09.09.2016 (eh)
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Es ist vollbracht: Dell & EMC verschmelzen zu Dell Technologies

  • Inhalt dieses Artikels
  • Getrieben vom Software-defined-Everything-Trend
  • Integration wird »sehr harmonisch und reibungslos verlaufen«
  • »Dell EMC Forum« am 5. Oktober in Mainz

Dell Technologies ist im Storage-Midrange-Markt mehr als zweimal so groß wie der nächste Mitbewerber (Bild/Quelle: Dell Technologies)Dell Technologies ist im Storage-Midrange-Markt mehr als zweimal so groß wie der nächste Mitbewerber (Bild/Quelle: Dell Technologies)Am 7. September 2016 war es soweit: In einem der größten Übernahmen der IT-Branche verschmelzen nun Dell und EMC zu Dell Technologies. Nachdem Ende August die letzte formaljuristische Hürde durch die Zustimmung der Behörden in China fiel, ging alles relativ schnell. Das neue Unternehmen wird nun weltweit das größte, privat kontrollierte Technologieunternehmen. Die Chancen sind groß – die Herausforderungen freilich auch.

Durch die Kombination von Dell und EMC ist ein im Markt führendes Technologieunternehmen mit einem jährlichen Umsatz von 74 Milliarden US-Dollar und einem umfassenden Portfolio verschiedener Technologien entstanden. Adressiert werden können IT-Felder von Hybrid-Cloud, Software-Defined Datacenter (SDDC), Converged-Infrastructure, Hyerkonvergenz und Platform-as-a-Service bis hin zu Storage, Virtualisisierung, Data-Analytics, Mobility und Cyber-Security. Die Unternehmensfamilie umfasst Dell, Dell EMC, Pivotal, RSA, SecureWorks, Virtustream und VMware.

Getrieben vom Software-defined-Everything-Trend

Michael Dell kündigt »Dell Technologies« auf der »EMC World 2016« an (Bild: speicherguide.de)Michael Dell kündigt »Dell Technologies« auf der »EMC World 2016« an (Bild: speicherguide.de)Die neue Dell Technologies ist in 20 Gartner-Magic-Quadrants vertreten, meistens in der Leaders-Abteilung. Das neue Unternehmen soll Dells Stärke im Markt kleiner und mittelgroßer Unternehmen (KMU) mit EMCs Großkunden-Expertise vereinen.

Hier lag wohl einer der Hauptbeweggründe seitens Dell, sich überhaupt EMC anzulachen: Dell versuchte intensiv, ins Enterprise-Geschäft vorzudringen, aber es klappte einfach nicht so richtig. Richtig zählbare Erfolge kann Dell sicherlich im Server-Bereich vorweisen, aber hier war EMC denn auch nicht vertreten. Doch der Software-defined-Everything-Trend weicht das nun auf: Basis dieses Trends ist (fast) immer ein leistungsfähiger x86-Server. Die Dell-Vertriebsmannschaft hat das im Blut – die EMC-Vertriebler müssen sich damit erst noch anfreunden.

Integration wird »sehr harmonisch und reibungslos verlaufen«

Dinko Eror, Geschäftsführer, EMC DeutschlandDinko Eror, Geschäftsführer, EMC Deutschland»Die Unternehmenskulturen passen sehr gut zueinander; ich selbst habe mich in den vergangenen Wochen und Monaten beim Umgang mit den Dell-Kolleginnen und -Kollegen gleich von Anfang an sehr zu Hause gefühlt«, äußert sich Dinko Eror, seit Anfang des Jahres Geschäftsführer der EMC Deutschland GmbH, in einem Blog-Beitrag zum Dell-EMC-Merger. »Ich bin überzeugt, dass die Integration beider Unternehmen sehr harmonisch und reibungslos verlaufen wird.«

Doris Albiez, Vice President and General Manager, Dell DeutschlandDoris Albiez, Vice President and General Manager, Dell DeutschlandIm gleichen Blog äußert sich Doris Albiez, Vice President and General Manager von Dell in Deutschland, zum zentralen Leistungsversprechen der neuen Dell Technologies: »Unser Anspruch wird es auch künftig sein, Kunden jeder Größe mit leistungsfähigen Infrastrukturen für die digitale und IT-Transformation zu versorgen. Der Unterschied zu früher ist einfach: Ab sofort können wir das noch besser als bislang schon, da die Angebote von Dell und EMC perfekt zusammenpassen und in jeder Hinsicht komplementär sind. Wir sind in der Lage, die Digitalisierung unserer Kunden voranzutreiben, indem wir ihnen ein Komplettportfolio anbieten können, das sich vom Rechenzentrum über die Cloud bis an den Arbeitsplatz oder die Mobilgeräte einzelner Mitarbeiter erstreckt.«

»Dell EMC Forum« am 5. Oktober in Mainz

Zu den Kunden von Dell Technologies gehören 98 Prozent der Fortune-500-Unternehmen. Die Konzernstruktur umfasst mehrere Geschäftsbereiche; die zwei größten und bekanntesten sind die Dell Client Solutions Group sowie die Dell EMC Infrastructure Solutions Group. Beide werden unterstützt von Dell EMC Services. Zu Dell Technologies gehören zudem die Töchter Boomi, Pivotal, RSA, SecureWorks, Virtustream und VMware. Diese besondere Struktur, so die Hoffnung der Verantwortlichen, soll die Ausrichtung und Innovationsstärke eines Startups mit der globalen Reichweite und dem Dienstleistungsspektrum eines Großunternehmens verbinden.

Das neue Unternehmen hat hierzulande den ersten öffentlichen Auftritt auf dem »Dell EMC Forum« am 5. Oktober in der Rheingoldhalle in Mainz.

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