18.07.2016 (eh)
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Micron bringt nun 3D-NAND-SSDs für OEM-Kunden

  • Inhalt dieses Artikels
  • »Micron 1100«: mit SATA-Interface bis 2 TByte
  • »Micron 2100«: mit PCIe und NVMe viermal schneller als eine SATA-SSD

Die 7 mm hohen 2,5-Zoll-SSDs der 1100er-Serie sind mit Kapazitäten von 256 und 512 GByte sowie 1 und 2 TByte erhältlich (Bild: Micron)Die 7 mm hohen 2,5-Zoll-SSDs der 1100er-Serie sind mit Kapazitäten von 256 und 512 GByte sowie 1 und 2 TByte erhältlich (Bild: Micron)Mit den beiden neuen SSD-Serien »Micron 1100« und »Micron 2100« geht der Halbleiterspezialist Micron Technology vor allem PC- und Notebook-OEMs an. Client-SSDs nennt Micron diese Produktgruppe. Die 1100er Serie geht in diesen Tagen in die Serienfertigung, die 1200er Familie noch im Laufe des Sommers, heißt es seitens Micron. Besonderheit: Beide Modellfamilien setzen auf Microns 3D-NAND – damit ist Micron nun der zweite Flash-Hersteller nach Samsung, der 3D-NAND in der Serienproduktion hat.

Die beiden Modellfamilien bedienen aber unterschiedliche Leistungsklassen. Die 1100-Serie ist eher für Desktops gedacht, da hier noch die SATA-Schnittstelle zum Einsatz kommt. Es gibt die Serie in zwei Bauformen: Im typischen 2,5-Zoll-Gehäuse als Festplattenersatz, oder im M.2-Bauformat. Mit einem Vier-Kanal-SATA-Controller schaffen die SSDs bis zu 530 MByte/s beim Lesen und 500 MByte/s beim Schreiben. Damit reizen sie die SATA-Schnittstelle nahezu komplett aus. Für die beachtliche Steigerung der Schreibleistung der 1100er sorgt die erstmals bei der Vorgängerversion »Micron M600« eingesetzte »Dynamic Write Acceleration«, ein Pseudo-SLC-Cache, dessen Größe sich dynamisch nach dem freien Speicherplatz richtet.

»Micron 1100«: mit SATA-Interface bis 2 TByte

Die wesentlichsten Eckdaten der 1100-SSD-Serie (Bild: Micron)Die wesentlichsten Eckdaten der 1100-SSD-Serie (Bild: Micron)Die 7 mm hohen 2,5-Zoll-Modelle sind mit Kapazitäten von 256 und 512 GByte sowie 1 und 2 TByte erhältlich. Die M.2-Module sind vorerst nur bis 1 TByte verfügbar. Es gibt noch Varianten mit und ohne Datenverschlüsselung. Die SSDs unterstützen den erweiterten Stromsparmodus »DevSleep«. Außerdem sind sie mit einer »Power-loss Protection« versehen, die aber nur die Daten im Flash (data-at-rest) schützt.

Nicolas Maigne, Regional Business Development and Marketing EMEA von der Storage Business Unit bei Micron skizziert im Gespräch mit speicherguide.de vier Kundenzielgruppen dafür: Tier-1-OEMs, regionale OEMs (inklusive Integratoren und Systemhäuser), größere Enterprise-Organisationen sowie Industrie- bzw. Embedded-Computing-Hersteller.

»Micron 2100«: mit PCIe und NVMe viermal schneller als eine SATA-SSD

Die 2100er-Serie ist nur im M.2-Format mit den Schnittstellen PCIe und NVMe verfügbar (Bild: Micron)Die 2100er-Serie ist nur im M.2-Format mit den Schnittstellen PCIe und NVMe verfügbar (Bild: Micron)Die 2100er-Serie ist nur im M.2-Format verfügbar. Aber anstatt SATA kommen hier die moderneren Schnittstellen PCIe und das Software-Interface NVMe (Non Volatile Memory express) zum Einsatz. Während es für die 1100er-Serie ein umfangreiches Datenblatt gibt, ist für die 2100er-Familie noch nichts auf der Micron-Homepage zu finden (Stand: Redaktionsschluss zu diesem Beitrag). Wir gehen aber davon aus, dass eine Produktseite in den nächsten Wochen freigeschaltet wird.

Die 2100-SSD-Serie ist laut Maigne »vor allem für moderne Notebooks gedacht, aber auch für Highend-Desktops bzw. Workstations«. Durch die neuen Schnittstellen ergibt sich, so Maigne, »eine viermal größere Bandbreite als bei SATA-SSDs«.

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