist zum Speichern von Dateien im Netzwerk oder für Backups genutzt, böten sich mit dem neuen Release neue Möglichkeiten der Skalierbarkeit: Die Storage-Kapazität lasse sich von wenigen TByte auf Pbyte im zweistelligen Bereich erweitern, ohne laufende Applikationen neu zu konfigurieren.

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