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IBM bringt z17 und Linuxone 5 ins Standard-Rack

IBM bringt z17 und Linuxone 5 ins Standard-RackMit neuen Single-Frame- und Rack-Mount-Konfigurationen erweitert IBM sein z17- und LinuxONE-5-Portfolio. Die Systeme sollen Mainframe- und Linuxone-Workloads platzsparender in Rechenzentren bringen. Dazu kommen neue Management-, Automatisierungs- und Modernisierungsfunktionen für IBM Z und Linuxone.

Für Rechenzentren wird Fläche zunehmend zur harten Währung. Genau hier setzt IBM mit neuen Konfigurationen für z17 und LinuxONE 5 an. Der Hersteller bietet künftig Single-Frame- und Rack-Mount-Systeme über das gesamte Z- und LinuxONE-Portfolio hinweg an. Unternehmen sollen dadurch mehr Spielraum erhalten, geschäftskritische Workloads in bestehende Rechenzentrumsflächen einzupassen.

Die Systeme richten sich an Organisationen, die Mainframe-, Linux- und vertrauliche Workloads nicht zwangsläufig in klassischen Großsystem-Umgebungen betreiben wollen oder können. IBM adressiert damit Installationen, in denen Stellfläche, Stromversorgung, Kühlung und Rack-Planung inzwischen genauso kritisch sind wie reine Rechenleistung.

Nach Herstellerangaben unterstützen die neuen z17- und Linuxone-5-Konfigurationen bis zu 82 Cores und 18 TByte Arbeitsspeicher über zwei Prozessoreinschübe. Gegenüber der vorherigen Generation nennt IBM rund 20 Prozent mehr Cores und zwölf Prozent mehr Speicherkapazität. Der Durchsatz pro Core soll bei z/OS-Konfigurationen des z17 ME2 je nach Workload und Konfiguration um bis zu zehn Prozent über dem z16 A02 liegen.

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Single Frame oder Rack Mount

Die z17 Single Frame wird als integrierte Einheit in einem IBM-Rack ausgeliefert. Dazu gehören laut Anbieter intelligente Power Distribution Units. Neu ist, dass Kunden zusätzlich andere Technologien innerhalb des Systems integrieren können. Das zielt auf Umgebungen, in denen Mainframe-Komponenten nicht isoliert stehen, sondern mit weiterer Infrastruktur kombiniert werden sollen.

Mit z17 Rack Mount lassen sich IBM-Z-Komponenten direkt in Standard-Racks des Kunden installieren. Das kann vor allem dort relevant sein, wo Rechenzentren feste Rack-Standards, Colo-Vorgaben oder eigene Integrationskonzepte nutzen. Aus Sicht der Betriebsorganisation ist das weniger spektakulär als eine neue CPU-Generation, aber im Alltag oft entscheidend: Was nicht ins Rack-Konzept passt, wird schnell zum Sonderfall mit Sonderaufwand.

Für Linuxone erweitert IBM das Portfolio um LinuxONE Rockhopper 5. Das System ist für hochdichte Linux-Workloads ausgelegt und unterstützt laut Anbieter integrierte KI-Beschleunigung auf dem Chip, Confidential Computing und Post-Quanten-Kryptografie. Rockhopper 5 ist als Single-Frame- und Rack-Mount-Konfiguration vorgesehen. Hinzu kommen Rack-Mount- und Express-Angebote in einer kompakten 18U-Konfiguration. Sie sollen Organisationen adressieren, die mit weniger Workloads starten und später skalieren wollen. Preise wurden nicht veröffentlicht.

KI, Kryptografie und Management

Technisch basieren die neuen Modelle auf dem IBM Telum II-Prozessor. In Verbindung mit Red Hat OpenShift AI und dem IBM Spyre Accelerator positioniert IBM die Systeme für KI-Inferenz direkt in Transaktionen. Das ist vor allem für Workloads interessant, bei denen Daten nicht erst aus geschäftskritischen Systemen herauskopiert werden sollen, bevor Modelle darauf angewendet werden.

Parallel kündigt IBM neue Software- und Management-Funktionen an. Infrastructure Management for IBM Z and IBM LinuxONE soll Bereitstellung, Konfiguration und Betrieb stärker zusammenführen. Unterstützt werden unter anderem Terraform und andere Infrastructure-as-Code-Ansätze. Ziel ist es, Z- und Linuxone-Infrastruktur stärker in bestehende Automatisierungsprozesse einzubinden.

Mit COBOL Elevate for z/OS will IBM die Modernisierung bestehender Cobol-Anwendungen vereinfachen und deren Performance auf z17 optimieren. Laut Anbieter soll dies ohne größere Überarbeitung der Anwendungen möglich sein. Für IT-Verantwortliche bleibt dabei die übliche Frage: Wie viel Modernisierung entsteht durch Tooling, und wo beginnt weiterhin echte Anwendungsarbeit?

Auch Post-Quanten-Kryptografie gehört zur Positionierung der Systeme. IBM nennt PQC-Unterstützung, Confidential Computing und unternehmensweites Secret Management. Neue Funktionen für IBM Crypto Discovery & Inventory sollen Sicherheitsteams einen besseren Überblick über kryptografische Bestände geben. Das ist relevant, weil PQC-Migration zunächst Transparenz über eingesetzte Algorithmen, Zertifikate und Abhängigkeiten erfordert.

Verfügbarkeit ab August 2026

Mit der allgemeinen Verfügbarkeit der neuen Systeme und Management-Funktionen ist ab August 2026 zu rechnen. Cobol Elevate for z/OS soll ab September 2026 folgen.