25.04.2016 (eh)
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Micron kooperiert mit Software-defined-Storage-Plattformen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Das sind die »Micron Accelerated Solutions«
  • »Micron Storage Solutions Center« (MSSC) eröffnet

Konfigurationen der Ready-Nodes mit MicronSSDs für Vmware Virtual SAN 6.2 (Bild/Quelle: Micron Technology)Konfigurationen der Ready-Nodes mit Micron-SSDs für Vmware Virtual SAN 6.2 (Bild/Quelle: Micron Technology)Der Speicherchip-Spezialist Micron Technology drängt nach den DRAMs nun immer stärker in den Flash-Bereich mit eigenen SSDs vor. Aber nur neue SSDs vorzustellen, wie kürzlich die beiden neuen Modellreihen 7100 und 9100 mit NVMe-Schnittstelle, reicht nicht. Da gehört auch ein Ökosystem mit anderen Unternehmen aus der Branche dazu. Hier hat nun Micron die ersten Pflöcke eingerammt: Zu den ersten Kooperationspartnern zählen die Softwareunternehmen VMware, Nexenta, die Red Hat-Tochter Ceph sowie der Server-Spezialist Supermicro.

»Das ist jetzt erst der Anfang im Flash-Bereich«, betont Eric Endebrock, Vice President Marketing, Storage Business Unit von Micron, gegenüber speicherguide.de auf einer Presseveranstaltung in London. »Es sind noch weitere Kooperationen in der Pipeline. Hier hilft uns unsere Memory-Historie aus dem DRAM-Segment sehr gut.«

»Micron Accelerated Solutions« nennen sich diese ersten zertifizierten Lösungen. Damit vollzieht Micron zugleich eine Neupositionierung. Denn bisher war das Unternehmen mit seiner DRAM-Produktpalettevorwiegend als Komponentenhersteller und als Zulieferer von OEM-Kunden in Erscheinung getreten – aber mit den SSDs gilt es nun, zusammen mit Kooperationspartnern Komplettlösungen zu konfigurieren.

Die heutige Rechenzentrums-Hardware basiert auf frame-basierten Arrays mit Festplatten, und ist vom Rechenbereich getrennt. Diese herkömmliche Architektur ist laut Micron nicht in der Lage, wichtige Unternehmensdaten in dem Umfang, der Geschwindigkeit und der Vielfalt zu verarbeiten, zu analysieren und zu speichern, wie dies heute erforderlich ist. Unternehmen, die das volle Potenzial ihrer Daten ausschöpfen wollen, bräuchten eine neue Datacenter-Infrastruktur, die mit den Anforderungen großer und komplexer Datensätze fertig wird. Einer der Aspekte einer neuen Datacenter-Infrastruktur: Flash rückt deutlich näher an die CPU bzw. in den Server, was einen Trend zu DAS-Architekturen (Direct Attachted Storage) bewirkt.

Das sind die »Micron Accelerated Solutions«

Die Micron Virtual SAN AF-4, AF-6 und AF-8 Ready Nodes sollen es Administratoren der Servervirtualisierungsplattform »VMware vSphere« ermöglichen, ihre Rechenzentren mit einer rein Flash-basierten Technologie zukunftssicher zu machen. Im Vergleich zu hybriden Vmware-Virtual-SAN-Implementierungen mit herkömmlichen Festplatten soll die Micron-Vmware-Lösung 40-mal mehr IOPS und Bandbreite bieten, jedoch nur 1/40 der HDD-Latenz aufweisen. Genutzt werden dabei Funktionen wie Deduplizierung, Kompression und Erasure-Coding, welche ab sofort mit »VMware Virtual SAN 6.2« bereitstehen. Der Preis der Nodes liegt laut Micron bei 0,44 US-Dollar/GByte (effektive Kapazität). Hierin inbegriffen sind die unverbindliche Preisempfehlung für die gesamte Server-Hardware und -Software sowie dreijähriger Support.

»Micron Accelerated Ceph« nennt sich eine Speicherlösung, die auf der Open-Source-basierten Object-Storage-Lösung »Ceph« basiert. Micron spezifiziert eine Million IOPS und eine beachtliche Datenübertragungsrate von 140 Gbit/s. Damit würde sich eine All-Flash-Ceph-Speicherlösung für eine dynamische Cloud-Infrastruktur empfehlen. Laut Micron eigne sie sich besonders für Private-Clouds mit explosionsartig steigenden Datenmengen im Zusammenhang mit Big Data-Anwendungen.

Mit dem Softwarehaus Nexenta wurde die Lösung »Micron Accelerated NexentaEdge« geschnürt. Hierbei handelt es sich um eine Block- und Objektspeicherplattform auf Basis der softwaredefinierten Speichertechnologie NexentaEdge. Die Lösung umfasst einen leistungsstarken nativen Block, einen iSCSI-Block sowie Swift und S3-Object-Services für OpenStack-, Vmware- und Container-Infrastrukturen. Nexentaedge ermöglicht unbegrenzte Instant-Snapshots und Klone sowie patentierte Inline-Deduplizierung und Kompression im gesamten Cluster, durch die die effektive Kapazität der Speicher für virtuelle Maschinen laut Micron um den Faktor 5 oder mehr erhöht werden kann. Nexentaedge umfasst darüber hinaus Echtzeit-Self-Balancing, kontinuierliche Lastverteilung für alle Geräte im Cluster zur Maximierung der Flash-Verfügbarkeit sowie einfaches Management über Kommandozeile, REST-API und eine intuitive grafische Benutzeroberfläche.

»Micron Storage Solutions Center« (MSSC) eröffnet

Die Vorstellung von Micron Accelerated Solutions erfolgte im Zusammenhang mit der Eröffnung eine in Austin ansässigen »Micron Storage Solutions Center« (MSSC). Das MSSC dient als Innovationszentrum für Speichertechnologie. Hier arbeitet Micron eng mit Kunden zusammen, um diese bei der Ausführung von Anwendungen zu unterstützen, Data Center-Auslastungen zu optimieren und den Einsatz von Micron-SSDs in der täglichen Praxis zu verbessern.

Darüber hinaus finden im MSSC Entwicklungsarbeiten für Storage-Software statt. Micron-Ingenieure optimieren die Architekturen von Software und Betriebssystemen für die volle Nutzung der Vorteile aktueller Flash-Technologie.

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