12.06.2014 (eh)
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Datenverlust? Es ist die Hardware – und immer weniger der Mensch

  • Inhalt dieses Artikels
  • Software-Fehler als Datenverlustursache rückläufig
  • Der Mischmasch beginnt: geschäftliche Daten auf Privatrechner, und private Daten auf Geschäftscomputer

Datenverlust – und seine Ursachen (Quelle: Kroll Ontrack)Datenverlust – und seine Ursachen (Quelle: Kroll Ontrack)Der berühmte Festplatten-Crash war schon seit jeher einer der Hauptgründe für den Verlust wichtiger Daten. Dies bestätigt auch jetzt wieder eine neuen globale Studie zum Thema Datenverlust von Kroll Ontrack, einem Spezialisten für Datenrettung und E-Discovery. Demnach können insgesamt 72 Prozent der Datenverluste auf defekte Festplatten zurückgeführt werden, während SSDs in 15 Prozent der Fälle und RAID bzw. virtuelle Dienste in immer noch 13 Prozent verantwortlich waren.

Damit sind insgesamt technische Defekte bei 66 Prozent der befragten Studienteilnehmer die Hauptursache für Datenverlust. 2010 war dies gerade einmal bei 29 Prozent der Befragten der Fall. Aber nun die Überraschung: Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Datenverluste, die auf menschliches Versagen zurückzuführen waren, im Vergleich zu 2010 (27 Prozent) um fast die Hälfte gefallen (2014: 14 Prozent). Bedeutet dies, dass die Anwender informierter, aufgeklärter und sensibler beim Umgang mit Daten werden? Darüber gibt die Studie leider keine Auskunft.

Software-Fehler als Datenverlustursache rückläufig

Software-Fehler waren übrigens in nur in sechs Prozent der Fälle ursächlich für einen Datenverlust. Betrachtet man die einzelnen Teilbereiche der Umfrage, sind Festplattendefekte bei Notebooks und Desktop-PCs sowohl im geschäftlichen (71 Prozent) als auch privaten (72 Prozent) Umfeld die häufigste Ursache für den Verlust wichtiger Daten, während Geräte mit SSDs (also beispielsweise Tablets oder Ultrabooks) mit 18 Prozent bei Privatanwendern bzw. zehn Prozent bei Unternehmensanwendern für Datenverluste verantwortlich sind.

»Datenspeicher können beschädigt werden, egal welcher Art sie sind. Es ist nur die Frage, wann es zu einem Defekt kommt. Diese Erkenntnis ist in Verbindung mit der Tatsache, dass Festplatten immer noch die am häufigsten eingesetzten Massenspeicher sind, die Ursache dafür, dass HDD-Crashes die Hauptursache für Datenverluste sind«, erläutert Holger Engelland, Leiter der Datenrettungslabore von Kroll Ontrack Deutschland. »Um einem Festplattendefekt vorzubeugen, sollten Anwender daher regelmäßig ihren Computer defragmentieren, die Laufwerkskapazität überprüfen und Antiviren- und Festplatten-Monitoring-Software nutzen. Außerdem sollten funktionierende Backup- bzw. Austauschlaufwerke vorhanden sein, egal ob nun bei Privat- oder Geschäftsanwendern. Unternehmen sollten darüber hinaus einen Notfallplan haben, der stets auf dem Laufenden gehalten wird.«

Der Mischmasch beginnt: geschäftliche Daten auf Privatrechner, und private Daten auf Geschäftscomputer

Zusätzlich gaben 15 Prozent der Befragten an, private Daten von einem Geschäftscomputer verloren zu haben, während sieben Prozent geschäftliche Daten von Privatrechnern verloren hatten. »Dies zeigt, dass, je weiter sich die Datenspeicher entwickeln, auch die Zahl der Speicherorte steigt«, sagt Peter Böhret, Managing Director von Kroll Ontrack Deutschland. »Geschäftskritische Daten sind also nicht nur auf geschäftlichen Laufwerken in Gefahr, sondern auch auf privaten.«

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