14.03.2016 (eh)
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 CeBIT:  Incom empfiehlt optische Speicherlösungen gegen Viren

  • Inhalt dieses Artikels
  • Keine Chance für Erpressungs-Trojaner bei einmal beschreibbaren Optical-Disks
  • Incom zeigt für Facebook entwickelten PByte-Archivspeicher

Daten der »StorEasy«-WORM-Appliance liegen doppelt geschützt vor: einerseits im schnellen direkten und permanenten Lese-Zugriff über den Datenpuffer der integrierten Festplatten, und andererseits über einmal beschreibbare WORM-Medien (Bild: Incom Storage)Daten der »StorEasy«-WORM-Appliance liegen doppelt geschützt vor: einerseits im schnellen direkten und permanenten Lese-Zugriff über den Datenpuffer der integrierten Festplatten, und andererseits über einmal beschreibbare WORM-Medien (Bild: Incom Storage)Erpressungs-Trojaner gibt es schon länger. Aber in den letzten Monaten treiben ein paar neue, ausgefeiltere Versionen ihr Unwesen, und haben sich zur größten Plage des Internets entwickelt. Sie befallen Rechner, verschlüsseln wichtige Dateien – und fordern dann Lösegeld. Gerade wütet mit »Locky« ein Exemplar besonders aggressiv auf deutschen Rechnern. Aber nicht nur Privatpersonen erwischt es. Auch Unternehmen, Behörden und Krankenhäuser waren schon betroffen.

Die Backup-Branche empfiehlt Backup-Systeme, deren Architektur Tape mit einbezieht. Wegen dem gewollten Medienbruch, für den diese Ransomware unüberwindlich ist. Die altbewährte 3-2-1-Regel kommt wieder zu neuen Ehren – und hier vor allem die »1«: Diese Regel besagt, dass man von seinen Unternehmensdaten drei Kopien auf zwei unterschiedlichen Medien machen und eine Kopie davon auslagern sollte.

Nach Möglichkeit auf Tape. Aber Incom Storage verweist darauf, dass optische Speicherlösungen ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Alternative sind, denn Daten auf optischen Datenträgern seien zu 100 Prozent sicher vor Verschlüsselung und Veränderungen. Auf der heute beginnenden CeBIT 2016 will man deshalb unter anderem die Vorteile der Archivierung auf optischen Datenträgern demonstrieren.

Keine Chance für Erpressungs-Trojaner bei einmal beschreibbaren Optical-Disks

Denn auf Optical-Disks, einmal beschreibbar, können die Daten nicht mehr verändert werden, somit hat ein Virus keine Chance, Dateien zu verschlüsseln. Auch ein ständiges Backup entfalle. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, können eine Kopie der Daten auf einem zweiten Medium vorhalten, die bequem in jedem Safe aufbewahrt werden kann.

Angelehnt an diese Philosophie empfiehlt Incom die »StorEasy«-WORM-Appliance-Familie. Die aus performancegründen auf gespiegelten Festplatten vorgehaltenen Archivdaten werden noch einmal auf zwei Blu-ray-Medien unterschiedlicher Hersteller gespiegelt. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Mediencharge eines Herstellers vorzeitig Lesefehler aufweisen sollte, seien die Daten noch sicher auf dem zweiten Medium verfügbar.

Incom zeigt für Facebook entwickelten PByte-Archivspeicher

Wie auch bei den großen PByte-Archivspeichern auf optischer Basis werden die Daten in einem ISO-Standard auf das Blu-ray-Medium geschrieben, so dass die Informationen theoretisch über jedes Blu-ray-Laufwerk zur Verfügung gestellt werden können – der Nutzer behält laut Incom die absolute Herrschaft und vor allem Kontrolle über die eigenen Daten.

Der für Facebook entwickelte HIT-Prototyp eines 1-PByte-Archivspeichers (COLD Storage System) findet in der Weiterentwicklung durch Sonys »Petasite« seine Fortsetzung – Incom vertreibt die COLD-Storage-Systeme beider Hersteller und zeigt einen Ausschnitt der vielen neuen Hardwaresysteme zur Langzeitdatenhaltung auf der CeBIT.

Incom Storage auf der CeBIT 2016:
Halle 3, Stand F36 (VOI-Partnerstand)

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