22.09.2016 (eh)
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Endpoint-Backup-Spezialist Code42 forciert DACH-Aktivitäten

  • Inhalt dieses Artikels
  • Code42 sichert die Daten in sieben Datacentern weltweit
  • Deutsches Softwarehaus orderte nur wegen dem Thema Insider-Threat
  • Ransomware beißt sich an Code42 die Zähne aus

Code42 ist mehr als nur Backup und Recovery, es geht auch um Ransomware und Insider-Threat und Migration (Bild: Code42)Code42 ist mehr als nur Backup und Recovery, es geht auch um Ransomware und Insider-Threat und Migration (Bild: Code42)Der Spezialist für Endgeräte-Datensicherheit Code42 eröffnete ein neues Büro in München, um das aktuell starke Wachstum in der DACH-Region zu unterstützen. Bisher war es nur Vertriebsbüro, aber nun wird die Niederlassung auch in eine eigenständige GmbH gegossen. »Denn das Wachstum in der DACH-Region hat sich für Code42 in den vergangenen zwölf Monaten fast verdoppelt«, erklärt Carsten Graf, Chef der deutschen Code42-Niederlassung, gegenüber speicherguide.de.

»Noch nie war der Zeitpunkt so günstig für Unternehmen, neu zu überdenken, wie sie eine zunehmend mobile Belegschaft und die damit einhergehenden Risiken bewältigen wollen«, erläutert Graf. »Mit Endpoint-Backup beschäftigen sich etliche Anbieter – aber wir bieten darüber hinaus noch mehr an: Schutz vor Ransomware, Insider-Threat-Management, Datenmigration auf andere Geräte und Legal-Hold (Gesetzliche Aufbewahrungspflichten).«

Code42 bietet mit seinem Produkt »CrashPlan for Enterprise« Schutz durch eine Lösung auf Cloud-Basis, die Daten kontinuierlich sichert. Damit können Unternehmen jeden Datenverlust schnell und effektiv ausgleichen. Im vergangenen Jahr hat der US-amerikanische Hersteller in Colorado und Kalifornien ebenfalls neue Büros eröffnet sowie sein Team in Großbritannien verstärkt.

Code42 sichert die Daten in sieben Datacentern weltweit

Carsten Graf, Managing Director DACH, Code42Carsten Graf, Managing Director DACH, Code42Gesichert werden die Daten der Kunden in sieben über die Welt verstreuten Datencentern. Das europäische steht in Amsterdam, um auch Anwender gewinnen zu können, die europäische Datenschutz- und Compliance-Bestimmungen einhalten möchten.

»Die Schatten-IT ist bei vielen Unternehmen ein ganz großes Problem«, erläutert John Durant, Senior Vice President Product Development bei Code42. »Viele Unternehmen sagen zwar: ‚Wir haben Dropbox, oder Box, oder Google Drive zertifiziert, und erlauben es.’ Aber die Mitarbeiter nehmen einfach das her, was ihnen lieber ist. Und so haben die Unternehmen keine Kontrolle mehr, wo welche Daten liegen. Und vor allem: Wer verlässt mit welchen Daten das Unternehmen?«

Deutsches Softwarehaus orderte nur wegen dem Thema Insider-Threat

Mit letzterem spielt Durant auf das in jüngerer Zeit bedeutender werdende Thema Insider-Threat-Management an. Deutschland-Statthalter Graf bestätigt denn auch, dass er genau wegen diesem Thema einen Großauftrag bei einem großen deutschen Softwarehaus einfuhr. Backup zu machen, war dort keine Anforderung, das war seit Jahren geübte Praxis. Aber ein Mitarbeiter stahl einen Firmen-Notebook mit sensitiven Daten, und drohte mit Veröffentlichung der Daten. Problem war jetzt für die Unternehmensleitung: Bluffte der Ex-Mitarbeiter nur, oder befanden sich tatsächlich heikle Daten auf dem Mobilgerät? Mit der Code42-Lösung hätten es die Unternehmenslenker gewusst.

Dies ist aber nur ein Aspekt von Insider-Threat. Durant erläutert, dass sich mit Code42 auch Alarme einstellen lassen: »Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Mitarbeiter auf einmal anfängt, viel mehr und vor allem sensitivere Daten auf sein Notebook oder von seinem Notebook auf einen USB-Stick lädt, als dies in der Vergangenheit war.« Die Code42-Lösung könne beispielsweise einen Notebook zu jeder Zeit für USB-Sticks sperren, oder zum Beispiel nur einen bestimmten (Unternehmens-)USB-Stick zulassen.

Ransomware beißt sich an Code42 die Zähne aus

Die Technologie von Code42 sorgt übrigens auch dafür, dass die Anwender der derzeit grassierenden Ransomware-Welle Paroli bieten können. Denn die Lösung, die die Kunden-Files in die Code42-Rechenzentren übermittelt, legt sie dort nach Angaben von Durant in einem von Code42 selbst entwickelten proprietären File-System ab. Und da die Verschlüsselungs-Trojaner extrem fokussiert auf bestimmte File- und Betriebssysteme programmiert sind – meistens Windows –, beißen sie sich an der Code42-Cloud eben die Zähne aus. Bei US-Firmen wie Salesforce, Expedia, National Geographic und Juniper Networks habe Code42 nach einem Ransomware-Befall bereits für eine schnelle Wiederherstellung der Daten gesorgt.

Die hier in der DACH-Region angebotene Lösung ist speziell für Unternehmenskunden konzipiert. Für KMUs gibt es noch eine Version »CrashPlan for Small Business«. In den USA offeriert das Unternehmen unter der Marke »CrashPlan for Home« noch eine Consumer-Lösung für Privat-PCs/Notebooks. Via Internet können natürlich auch deutsche Endanwender die Lösung buchen – proaktiv wird sie indes hierzulande (vorerst) nicht vermarktet.

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