Fsas bringt All-Flash-System Eternus EP300
Das neue Eternus-System EP300 richtet sich an Unternehmen mit virtualisierten Umgebungen, Datenbanken, Kubernetes und geschäftskritischen Anwendungen. Das All-Flash-System kombiniert NVMe-SSDs, Active-Active-Clustering und Block-Storage-Funktionen mit einem kompakten Gehäuse und geringerem Energiebedarf.
Fsas Technologies stellt mit ETERNUS EP300 einen neuen All-Flash-Speicher für Unternehmensumgebungen vor. Das System soll wachsende Datenmengen sowie höhere Anforderungen an Speicherleistung, Verfügbarkeit und Energiebedarf in einer kompakteren Infrastruktur bedienen.
Die EP300 ist für Workloads wie Virtualisierung, Datenbanken, Kubernetes, KI-Anwendungen und geschäftskritische Applikationen ausgelegt. Laut Anbieter eignet sich das System für Umgebungen, in denen ältere Speicherarchitekturen die Anforderungen an Performance, Verfügbarkeit oder Betriebskosten nur noch eingeschränkt erfüllen.
EP300 kombiniert NVMe-Flash mit Active-Active-Verfügbarkeit
Technisch ist die EP300 als Block-Storage-System für kleine und mittelgroße Unternehmen ausgelegt. Das System unterstützt bis zu zwei Controller, maximal 72 NVMe-SSDs und bis zu 255 Hosts. Die angegebene maximale SSD-Kapazität liegt bei 4,32 PByte. Bei sequenziellen Zugriffen nennt der Anbieter bis zu rund 10,5 GByte/s beim Lesen und rund 2,1 GByte/s beim Schreiben. Für zufällige 8-KByte-Zugriffe gibt Fsas bis zu 300.000 IOPS lesend und 46.000 IOPS schreibend an. Als Host-Schnittstellen stehen Ethernet mit 100 Gbit/s, Fibre-Channel mit 64, 32 oder 16 Gbit/s sowie iSCSI mit 25 oder 10 Gbit/s zur Verfügung.
Außerdem unterstützt das Gerät Thin-Provisioning sowie synchrone und asynchrone Remote-Copy-Funktionen. Über einen Storage-Cluster im Active-Active-Betrieb können zwei Systeme aktiv arbeiten und Datenzugriffe parallel bedienen. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit, ohne dass ein einzelnes System zum Engpass oder Ausfallpunkt wird.
Eco-Power-Ansatz zielt auf Energie- und Platzbedarf
Das Kürzel EP steht laut Anbieter für Eco Power. Gemeint sind ein reduzierter Stromverbrauch und ein geringerer Platzbedarf im Rechenzentrum. Strom, Kühlung und Rack-Fläche gehören inzwischen zu den Faktoren, die Storage-Betriebskosten deutlich beeinflussen können.
Die EP300 soll Workloads konsolidieren und dadurch größere oder komplexere Speicherumgebungen ersetzen oder ergänzen. In der Praxis hängt der Effekt allerdings stark von der konkreten Ausgangsumgebung, den Leistungsanforderungen und der gewählten Konfiguration ab.
EP300 soll bestehende Infrastrukturen ergänzen
Nach Angaben des Anbieters lässt sich die Eternus EP300 in bestehende und hybride IT-Umgebungen integrieren. Damit richtet sich Fsas an Firmen, die ihre Storage-Infrastruktur modernisieren wollen, ohne etablierte Architekturen grundsätzlich umzubauen.
Für IT-Verantwortliche im Rechenzentrum dürfte die Lösung vor allem dann interessant sein, wenn klassische SAN- oder All-Flash-Umgebungen erneuert werden sollen und neben Performance auch Verfügbarkeit, Energiebedarf und Administrationsaufwand eine Rolle spielen. Typische Einsatzfelder sind konsolidierte Virtualisierungs-Plattformen, transaktionsstarke Datenbanken oder Kubernetes-Umgebungen mit persistentem Storage-Bedarf.
Fsas nennt Verfügbarkeit über direkte und indirekte Kanäle
»Die Eternus EP300 begegnet direkt dem schnell wachsenden Datenbedarf, ohne unnötige Komplexität oder zusätzliche Kosten zu verursachen«, Stefan Roth, Head of Data- & Storage- & Cyber-Resilience-Platform-Business bei Fsas Technologies. »Die Kombination aus All-Flash-Performance der Enterprise-Klasse und einem kompakten, energieeffizienten Design schafft eine zukunftssichere Storage-Plattform, die sowohl IT- als auch Nachhaltigkeitsziele unterstützt.«
Die neuen All-Flash-Speicher sollen ab sofort verfügbar sein. Preise veröffentlicht der Hersteller nicht. Wir gehen davon aus, dass die EP300, aufgrund der schlechten Verfügbarkeit von Flash-Speichern, mehr oder weniger zu tagesaktuellen Konditionen abgerechnet werden muss.