28.06.2016 (Ariane Rüdiger) Drucken
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Falconstor: Freestor-Plattform wird mandantenfähig

  • Inhalt dieses Artikels
  • Freestor nun auch mandantenfähig
  • Keine Angst vor hyperkonvergenten Lösungen
  • Alle Speicher-Ressourcen zentral im Blick
  • Video-Interview mit Falconstor-Manager Siegfried Betke

Falconstor-CEO Gary Quinn: »Mit Freestor können Managed-Service-Provider neue Kundengruppen und Umsatzquellen erschließen.« (Bild: Falconstor)Falconstor-CEO Gary Quinn: »Mit Freestor können Managed-Service-Provider neue Kundengruppen und Umsatzquellen erschließen.«Für rund zehn Millionen Dollar konnte FalconStor Software in den vergangenen zwölf Monaten »Freestor«, seine Software-defined-Storage-Plattform (SDS), absetzen. Unter den Käufern waren bisher vor allem Managed-Service-Provider, die mit Hilfe dieser Software ihren Kunden Speicherdienste anbieten können. Enterprise-Kunden standen bisher auch deshalb nicht so sehr im Mittelpunkt, weil die Falconstor-Produkte, die in Freestor eingeflossen sind, weiter separat von dieser Zielgruppe genutzt und an sie vertrieben werden. International agierende Großunternehmen bilden seit der Gründung des Speichervirtualisierungs-Spezialisten die Kernzielgruppe – laut CEO Gary Quinn nutzen 113 oder etwa 23 Prozent der weltweit größten Firmen Falconstor-Produkte.

Noch in diesem Jahr stehen sowohl für Freestor als auch für Falconstors Einzellösungen wichtige neue Versionen an. Die SDS-Plattform wird durch das bevorstehende Update noch stärker an den Bedarf von externen Managed-Service-Providern oder auch internen Dienstleistern in größeren Unternehmen angepasst.

Freestor nun auch mandantenfähig

Wichtigste Neuerung der neuen Version, die noch im laufenden Jahr kommen soll, ist die Mandantenfähigkeit von Freestor, also die getrennte Handhabung mehrerer Kunden auf nur einer Instanz der Software. Dabei werden Management, Netzwerk und Daten der einzelnen Kunden im System voneinander isoliert. Dazu kommen Selbstbedienungsfunktionen, mit denen sich Kunden des Providers ihren eigenen Speicher zuweisen können. Verbunden ist das mit entsprechenden Sicherheitsfunktionen für Authentisierung und Datenzugriff, die sich nach den im Unternehmen gültigen Regeln richten.

»Damit können vollkommen neue Zielgruppen in das Geschäft mit Storage-Services einsteigen«, sagt Quinn. Ein Beispiel seien Versicherer, die die kontinuierliche Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse ihrer Kunden versichern (Business Continuity). »Sie kennen unsere Lösung möglicherweise, weil sie sie selbst nutzen und könnten nun ihren Kunden anbieten, für sie die Datensicherung und Disaster Recovery als Dienstleister zu übernehmen und ihnen dafür eine reduzierte Versicherungsgebühr in Rechnung stellen.«

Keine Angst vor hyperkonvergenten Lösungen

Falconstor gehört zu den Pionieren der Storage-Virtualisierung, die heute partiell durch Hyperkonvergenzsysteme oder parallelisierte Ein-/Ausgabetechnologie, kombiniert mit Virtualisierungs-Know-how, Konkurrenz bekommt. Davor ist CEO Quinn allerdings nicht bange. Hyperkonvergenz habe ihre Domäne vor allem bei mittelgroßen Firmen, nicht aber bei den Großunternehmen, die Falconstor adressiere und die auch heute noch sehr heterogene Speicher-Infrastrukturen betrieben. So sei die synchrone Replizierung der Daten über zwei, vier oder acht Wege für den Fall eines katastrophalen Ausfalls des Primärrechenzentrums auch heute noch ein Alleinstellungsmerkmal. Zudem bedeute Hyperkonvergenz in der Regel Hardware-Einkauf, während Freestor ein reines Software-Produkt sei, das mit jeder Speicher-Hardware arbeite.

Bislang einmalig seien auch weitere Merkmale, beispielsweise die bei der Replikation über das Weitverkehrsnetz verwendete, patentierte Microscan-Technologie. Sie bricht die zu versendenden Daten auf Blöcke von 512 Bit herunter und überträgt nur geänderte Blöcke in feinstmöglicher Granularität. Das verringert die benötigte Bandbreite beziehungsweise beschleunigt die Übertragung.

Die traditionellen Storage-Anbieter befänden sich heute in einem kaum zu gewinnenden Preiswettbewerb mit »Amazon AWS«, sagt Quinn. Viele Firmen überlegten allerdings, nicht die gesamte Speicherlandschaft, sondern nur die Sekundär-Ressource ins Web zu verlegen. Mit Falconstor könne ein Kunde AWS- und On-Premise-Speicher über eine gemeinsame Oberfläche verwalten. Quinn: »Um auf AWS zu replizieren, braucht man in dieser Oberfläche nur auf die AWS-Storage als Replikationsziel zu zeigen und kann dann zwischen beiden Plattformen nahtlos hin und her schalten.«

Alle Speicher-Ressourcen zentral im Blick

Mit den in Freestor integrierten Funktionen zur Echtzeitanalyse der Speicherumgebung sehe der IT-Manager rechtzeitig, dass eine Speicher-Ressource volllaufe und könne die betreffenden Daten woanders hin verlagern. Regelgesteuerte Automatisierungsfunktionen entlasteten das Personal von vielen Aufgaben rund um die Speicher. Zudem könne man mit Freestor wirklich alle denkbaren Speicher-Ressourcen über dieselbe Oberfläche und mit denselben Funktionen bearbeiten, ohne zusätzliche Hardware einsetzen zu müssen – »von Intels NVMe bis zum Tape« (Quinn). Zudem biete man den gesamten Funktionsumfang auch in Form einer App für iOS oder Android-Smartphones.

Während die Versionsnummer, die das erweiterte und verbesserte Freestor im Herbst erhalten wird, noch nicht festliegt, ist schon klar, dass die neuen Versionen der übrigen Speicherprodukte, die ebenfalls um diese Zeit auf den Markt kommen, die Nummer 9.0 tragen werden und auch danach weiterentwickelt werden. Trotzdem zeige sich, laut Quinn: »Unsere Kunden konvertieren jetzt langsam zur Plattform.«

Video-Interview mit Falconstor-Manager Siegfried Betke


Falconstor-Manager Siegfried Betke erläutert die generellen Vorteile von »FreeStor«




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