26.07.2019 (kfr)
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Acronis aktualisiert seine Cyber-Protection-Plattform

  • Inhalt dieses Artikels
  • Neuerungen in Acronis Cyber Infrastructure 3.0 im Überblick
  • Preise hält Acronis unter Verschluss
  • Video-Interview mit Markus Bauer über Cyber-Protection

Acronis bringt mit der Cyber Infrastructure 3.0 ein Update seiner Software-definierten Infrastrukturlösung. Die dritte Version der Datensicherungs-Suite für Compute-, Block-, Datei- und Objekt-basierte Workloads soll Performance und Stabilität der Infrastruktur verbessern und mehr Anwendungsszenarien unterstützen als der Vorgänger. Zudem wird die Lizensierung flexibler gestaltet, einschließlich verbrauchsabhängiger Abrechnung (Pay-as-you-go).

Bis vor kurzem war das Produkt noch als Acronis Storage und Acronis Software-Defined Infrastructure bekannt. Noch vor wenigen Tagen gab es ein Update zu Acronis Software-Defined Infrastructure 2.5.

Acronis Cyber Infrastructure unterstützt in der Version 3.0 Virtual-Private-Cloud-, Managed-Private-Cloud- sowie hybride Cloud- und Storage-Umgebungen. Die Software beherrscht jetzt applikationskonforme Snapshots von VM-Volumes für Linux- und Windows, ebenso lassen sich virtuelle Netzwerke mit virtuellen Routern, SNAT (Source Network Address Translation), statischen Routen und Floating-IP-Adressen sichern. Bei Datentransfers in privaten oder öffentlichen Netzwerken kann zudem AES-256-Verschlüsselung genutzt werden.

Acronis Cyber Infrastructure 3.0Acronis Cyber Infrastructure 3.0

Appliance mit integriertem Backup-Gateway

Weitere Verbesserungen zielen auf Service-Provider: Über die OpenStack-kompatible API können sie die Software in ihre Abrechnungs- und CRM-Lösungen integrieren und Kunden mandantenfähige Nutzungs-, Kontroll- und Support-Daten bereitstellen. Fehlerhafte Systeme und andere Probleme sollen schneller erkannt und sich beheben lassen, bevor Endnutzer oder Drittanbieter-Systeme davon betroffen werden. Für die Verwaltungs- und Monitoring-Tools nutzt die Cyber Infrastructure 3.0 eine vorintegrierte Prometheus-Engine sowie vorkonfigurierte Grafana-Dashboards.

Überarbeitet wurde auch das integrierte Acronis Backup Gateway. Es identifiziert laut Hersteller optimale Backup-Ziele für lokale, private und öffentliche Storages. Als Cluster soll es Hochverfügbarkeit von Workflows gewährleisten. Ein Failover zwischen zwei Cyber-Infrastructure-3.0-Clustern sollen durch WAN-Protokolloptimierung beschleunigt werden.

Die aktuelle Version kommt zudem mit neuer Benutzeroberfläche für die Georeplikation und asynchrone Replikation zwischen Standorten. Der Acronis Cyber Infrastructure Appliance sollen zudem Verbesserungen in Verwaltung und Konfiguration zuteilwerden.

Neuerungen in Acronis Cyber Infrastructure 3.0 im Überblick

  • Self-Service-Portal zur effizienten Ressourcen-Bereitstellung für Endkunden in mandantenfähigen Systemen. Unabhängige Workloads und Projekte, die in einer gemeinsamen Umgebung arbeiten, werden dabei sicher voneinander isoliert.
  • Applikationskonforme Snapshots von VM-Volumes, die mit Linux- und Windows-Bereitstellungen kompatibel sind.
  • Hochverfügbarkeit für VMs – mit automatischer Wiederherstellung von Workloads beim Ausfall von Storage-Knoten.
  • Backup-Gateway-Georeplikation mit asynchroner Replikation und Failover zwischen zwei Cyber-Infrastructure-3.0-Clustern.
  • Hochverfügbares Management-Panel für die Acronis Cyber-Infrastructure-Storage-Appliance sowie Verbesserungen am Konfigurationsassistenten der Appliance.

Acronis vermarktet die Cyber Infrastructure 3.0 als wesentlichen Bestandteil seiner »SAPAS«-Strategie: Das Akronym steht für Safety (Verlässlichkeit), Accessibility (Verfügbarkeit), Privacy (Vertraulichkeit), Authenticity (Authentizität) und Security (Sicherheit). Serguei Beloussov, Gründer und CEO von Acronis, spricht von einer fundamentalen Vision und dem Ziel, einer umfassenden Ende-zu-Ende-Cyber-Protection. Im Rahmen des Cloudfest sprach speicherguide.de mit Markus Bauer, Technology Evangelist EMEA bei Acronis, über eine ganzheitliche Datensicherung mit Cyber-Protection und SAPAS.

Preise hält Acronis unter Verschluss

Über die Kosten schweigt Acronis allerdings. Auf unsere Anfrage verweist man darauf, dass das Produkt indirekt über den Channel vertrieben werde. Für uns ist dies allerdings kein Grund, uns den Preis für eine Beispielkonfiguration zu verweigern, denn der Grundpreis dürfte bei allen Handelspartnern mehr oder weniger gleich sein. Wer sich für Cyber-Infrastructure-Appliance interessiert und uns einen Tipp geben kann, sehr gerne.

Video-Interview mit Markus Bauer über Cyber-Protection


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