16.11.2015 (eh)
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Archivservice »d:ternity« kann gegen Amazon »Glacier« punkten

  • Inhalt dieses Artikels
  • Hochsicher: d:ternity-Daten sind nicht in der Cloud, sondern in Rechenzentrum ohne Internet-Anschluss
  • Archivdatenservice mit konkurrenzfähigen Preisen
  • d:ternity auf dem »Fujitsu Forum 2015«

Die d:ternity-Appliance ist Anlaufstelle für die zu archivierenden Daten im Unternehmen, anschließend werden sie ins Rechenzentrum in Kleve übertragen (Bild: Fujifilm Recording Media)Die d:ternity-Appliance ist Anlaufstelle für die zu archivierenden Daten im Unternehmen, anschließend werden sie ins Rechenzentrum in Kleve übertragen (Bild: Fujifilm Recording Media)Unternehmen, die ihre langfristig wertvollen Archivdaten prinzipiell auf Tape abspeichern wollen, aber sich mit dem Handling eigentlich nicht befassen wollen, haben nun mit der Fujifilm Recording Media eine neue Alternative: in Kleve am unteren Niederrhein und in der Nähe zur deutsch-niederländischen Grenze wird ein ISO/IEC 27001:2013 zertifiziertes Hochsicherheitsrechenzentrum betrieben. Hierher können Unternehmen ihre Archivdaten überspielen, die dann anschließend auf Tape gesichert werden.

Fujifilm Recording Media hat dafür den Markennamen »d:ternity« kreiert. Der Service ist in der Tat einzigartig. Die Daten werden zwar online überspielt – sie befinden sich aber nicht in der Cloud. Denn nach dem Übertragen werden die Daten von allen proprietären Backup-Formaten getrennt, anschließend auf Tape gespeichert, und dann anschließend – sozusagen händisch – in das Hochsicherheitsrechenzentrum gebracht. Dieses hat keinerlei Anschluss via Internet zur Außenwelt. »CIA und NSA sind bei uns definitiv außen vor«, betont Björn Reissig, Manager Technical Operations an Research, Business Unit Archive-Service and Solutions von Fujifilm Recording Media, im Gespräch mit speicherguide.de.

Hochsicher: d:ternity-Daten sind nicht in der Cloud, sondern in Rechenzentrum ohne Internet-Anschluss

(v.l.) Björn Reissig und Hans-Jörg Müsch (beide Fujifilm Recording Media) erklären auf der »Data Center World« den Archivdatenservice »d:ternity« (Bild: speicherguide.de)(v.l.) Björn Reissig und Hans-Jörg Müsch (beide Fujifilm Recording Media) erklären auf der »Data Center World« den Archivdatenservice »d:ternity« (Bild: speicherguide.de)Was sich in der Cloud befindet, bzw. für Kunden online via Internet zugänglich ist, ist lediglich der Index der Daten. Darauf kann der Kunde zugreifen, und im Falle eines Recovery-Falles bestimmen, welche Daten, Files, Dokumente oder ganze Ordner er haben möchte. »Bei der Wahl des Rückspielmediums hat der Kunde absolut freie Hand«, erläutert Reissig. Denkbar seien Band, FTP, USB-Stick, Festplatte, CD, DVD oder einfach nur ein E-Mail mit Anhang. »Letztendlich geht es nur darum, wie schnell ein Kunde die Daten wieder haben muss oder will.«

Zu d:ternity gehört eine Appliance, die beim Kunden installiert wird. Sie nimmt mit 12 TByte Festplattenkapazität zunächst die zu sichernden Daten auf, und überträgt sie dann häppchenweise ins Fujifilm-Hochsicherheitsrechenzentrum. Die 1U-Appliance kann vom Administrator leicht in das vorhandene Kundennetzwerk eingebunden werden. Dabei erfolgt lediglich eine netzwerktechnische Integration. Eine aufwändige Softwareinstallation im Kundensystem entfällt.

Archivdatenservice mit konkurrenzfähigen Preisen

Was die Preise anbelangt, konkurriert der Archivdatenservice d:ternity unter anderem natürlich mit dem Cloud-Archive-Service »Glacier« von Amazon AWS. Für Glacier verlangt AWS derzeit 1,2 US-Cent/GByte. »Damit können wir mithalten«, sagt Hans-Jörg Müsch, EMEA Marketing & Sales bei Fujifilm Recording Media. »Ein dreistelliges TByte-Volumen sollte es natürlich schon sein.« Auch eine Archivierungslösung im hauseigenen Rechenzentrum eines Unternehmens – egal, ob Tape- oder Festplatten- oder Optical-Disk-basierend – kann da nicht mehr mithalten, wenn man längerfristige Gesamtbetriebskosten betrachtet.

Aber abgesehen von den konkurrenzfähigen Preisen hat Fujifilm Recording Media im Vergleich zu AWS natürlich einen anderen Trumpf in der Hand: »Die Daten bei AWS lagern irgendwo in der Cloud, wo evtl. fremde Geheimdienste drauf Zugriff haben«, betont Müsch. »Bei uns liegen die Daten dagegen compliance-konform in einem Hochsicherheitsrechenzentrum in Deutschland, ohne Anschluss ans Internet.«

d:ternity auf dem »Fujitsu Forum 2015«

Dass d:ternity damit eine innovative Lösung für die Archivierung von Big Data ist, davon können sich Interessenten ab übermorgen auf dem »Fujitsu Forum« (18. und 19. November 2015) in München überzeugen. d:ternity war auch eines der Highlights letzte Woche auf der »Data Center World«/»Cloud Expo Europe« in Frankfurt.

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