10.12.2019 (kfr)
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Dell EMC Ready-Lösungen für HPC und KI

  • Inhalt dieses Artikels
  • Paralleles Dateisystem mit BeeGFS
  • Validierte Lösung für Pixstor
  • Referenzarchitekturen für KI
  • 400-GbE-Netzwerkswitch für rechen- und speicherintensive Workloads
  • Neue Komponenten Dell-EMC-Server
  • Dell EMC Ready-Lösungen: Verfügbarkeit

Dell Technologies hat mehrere neue Lösungen, Referenzarchitekturen und Erweiterungen seines Storage- und Server-Portfolios für die Anforderungen von HPC (High-Performance-Computing) und KI (Künstliche Intelligenz) vorgestellt. Ergänzt werden diese durch neue 400-GbE-Open-Networking-Switches für rechen- und speicherintensive Cloud-Netzwerke sowie GPU- und Grafikbeschleuniger für Dell EMC PowerEdge-Server.

Als Beleg für das rasante Wachstum des Marktsegments führt Dell Studien der US-Marktforscher Hyperion Research ins Feld, wonach der weltweite HPC-Umsatz bis 2023 um 7,1 Prozent auf mehr als 39,2 Milliarden US-Dollar wachsen wird. KI-Anwendungen auf HPC-Servern sollen von 2018 bis 2023 um mehr als 29 Prozent ansteigen und dann 2,7 Milliarden US-Dollar erreichen. Grund genug, um mit Software-Partnern das Angebot schlüsselfertiger HPC-Storage-Lösungen zu erweitern.

»Die Daten, die Unternehmen sammeln, haben einen großen Wert«, stellt Dr. Fisnik Kraja, HPC Solution Consultant bei Dell, fest. »HPC und KI helfen ihnen dabei, das Beste aus diesen Daten herauszuholen. Wir wollen Lösungen entwickeln, die die Nutzung und die Bereitstellung dieser Technologien für Unternehmen jeder Größe und in allen Phasen der Implementierung vereinfachen.«

Dell EMC »PowerEdge R740xd«-ServerDell EMC »PowerEdge R740xd«-Server

Paralleles Dateisystem mit BeeGFS

Die Dell EMC Ready Solutions for HPC BeeGFS Storage integrieren das quelloffene, parallele Dateisystem BeeGFS, das ehemals vom Fraunhofer Institut als FhGFS entwickelt und heute vom Spin-Off ThinkParQ professionell vermarktet wird. Es soll I/O-intensive Workloads beschleunigen und von kleinen Clustern bis zu Enterprise-Systemen in On-Premises-Umgebungen oder der Cloud skalieren.

Diese Lösung ist laut Dell EMC bei der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), Australiens nationale Wissenschaftsagentur, im Einsatz und sorgt dort für einen Performance-Schub. Das CSIRO unterhält ein mit zwei PByte eines der größten NVMe-Speichersysteme der Welt und wird derzeit auf Platz 8 des IO-500-Benchmark für die weltweit schnellsten Speichersysteme für HPC gelistet.

Validierte Lösung für Pixstor

Dells Ready Solutions for HPC PixStor Storage kommt ebenfalls mit parallelem Dateisystem auf Basis von PixStor Ngenea HSM. Es beinhaltet neben hierarischem Tiering eine performante, skalierbare Datenverwaltung und die Möglichkeit der Archivierung und Analyse. Die Lösung kombiniert ein validiertes, skalierbares Design mit Objekt-, Band- und Cloud-Tiering-Funktionen unter Verwendung von Pixstor Ngenea zusammen mit Poweredge-Servern, PowerSwitch- und Mellanox-Netzwerken sowie PowerVault-Speicher.

Die Lösung bedient laut Dell am Imperial College London das bestehende High-Performance-Computing-System mit 2.500 Knoten. Zudem soll ein Durchsatz von über 20 Gbit/s ohne Verlust der interaktiven Nutzungsleistung realisiert werden.

Darüber hinaus lassen sich Dell EMC Powervault ME4 ab sofort mit 16-TByte-Festplatten ausstatten, wodurch ein 15U-Rack auf 4 PByte aufgerüstet werden kann. Dies stellt eine Verbesserung der Speicherdichte um 25 Prozent dar.

Referenzarchitekturen für KI

Auch die Neuerungen im Bereich KI basieren auf der Zusammenarbeit mit Partnern. So wurde ein validiertes Ready-Design für die Domino Data Science-Plattform entwickelt. Es soll Data-Scientists ermöglichen, Modelle schneller zu entwickeln und bereitzustellen, während es der IT gleichzeitig eine zentrale, erweiterbare Plattform bietet.

Weitere Referenzarchitekturen entstanden in Zusammenarbeit mit KI-Partnern wie DataRobot, Grid Dynamics, H20.ai, Iguazio und Kubeflow auf Red Hat OpenShift. Diese Architekturen sind laut Dell für Intels Xeon-Scalable-Prozessoren optimiert und soll es Unternehmen ermöglichen, die Bereitstellung von KI-Lösungen mithilfe Dells konvergenten Infrastruktur, Server, Speicher- und Datenschutztechnologien zu beschleunigen.

400-GbE-Netzwerkswitch für rechen- und speicherintensive Workloads

Sein PowerSwitch Z-Series-Portfolio erweitert Dell EMC mit dem Z9332F-ON, ein offener 40-0GbE-Netzwerk-Switch für Hochleistungs-Workloads. Er wurde speziell für Rechenzentrumsnetzwerke von Cloud-Service-Providern mit intensivem Rechen- und Speicher-Traffic wie HPC, KI und Streaming-Video entwickelt. Der neue Switch bietet laut Hersteller den vierfachen Durchsatz, ein zweimal so gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und fast die doppelte Energieeffizienz gegenüber bestehenden 100-GbE-Plattformen.

Neue Komponenten Dell-EMC-Server

Der für Machine-Learning (ML) konzipierte DSS 8440-Server erhält mit der NVIDIA T4 Tensor Core GPU einen neuen Grafikprozessor als Option. Mit bis zu 16 Grafikbeschleunigern bietet er eine hohe Kapazität und eine leistungsstarke ML-Inferenz bei hoher Energieeffizienz (70 Watt pro GPU). Diese Konfiguration ist für Multi-Tenancy-Architekturen konzipiert, die Ressourcen mit anderen Benutzern oder Teams teilen müssen.

Für Poweredge-Server stehen künftig zwei neue Grafikprozessoren zur Wahl. Der Nvidia Tesla V100S bietet bis zu 25 Prozent mehr Bandbreite für die direkte Kommunikation mit Mellanox InfiniBand Interconnect und PowerEdge Express Flash NVMe-PCIeSSDs. Die RTX-Grafikprozessoren von Nvidia sollen die Leistung zu einem Bruchteil des Platzbedarfs und des Stromverbrauchs einer traditionellen Renderfarm liefern. Natürlich sollen sich auch die Kosten reduzieren, ins Detail geht der Hersteller hier aber nicht. Darüber hinaus soll die Intel FPGA PAC D5005 für die Poweredge-Server R740xd und R940xa das Inferencing, Streaming-Analyse, Video-Transcoding sowie Finanz- und Genom-Anwendungen beschleunigen.

Dell EMC Ready-Lösungen: Verfügbarkeit

Die allgemeine Verfügbarkeit der Neuerungen divergiert. Die KI-Referenzarchitekturen für Data Robot, Grid Dynamics, H20.ai und Iguazio sowie die Ready Solutions for AI-Design für die Domino-Data-Science-Plattform sollen noch im Dezember verfügbar sein. Für Anfang 2020 terminiert sind die 16-TB-Festplatten, die Nvidia V100S Grafikprozessoren für Poweredge-Server und die Intel D5005 sollen ab Anfang 2020 erhältlich sein. Die weiteren Updates sind ab sofort erhältlich.



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